Anlässlich der Landesversammlung des Bayerischen Trachtenverbandes füllte sich das Marienmünster in Deggendorf am vergangenen Sonntag, den 27. September, bis auf den letzten Platz. Unter der Federführung des Trachtengaus Niederbayern und mit großem organisatorischem Einsatz des Heimat- und Volkstrachtenvereins „Die Perlbachtaler Edenstetten“ erlebten die Gläubigen und Trachtler aus ganz Bayern einen tief berührenden Festgottesdienst, der ganz im Zeichen von Brauchtum, Heimatverbundenheit und christlichem Glauben stand.
Eine besondere, heimatverbundene Note erhielt die Liturgie durch die durchgehende Nutzung der bayerischen Mundart: „Das gesamte Hochamt wurde auf Boarisch gestaltet.“ Selbst das Vaterunser sowie die Fürbitten erklangen in der vertrauten Heimatsprache, was der Feier eine spürbar herzerwärmende und nahe Atmosphäre verlieh. Auch musikalisch wurde dem Anlass höchstes Niveau geboten. Auf der Empore wechselten sich die Musiker und der Chor des Trachtenvereins Osterglocke stimmungsvoll mit den Perlbachtaler Sängern ab. Die volksmusikalischen Klänge und der feinfühlige Gesang erfüllten den Kirchenraum des Marienmünsters und boten den Anwesenden Momente innegehaltener Andacht.
Inhaltliches Herzstück des Gottesdienstes war der Dialog zwischen Altar und Gemeinderaum. Die inspirierende und prägnante Predigt des Kaplans der Pfarrei Maria Himmelfahrt traf den Nerv der Zeit. Er beleuchtete die unverzichtbare Rolle des Ehrenamts für den Zusammenhalt in der Gesellschaft und betonte, wie tief echtes Brauchtum im christlichen Glauben verwurzelt ist. Darauf folgte eine andächtige Erwiderung durch die Vorsitzende der Perlbachtaler, die den Dank der Trachtlergemeinschaft ausdrückte und das Versprechen erneuerte, Werte wie Heimatliebe, Tradition und Gemeinschaftssinn auch für kommende Generationen lebendig zu halten. Mit dem feierlichen Auszug der zahlreichen Fahnenabordnungen endete ein Gottesdienst, der den Anwesenden sicher noch lange als kraftvolles Zeichen bayerischer Identität und gelebter Glaubensfreude in Erinnerung bleiben wird.
Bericht: Margit Stein-Schiller / Fotos: Hötzelsperger (Eindrücke vom Gottesdienst und Kirchenzug mit Teilnahme zahlreicher Fahnenabordnungen)

























