Mitreißend, energiegeladen und restlos ausverkauft: Das Stehkonzert des Chors Rock’n’hall im Magazin 3 wurde am Samstagabend zu einem musikalischen Erlebnis der Extraklasse. Unter der Leitung von Klaus „Eddy“ Ackermann verwandelten rund 100 Sängerinnen und Sänger den Saal mit mitreißenden Grooves in eine pulsierende Location. Auch für die folgenden Konzerte am Sonntag und am 25. April um 19 Uhr sind die Erwartungen entsprechend hoch.
Professionell begleitet wurde der Chor von einer eingespielten Band mit Michael Had (Gitarre), Theo Wolfgang Hanny (Keyboard), Klaus Engl (Schlagzeug) und Alfons Wohlmuth (Bass). Gemeinsam sorgten sie für den eindrucksvollen Sound, der das Konzert trug.
Ackermann versteht es wie kaum ein anderer, sein Chor-Ensemble und das Publikum gleichermaßen mitzureißen. Mit vollem Körpereinsatz dirigierend, tanzend, springend und hüpfend, zog er die Zuschauer – auch mit seinen Gesangssoli – von der ersten Minute an in seinen Bann. Dass er dabei regelmäßig zum Handtuch greifen muss, gehört längst zu seinem Markenzeichen. Seine Begeisterung übertrug sich unmittelbar – das Publikum sang vielfach textsicher mit, jubelte und feierte den Chor mit tosendem Applaus. Der Abend bot eine ausgewogene Mischung aus gefühlvollen Balladen und kraftvollen Rocksongs. Bereits der Auftakt mit „Can’t Turn You Loose“ setzte ein klares Zeichen: Was gewöhnlich die Shows der Blues Brothers eröffnete, sorgte auch hier bei Rock’n’hall für einen wirkungsvollen Einstieg. Den ganzen Abend wurde nicht nur gesungen, sondern performt. Klassiker wie „I’m a Believer“ von The Monkees brachten den Saal zum Kochen, während die Rockballade „Heaven“ von Gotthard – ein Liebeslied, das die Ewigkeit und die Verbindung über das Leben hinaus thematisiert – mit ihrer Botschaft von Hoffnung und Neuanfang Gänsehautmomente verursachte. Für diese sorgten auch die beeindruckenden Soli verschiedener Chorsängerinnen in den kreativen Arrangements des Chorleiters.
Immer wieder übernahmen Chormitglieder die Moderation, gaben Einblicke in die Inhalte der Songs und schufen eine persönliche Verbindung zum Publikum. „Photograph“ von Nickelback oder „Shallow“ von Lady Gaga und Bradley Cooper wurden so auch inhaltlich greifbar gemacht. Den Titel dieser Ballade zum Beispiel deutete eine Chorsängerin metaphorisch als Oberflächlichkeit im Gegensatz zu bedingungslosem Vertrauen. „Ohne Schua“ von LaBrassBanda knüpfte thematisch an „Shallow“ an. In „Since You Been Gone“ oder „For Good“ aus dem ;Musical „Wicked“ ging es um Beziehung und das Miteinander: „Weil ich dich kenne, habe ich mich für immer verändert“. „Zu spät“ (von den Ärzten) war es nur im Song, im Konzert kam jeder dialogische Einsatz des Chores oder des Publikums absolut zur rechten Zeit.
Thematisch spannte das Programm einen weiten Bogen: von Liebe und Verlust über persönliche Entwicklung bis hin zu spirituellen Fragen. Songs wie „My Immortal“ von Evanescence oder „The River Man“ von Nick Drake mit dem Fluss als Metapher für die Zeit verliehen dem Abend zusätzliche Tiefe. Zahlreiche Mitsingmomente machten das Publikum zu aktiven Mitwirkenden des Konzerts – besonders bei „Du entschuldige, i kenn di“ von Peter Cornelius, „I Want It All“ von Queen oder „Mercedes Benz“ von Janis Joplin. Auch moderne Stücke wie „Unwritten“ von Natasha Bedingfield oder „All My Love“ von Coldplay sorgten für emotionale Höhepunkte. Da leuchteten schließlich die Handylichter im Saal, bis mit „Purple Rain“ von Prince ein letzter Höhepunkt erreicht wurde. Spätestens hier war klar: Rock’n’hall hat das Magazin 3 nicht nur zum Beben gebracht, sondern das Publikum nachhaltig begeistert.
Bericht und Fotos: Brigitte Janoschka
7360, 7444: Klaus “Eddy” Ackermann weiß zu begeistern, alle Augen sind auf ihn gerichtet.
7335: Zwei Sängerinnen aus dem Chor mit beeindruckenden Soli
7425: Auch diese Solistinnen begeisterten.
7449: Die Zuschauer mit Handyleuchten und hingebungsvoller Begeisterung
7459: Die Band (von links) mit Theo Wolfgang Hanny (Keyboard), Klaus Engl (Schlagzeug), Michael Had (Gitarre) und Alfons Wohlmuth (Bass)










