Im gesegneten Alter von 93 Jahren verstarb nach kurzer Krankheit im Klinikum Rupert Hamberger („Elander“) aus Altenmarkt in der Gemeinde Neubeuern. Das Elanderanwesen war sein Zuhause, wo er zusammen mit seinem Bruder Anton aufwuchs. Es blieb sein Domizil über sein gesamtes Leben.
Nach der Schulzeit besuchte er die Landwirtschaftsschule und fand dann Arbeit in landwirtschaftlichen Betrieben. Später wechselte er in den Dienst der Deutschen Bahn, wo er bis zum Ruhestand tätig war. Zurückhaltung, Stille und Freundlichkeit waren seine Wesenszüge. Verlässlichkeit zeichnete ihn aus. Aus einer fast 60-jährigen Ehe – in wenigen Wochen hätte man dieses Fest begehen können – gingen ein Sohn und eine Tochter hervor; zwei Enkelkinder gehören weiter zur Familie. Die Pflege des häuslichen Anwesens und die Gartenarbeit bestimmten sein Handeln.
Der Natur verbunden war die Fischerei sein Hobby. Lange Jahre war er Mitglied im Fischereiverein Rosenheim. Seine Verbundenheit zur Dorfgemeinschaft zeigte sich in der Mitgliedschaft beim Trachtenverein Edelweiß Neubeuern, bei der Freiwilligen Feuerwehr und der Katholischen Arbeitnehmerbewegung. Die Glaubensgemeinschaft war dem gläubigen Katholiken sehr wichtig; der Gottesdienstbesuch war ihm ein inneres Bestreben. Pfarrer Christoph Rudolph sprach die Gebete; Chor und Orgel begleiteten die Trauerfeier. Angeführt von den Vereinsfahnen trugen vier Nachbarn den Sarg zur Grabstelle, wo er der geweihten Erde übergeben wurde.
Text: Thomas Schwitteck / Sterbefoto: Rupert Hamberger


