Wirtschaft

Projekt “Talent Gateway”

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Im Rahmen einer Delegationsreise der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reema Alabali Radovan bot sich die Gelegenheit, das Projekt „Talent Gateway“ an der Schule Kiambu National Polytechnic (KINAP) vorzustellen. Vor Ort konnte die Ministerin verschiedene Ausbildungsstationen besichtigen und sich ein umfassendes Bild von den praxisnahen Lerninhalten machen.

In einem Austausch mit den Auszubildenden hat die Bundesministerin vertiefte Einblicke in die Struktur des Projekts sowie in die Motivation der angehenden Auszubildenden gewonnen. Dabei wurde deutlich, mit welchem Engagement und welcher Zielstrebigkeit die jungen Menschen aus Kenia ihre berufliche Zukunft gestalten wollen. Sie hob hervor, dass solche Initiativen für beide Seiten gewinnbringend sind: Sie unterstützen Betriebe dabei, dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen, und eröffnen gleichzeitig hochqualifizierten jungen Menschen aus Kenia neue berufliche Perspektiven.

Besonders betonte sie die zentrale Rolle verlässlicher Partner, die diese Brücken zwischen den Ländern bauen, begleiten und nachhaltig stärken. Ohne dieses Zusammenspiel aus Organisationen, Betrieben und unterstützenden Institutionen wären Projekte dieser Art nicht möglich. Darüber hinaus äußerte sie den Wunsch, dass Programme wie Talent Gateway künftig nicht nur in Bayern, sondern jungen Menschen in ganz Deutschland den Einstieg in Ausbildung und Beschäftigung zu ermöglichen. Solche Modelle können einen wichtigen Beitrag leisten, um dem Fachkräftemangel langfristig und strukturiert zu begegnen.

Das Projekt Talent Gateway wird von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ Kenia) finanziert und mit großem Engagement umgesetzt. Sie trägt maßgeblich dazu bei, dass die verschiedenen Prozesse und Partner erfolgreich ineinandergreifen. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie sehr sich das Recruiting in Bayern bereits verändert hat: Aktuell absolvieren in Bayern 11.242 junge Menschen eine Ausbildung im Gastgewerbe – rund 40 Prozent von ihnen kommen aus dem Ausland. Auch bundesweit liegt der Anteil internationaler Mitarbeitender in dieser Branche bei etwa 40 bis 50 Prozent. Das macht deutlich: Die Zukunft des Gastgewerbes ist ohne internationale Talente kaum denkbar.

Und genau hier setzen Projekte wie dieses an. Sie schaffen Perspektiven – für junge Menschen, die motiviert sind, ihren beruflichen Weg in Deutschland zu gehen. Gleichzeitig geben sie Betrieben die Chance, auch in Zukunft das leisten zu können, was das Gastgewerbe ausmacht: Menschen willkommen zu heißen und ihnen besondere Erlebnisse zu bieten.

Bericht: Hotel- und Gaststättenverband /Foto: GIZ Kenia   – V.l. John K. Tuwei, Director International Projects State Department TVET, Sebastian Groth, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kenia, Samuel Waititu, Chief Principal, The Kiambu National Polytechnic (KINAP), Horst Bauernfeind, Projekt Manager, GIZ Kenia, Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, Catherine Karanja, Geschäftsführerin Berufsbildung und Fachkräftesicherung, Horst Bauernfeind, Projekt Manager, GIZ Kenia, künftige Auszubildende.

 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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