Tourismus

Von Pelham nach Almertsham: Bayerisches Voralpenland als Alternative zu Alm- und Bergwanderungen

Veröffentlicht von Günther Freund

Bewegung ist auch im Alter wichtig. Radfahren, Almwanderungen oder Bergtouren halten fit und machen Freude. Mit über 80 darf es aber auch einmal eine gemütlichere Wanderung durch das bayerische Voralpenland sein. Eine schöne Möglichkeit ist beispielsweise die Tour von Pelham nach Almertsham.

Wir starten beim Restaurant „Seeblick“ am  Pelhamersee. Gleich zu Beginn geht es ein Stück bergauf. Kurz vor der Kuppe erwartet uns ein besonders schöner Anblick: Eine Reiterin vor der Kulisse von Höslwang.

Oben angekommen, wendet sich der Weg nach links und verläuft nun weitgehend eben. Und dann öffnet sich ein beeindruckendes Panorama: Von Staufen und Zwiesel über Hochfelln, Hochgern, Kampenwand und Zellerwand reicht der Blick bis zur Hochries, zum Feichteck und zum Heuberg.

An der nächsten Abzweigung halten wir uns rechts. Kurz darauf kommen wir an eine weitere Weggabelung, bei der es rechts nach Wimpersing geht. Wir biegen diesmal links ab und gelangen auf eine lange Gerade durch das Brandfilz. Nach einem Rechtsbogen führt der Weg durch das Moosfeld zum ausgeschilderten Wasserburger Radrundweg. Rechts geht es nach Zunham, links zur RO 12. Auf dem Radweg entlang der RO 12 ist es nicht mehr weit bis Almertsham.

Wir spazieren durch das Dorf und wollen nach dem Wirtshaus Ausschau halten. Doch daraus wird nichts: Der Akku meines Smartphones ist leer – offenbar hat es sich über Nacht nicht aufgeladen. Dumm gelaufen, denn die geplante Rundtour hatte ich auf das Handy geladen. Die weitere Strecke verläuft teilweise auf unmarkierten Wegen, und ohne meinen BayernViewer finde ich mich dort nicht zurecht.

Also bleibt nichts anderes übrig, als auf demselben Weg wieder nach Pelham zurückzugehen. Was zunächst wie ein Missgeschick aussieht, erweist sich allerdings als gar nicht so schlecht: Die Landschaft und die Ausblicke wirken in der Gegenrichtung wieder ganz anders und sind erneut sehenswert.

Zurück im Restaurant „Seeblick“ lassen wir die Wanderung auf der Seeterrasse gemütlich ausklingen. Wir bedienen uns am Salatbuffet und schauen den Badegästen im See unterhalb des Restaurants beim Schwimmen zu. Das Wasser scheint noch gar nicht so kalt zu sein. Da bedaure ich beinahe, dass ich keine Badehose eingepackt habe.


Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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