Land- & Forstwirtschaft

ELF Oberbayern besuchte FLM Amerang

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Der ELF Bezirksverband Oberbayern besuchte kürzlich das Freilichtmuseum Amerang und erhielt dabei eindrucksvolle Einblicke in die ländliche Alltagsgeschichte vor langer Zeit, welche oftmals mühselig und hart war. Das am Rande der Gemeinde Amerang im nördlichen Landkreis Rosenheim gelegene Museum ist eine bedeutende Einrichtung des Bezirk Oberbayern.

Die Ursprünge des Museums reichen bis in die 1960er Jahre zurück: Der Wasserburger Unternehmer und damalige Bundestagsabgeordnete Josef Bauer setzte sich früh für die Errichtung eines Bauernhausmuseums ein. Gemeinsam mit dem Heimatpfleger Theodor Heck wurden erste Ideen entwickelt, die schließlich in den 1970er Jahren konkretisiert wurden. Der 1972 gegründete „Verein Bauernhausmuseum Ostoberbayern e.V.“ trieb das Projekt mit großem ehrenamtlichem Engagement voran.

Nach anfänglich erfolgreichen Jahren stellte die Finanzierung eine Herausforderung dar, sodass der Bezirk Oberbayern schließlich die Trägerschaft übernahm. Mit Erweiterungen, neuen Exponaten und dem Ausbau der Infrastruktur entwickelte sich das Museum kontinuierlich weiter.

Heute umfasst das Gelände fast 20 historische Gebäude, die originalgetreu wieder aufgebaut wurden und anschaulich das Leben und Arbeiten der ländlichen Bevölkerung vergangener Jahrhunderte dokumentieren. Thematische Ausstellungen und eine umfangreiche Sammlung zur Alltagskultur vertiefen die Einblicke. Das Museum verfolgt dabei konsequent das Ziel, kulturelles Erbe zu bewahren und nachhaltiges Handeln in ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht umzusetzen.

Ein wichtiger Partner ist der Förderverein des Museums, der durch ideelle und materielle Unterstützung zahlreiche Projekte ermöglicht.

Im Rahmen des Besuchs erhielt der ELF-Bezirksverband eine fachkundige Führung durch Franz Lexa mit spannenden Einblicken in das oftmals sehr entbehrungsreiche Leben früherer Generationen. Besonders eindrucksvoll war die Vorführung in der historischen Seilerwerkstatt durch Elisabeth Alexy.

„Vorm Dreck derf da ned grausen, sonst kemma ned hausen. Vom Putzen und kehrn, konnst di ned ernährn.“ – dieses zeitgenössische Zitat verdeutlichte eindrucksvoll die Lebensrealität der damaligen Bevölkerung.

Ein herzlicher Dank gilt Bezirksrätin Marianne Loferer und Bezirksrat Matthias Eggerl für die Einladung. Ein weiterer Dank geht an den Vorsitzenden des Fördervereins und ELF-Mitglied Sebastian Friesinger, MdL für die vielen zusätzlichen Informationen sowie die kulinarische Begleitung des Vormittags. Weitere Informationen zum Freilichtmuseum und dem Förderverein finden Sie: https://www.flm-amerang.de/

Bericht und Bilder: Sonja Aigner, Schriftführerin ELF-Bezirksverband OBB

 

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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