Tourismus

Biber, Šumava und Sonnengesang

Veröffentlicht von Günther Freund

Spannende Führungshighlights im Nationalpark Bayerischer Wald

Viele spannende Führungshighlights gibt’s auch wieder am kommenden Wochenende im Nationalpark Bayerischer Wald. Zweimal geht’s zu den Nachbarn in den Nationalpark Šumava, einmal steht Sonnengesang auf dem Plan und auch der Biber wird in den Fokus gerückt.

Den tierischen Auftakt gibt’s am Samstag, 11. Juli, mit Nationalparkförster Till Clos. Unter dem Titel „Biber, der Ökosystemdienstleiter“ ist eine leichte Radtour geplant. Dabei steht ein spannender Besuch bei einem der bedeutendsten Baumeistern der Natur an. Der Biber gilt als fleißiger Wasserbauer, der ganze Landschaften verändern kann, was im Nationalpark an einigen Orten gut zu beobachten ist. Wie sich die Aktivität der fleißigen Nager auf die Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen im Hinblick auf den Klimawandel auswirken kann, erklärt Till Clos mit den Teilnehmern der geführten Radtour. Er spricht auch über Lösungsansätze, um Konflikte mit menschlicher Infrastruktur zu vermeiden. Start der rund dreistündigen und etwa 20 Kilometer langen Tour ist in Mauth.

Pilgern zur Racheldiensthütte steht einen Tag später, am 12. Juli, auf dem Programm. Die meditative Wanderung mit Diakonin Gabi Neumann-Beiler und Waldführer Richard Buchner steht unter dem Titel „Sonnengesang – 800 Jahre Heiliger Franziskus“. In etwa viereinhalb Stunden wird vom Spiegelauer Waldspielgelände zur Diensthütte gewandert, zurück geht’s mit dem Igelbus. Los geht’s um 10 Uhr. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Kirche + Tourismus Bayerwald im evangelisch-lutherischen Dekanat Passau statt.

Ebenfalls am Sonntag, 12. Juli, wird in den Böhmerwald gewandert. Nachdem sich die Teilnehmer um 9:15 Uhr mit Waldführer Richard Gebhardt in Bayerisch Eisenstein getroffen haben, geht’s in Fahrgemeinschaften weiter zum kostenlosen Parkplatz Mechov bei Srní. Von dort führt ein Rundweg über Zelená hora und den Berg Oblík zum Tříjezerní slať (Dreiseenfilz), einem eindrucksvollen Hochmoor. Über die Hauswald-Kapelle geht’s dann zurück zum Ausgangspunkt. Spuren alter Dörfer, Moore und ihre Bewohner sowie die Holztrift als alte Waldbewirtschaftung sind Themen der Wanderung.

Grenzüberschreitend geradelt wird am 12. Juli mit Waldführer Franz Uhrmann von Finsterau aus. Die Tour führt über Buchwald (Bučina) und die Moldauquelle unterhalb des Berges Černá hora zum Březník (Pürstling), von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Rückseite des Lusen hat. Danach geht es durch das Tal des Maderbaches nach Mader (Modrava) und weiter entlang des Rachelbaches zum Hochmoor Tříjezerní slať (Dreiseenfilz). Nächstes Ziel ist der 1315 Meter hoeh Poledník (Mittagsberg), einer der höchsten Gipfel im Nationalpark Šumava mit seinem weithin sichtbaren Aussichtsturm. Der Chinitz-Tettau-Kanal, ein historischer Triftkanal, zeugt von der früheren Art der Holznutzung und führt zurück nach Modrava. Über Kvilda und Bučina wird wieder der Ausgangspunkt erreicht. Gestartet wird um 9 Uhr.

Die jeweiligen Treffpunkte erfahren die Teilnehmer bei der Anmeldung. Mitzubringen sind dem Wetter angepasste Kleidung, festes Schuhwerk, ausreichend Verpflegung sowie bei Šumava-Touren der Ausweis. Bei Radtouren besteht Helmpflicht.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung beim Nationalpark Führungsservice via nationalpark@fuehrungsservice.de oder 0800 0776650 möglichst frühzeitig erforderlich, spätestens jedoch einen Tag vorher bis 17 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen bis 13 Uhr.


Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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