Nur wenige Tage zuvor war das Festzelt in Nußdorf noch bis auf den letzten Platz gefüllt. Musik, Tanz, Tracht, Feststimmung, Begegnungen und unzählige schöne Momente prägten das 106. Gaufest des Bayerischen Inngau-Trachtenverbandes und das 130-jährige Gründungsfest des GTEV „Alpenrose“ Nußdorf. Nun ist an gleicher Stelle wieder eine ganz andere Arbeit zu sehen: Der Abbau hat begonnen.

Stück für Stück verschwindet das große Festzelt wieder aus dem Nußdorfer Ortsbild.
Wo am Festsonntag tausende Trachtler zusammenkamen, wo gefeiert, getanzt, musiziert und gedankt wurde, stehen nun Hebebühnen, Traktoren, Stapler und viele helfende Hände im Mittelpunkt. Stück für Stück verschwindet das große Festzelt wieder aus dem Ortsbild. Planen werden gelöst, Gestänge abgebaut, Material sortiert und verladen. Was in wochenlanger Vorbereitung aufgebaut wurde, muss nun in kurzer Zeit wieder geordnet, gesichert und weggebracht werden.

Nach den Festtagen begann für viele Helfer noch einmal die schwere Arbeit des Abbaus.
Auch dieser Teil gehört zu einem großen Fest dazu. Nach den festlichen Tagen zeigt sich noch einmal, wie viel Arbeit hinter einer solchen Veranstaltung steckt. Viele Helferinnen und Helfer des Trachtenvereins und aus der Dorfgemeinschaft packten nochmals kräftig mit an. Ohne diesen Einsatz im Hintergrund wäre ein Fest dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.

Gerade beim Abbau wird sichtbar, was während der Festtage oft nur am Rande wahrgenommen wird: Ein Gaufest lebt nicht allein von Musik, Tanz und schönen Bildern, sondern vor allem von Menschen, die Verantwortung übernehmen, zupacken und bis zum Schluss dableiben.

So kehrt in Nußdorf nach und nach wieder Ruhe ein. Das Festzelt verschwindet, die Spuren der großen Festtage werden weniger. Die Erinnerung an dieses besondere Gaufest aber wird bleiben.
Beitrag & Fotos: Rainer Nitzsche


