Interessierte Besucher, angeregte Gespräche und neue Impulse – so lässt sich der Tag des Gesundheitsamtes im Landratsamt Berchtesgadener Land zusammenfassen. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, mit den Fachleuten ins Gespräch zu kommen und sich über die vielfältigen Angebote rund um die Gesundheit und Prävention zu informieren. Zusätzliche Unterstützung vor Ort gab es durch das Bayerische Rote Kreuz (BRK) und Pflegeschüler der KSOB Bad Reichenhall.
Unter dem Motto „Vielfalt für Gesundheit“ standen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamts beim Tag der offenen Tür von 14:00 bis 19:00 Uhr an ihren Aktionsständen für alle Bürgerinnen und Bürger bereit. Insgesamt durften sie rund 100 Besucher begrüßen, darunter auch Landrat Bernhard Kern, Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung und Bezirksrat Georg Wetzelsperger.
Im Bewegungsparcours „Klar bleiben, sicher bleiben!“ konnten die Besucher Auswirkungen verschiedener Rauschzustände nach Alkohol- oder Cannabiskonsum mittels „Rauschbrillen“ nachempfinden: Gleichgewichtsstörungen, Orientierungsverlust, eingeschränktes Sichtfeld. Die verschlechterte Feinmotorik führte beim „Abschlusstest“ mitunter dazu, dass das Probe-Fahrradschloss gar nicht mehr getroffen wurde. Die meistgehörte Reaktion: Lieber gar nicht oder nur wenig konsumieren.
Im Sportraum des Tags des Gesundheitsamtes drehte sich alles um das Thema Bewegung. Besucherinnen und Besucher informierten sich über die Aktion „Sport vereinT“ – Vereinsgutscheine für Erstklässler und tauschten sich darüber aus, welche Sportarten derzeit besonders gefragt sind oder gerne einmal ausprobiert werden würden. Für zusätzliche Bewegung sorgte eine Hula-Hoop-Challenge, bei der die Teilnehmenden ihr Können unter Beweis stellten. An einer Fotowand mit sportlichen Requisiten konnten die Besucher zudem ein sportliches Erinnerungsfoto machen.
Am Aktionsstand „Schwanger – und wie geht’s weiter?“ luden die Mitarbeiterinnen der Schwangerenberatungsstelle dazu ein, sich beim Wickeln von Babypuppen mit Stoffwindeln auszuprobieren. In angenehmer und lockerer Atmosphäre entstanden viele offene, interessante und informative Gespräche zwischen den Mitarbeiterinnen und den Gästen, in denen zum Beispiel auch über die gravierenden Auswirkungen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft aufgeklärt werden konnte. Außerdem wurden die zentralen Aufgaben der Schwangerschaftsberatungsstelle, wie z. B. die Beratung von schwangeren Frauen und werdenden Vätern und von Eltern von Kleinkindern oder das Angebot von Workshops zur sexuellen Bildung an Schulen ausführlich dargestellt.
Die Gesundheitsregionplus informierte besonders über das wichtige Thema der Demenzprävention. Eigens kreierte Stationen zum spielerischen Gehirnjogging begeisterten Jung und Alt. Die in der Schulgesundheitspflege tätigen Fachkräfte boten unter anderem Sehtests „für Groß und Klein“, Impfpassdurchsichten sowie die Beantwortung genereller Fragen rund um die Kinder- und Kinderzahngesundheit an. In Kooperation mit Pflegeschülerinnen der KSOB Bad Reichenhall wurde die Messung von Vitalwerten wie Blutdruck und Blutzucker angeboten. Bei Auffälligkeiten bestand zugleich das unverbindliche Angebot eines aufklärenden Beratungsgesprächs mit einer Amtsärztin.
Die Hygienekontrolleurinnen und -Kontrolleure boten einen Test der eigenen Sinneswahrnehmungen an. Es gab sowohl verschiedene optische Trübungen, als auch sensorische Geruchsproben zu testen. In zahlreichen Gesprächen wurden offene Fragen der Besucher zum Thema Trinkwasser, Trinkwasserbrunnen und Legionellen besprochen und geklärt. Einen weiteren Aktionsstand informierte über das Thema Händehygiene. Mittels sogenanntem „Glow-Check“ konnte die eigene Händedesinfektion überprüft und sogenannte „Totzonen“ feststellt werden. Korrekte Händehygiene ist vor allem zur Eindämmung von Infektionen im Alltag wichtig.
Über das Schwerpunktthema Hitze- und UV-Schutz informierten sich ebenfalls zahlreiche Besucher: vom „Kofferpacken“ in Sachen Hitze- und Sonnenschutz bis hin zum „Shuffleboard“, anhand dessen die sog. „ABCDE-Regel“ zur Erkennung möglicher Frühanzeichen für Hautkrebs Anwendung fand. Besonderen Anklang fand auch das Angebot des BRK, die eigenen Kenntnisse zur Ersten Hilfe wieder aufzufrischen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher probierten sich an der Herzdruckmassage und informierten sich zu den wichtigsten Regeln für Ersthelfer. Auch der Einsatz eines Defibrillators konnte vor Ort getestet werden.
Nach dem Motto „Mund auf – Stäbchen rein – Spender sein!“ bestand zudem die Chance, mit einer freiwilligen DKMS-Knochenmarkstypisierung schwerkranken Menschen zu helfen. Erfreulicherweise wurde die Aktion von Besuchern angenommen und es konnten Neuspender gewonnen und in der Datenbank registriert werden.
Zur Erfrischung zwischendurch lud das „Gesundheits-Bar-Adies“ – die Sansibar des Kreisjugendrings BGL – mit alkoholfreien Cocktails zu lockeren Gesprächen mit Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes oder anderen Besuchern ein. Als Erinnerung an den Besuch im Gesundheitsamt konnte man in einem eigens verzierten Spiegel ein Erinnerungsfoto machen. Für alle fleißigen und aufmerksamen Besucher gab es zudem eine besondere Belohnung am Ende des Parcours: eine Tüte selbstgemachtes Popcorn sowie die Gewinnchance auf eine Obsttüte.
Insgesamt blickt man im Gesundheitsamt Berchtesgadener Land positiv auf die Veranstaltung: eine erfolgreiche und gelungene Premiere, mit viel positivem Feedback von allen Besucherinnen und Besuchern. Auch in den kommenden Jahren soll der Tag des Gesundheitsamts wieder genutzt werden, um die vielfältigen Dienstleistungen vorzustellen, die aus der täglichen Arbeit des Gesundheitsamts entstehen.
Bericht und Bilder: LRA BGL
-Landrat Bernhard Kern am Aktionsstand „Sport vereinT“, Stimmungsbildabfrage gelebte Sportarten
-Auszug aus dem Aktionsstand „Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein.“ der Deutscheknochenmarkspenderdatei (DKMS)
-Gesundheitsregionplus inkl. Aktionsstand: „Gehirnjogging – geistig in Bewegung bleiben“
-Aktionsstand „Hygiene liegt in unseren Händen“, mit der Aktion „Glow-Check“.
Aktionsstand „UV Strahlung sieht man nicht- Ihre Folgen schon“. Bezirksrat Georg Wetzelsperger im Duell mit einer Bürgerin beim Hautkrebs-Shuffleboard









