Wirtschaft

Bayerns landwirtschaftliche Grundstücke

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Ein Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche kostet in Bayern im Jahr 2025 durchschnittlich 79 833 Euro

Für das Jahr 2025 ermittelte das Bayerische Landesamt für Statistik auf Basis der Meldungen der bayerischen Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte den Verkauf von 6 850 landwirtschaftlichen Grundstücken (ohne weitere Gegenstände, Rechte und Pflichten) mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 9 147 Hektar, das sind 885 mehr als im Vorjahr. Mit 1 634 landwirtschaftlich genutzten Grundstücken werden in Unterfranken die meisten Verkaufsfälle gezählt, die wenigsten in der Oberpfalz (593 Grundstücke).

Damit wechseln im Freistaat im Jahr 2025 landwirtschaftlich genutzte Grundstücke im Wert von insgesamt 730,2 Millionen Euro die Eigentümerin bzw. den Eigentümer. Im Durchschnitt bedeutet dies einen Kaufwert von 79 833 Euro je Hektar (7,98 Euro je Quadratmeter) und eine durchschnittliche Fläche je Veräußerungsfall von 1,34 Hektar.

58,1 Prozent der verkauften landwirtschaftlichen Grundstücke im Freistaat haben eine Fläche von weniger als einem Hektar, lediglich 3,5 Prozent der Grundstücke weisen eine Fläche von mindestens fünf Hektar auf. Insbesondere in Mittelfranken werden überdurchschnittlich viele große landwirtschaftliche Grundstücke mit mindestens fünf Hektar veräußert (46 Grundstücke bzw. 6,0 Prozent aller landwirtschaftlichen Grundstücke in Mittelfranken). In Unterfranken hingegen werden die meisten kleinen Grundstücke mit weniger als 0,25 Hektar landwirtschaftlicher Fläche verkauft (484 Grundstücke bzw. 29,6 Prozent aller landwirtschaftlichen Grundstücke in Unterfranken).

Zwischen den Regierungsbezirken zeigen sich bei den durchschnittlichen Preisen je Hektar deutliche Unterschiede. Am teuersten ist der Hektar landwirtschaftliche Fläche in Oberbayern (143 222 Euro je Hektar). In Oberfranken zahlt man hingegen im Durchschnitt nur 30 403 Euro je Hektar. Damit kostet ein Hektar landwirtschaftlicher Fläche in Oberbayern mehr als viermal so viel wie in Oberfranken. In Unterfranken (31 919 Euro je Hektar), Mittelfranken (58 120 Euro je Hektar) und der Oberpfalz (77 122 Euro je Hektar) liegt der durchschnittliche Kaufwert unterhalb des bayernweiten Durchschnitts (79 833 Euro je Hektar). Schwaben mit 91 053 Euro je Hektar und Niederbayern mit 126 805 Euro je Hektar weisen überdurchschnittliche Kaufwerte auf.

Hinweise:
Die Ergebnisse stammen aus der Statistik der Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke. Sie umfasst sämtliche von den Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte gemeldeten Kauffälle von landwirtschaftlich genutzten Flächen, von denen angenommen werden kann, dass sie auch nach dem Kauffall weiterhin – d. h. in einem zumindest überschaubaren Zeitraum – landwirtschaftlich genutzt werden, und zwar ab einer Größe von mindestens 0,1 Hektar, also mindestens 1 000 Quadratmetern bzw. 10 Ar. Es gehen somit in die Statistik die Flächen ein, die in einem Jahr veräußert wurden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es sich bei der Statistik der Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke methodisch um keine echte Preisstatistik handelt, sodass die durchschnittlichen Kaufwerte für einen regionalen und zeitlichen Vergleich nur bedingt aussagekräftig sind. So wird der Verkaufspreis bei jeder Grundstückstransaktion durch andersgeartete kauffallspezifische Eigenschaften wie Bodenqualität, Lage, Grundstücksgröße oder auch familiäre Beziehung zwischen Veräußerer/in und Erwerber/in maßgeblich beeinflusst.

Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht, der voraussichtlich in KW 37 erscheint: „Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke in Bayern 2025“ (Bestellnummer: M1700C 202500). Download als PDF unter: https://www.statistik.bayern.de/statistik/preise_verdienste/preise

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik / Luftaufnahme: Rainer Nitzsche (Blick auf den Samerberg)


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Toni Hötzelsperger

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