Bergluft mit Geschichte – Almen und Alpen unter Denkmalschutz bewahren jahrhundertealtes Wissen über das Leben und Arbeiten in den Bergen. Sie sind Zeugen traditioneller Baukultur und heute lohnende Ausflugsziele.
Funktional mussten sie sein, den Extremen der Natur standhalten und aus Materialien errichtet, die vor Ort in ausreichenden Mengen vorhanden waren: die Alm- und Alpgebäude in den bayerischen Bergen. Während man in Oberbayern von Almen spricht, heißen sie im Allgäu meist Alpen. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) stellt fünf denkmalgeschützte Almen und Alpen aus Oberbayern und Schwaben vor, die bis heute von der jahrhundertealten Nutzungsgeschichte der Alpen zeugen und an eine Zeit erinnern, in der das Leben dort von harter Arbeit, handwerklichem Können und den Rhythmen der Jahreszeiten bestimmt war.
„Unsere denkmalgeschützten Almen sind weit mehr als idyllische Postkartenmotive. Sie sind lebendige Zeugnisse unserer Kulturgeschichte. Menschen haben diese funktionalen Bauten so konstruiert, dass sie Jahrhunderte unter Extrembedingungen überstanden haben. Von diesen Denkmälern lesen wir heute nicht nur die Geschichte der Alm- und Alpwirtschaft ab, sie zeugen auch von Handwerkskunst und einer beeindruckenden Genügsamkeit der frühen Älpler“, sagt Generalkonservator Prof. Mathias Pfeil vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.
Bericht und Foto: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege


