Land- & Forstwirtschaft

Bayerns Schweinebestand sinkt

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Nach den endgültigen Ergebnissen der vom Landesamt für Statistik durchgeführten Erhebung über die Schweinebestände zum Stichtag 3. Mai 2026 werden in Bayern insgesamt 2 400 800 Schweine gehalten. Damit sinkt der Schweinebestand im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent. Gleichzeitig werden etwa 170 schweinehaltende Betriebe weniger gezählt als noch im Mai des Vorjahres. Auf jeden Betrieb entfallen im Mai 2026 durchschnittlich 775 Schweine und damit 31 mehr als im Jahr zuvor.

Fürth. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, beläuft sich nach den end-gültigen Ergebnissen der Schweinebestandserhebung zum Stichtag 3. Mai 2026 die Zahl der Schweine in Bayern auf 2 400 800 Tiere. Das sind 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der Schweinehaltungen ist gegenüber dem Vorjahr um 170 Betriebe gesunken. Ungebrochen ist der Trend hin zu größeren Betrieben: Auf jeden Betrieb entfallen im Jahr 2026 durchschnittlich 775 Schweine, 31 mehr als im Jahr zuvor und 151 mehr als noch im Jahr 2016.

Bestandszunahme bei Ferkeln und Jungschweinen, weniger Mastschweine und Zuchtsauen
Die Ferkelbestände verzeichnen eine Zunahme um 1,0 Prozent auf nunmehr 688 100 Tiere. Der Bestand an Jungschweinen bis 50 kg Lebendgewicht nimmt um 16,4 Prozent auf 470 800 Tiere zu.

Der Bestand an Mastschweinen sinkt im Vergleich zum Vorjahr um 8,7 Prozent auf 1 084 800 Tiere. Mit einem Minus von 10,2 Prozent nimmt dabei der Bestand an Mastschweinen mit einem Lebendgewicht von 80 kg bis unter 110 kg am stärksten ab, der Mastschweinebestand von Tieren mit 110 kg oder mehr Lebendgewicht steigt um 2,1 Prozent auf 113 600 Tiere an.

Der Bestand an Zuchtsauen mit 50 kg oder mehr Lebendgewicht nimmt im Vergleich zum vergangenen Jahr um 1,4 Prozent auf 155 800 Tiere ab. Dabei gibt es eine Abnahme bei den trächtigen Sauen um 2,2 Prozent und eine leichte Zunahme bei den nicht trächtigen Sauen um 1,1 Prozent. Hier sind es vor allem die Jungsauen, die zu diesem Rückgang führen: Trächtige Jungsauen nehmen zum Vorjahr um 12,8 Prozent (-2 300 Zuchtsauen) und noch nicht trächtige Jungsauen um 9,0 Prozent (-1 500 Zuchtsauen) ab.

Größenklassen: Über die Hälfte des Bestandes in Betrieben mit 1 000 bis unter 5 000 Tieren pro Betrieb
Von den 3 100 Betrieben haben rund 970 Betriebe 1 000 oder mehr, aber weniger als 5 000 Tiere. In diesen Betrieben werden mit 1 458 300 Schweinen über die Hälfte der bayerischen Bestände gehalten (60,7 Prozent). Der mit Abstand höchste prozentuale Rückgang bei den Betrieben zeigt sich bei den kleinen Betrieben mit bis zu 99 Schweinen, er beträgt 14,7 Prozent. Danach folgen die mittelgroßen Betriebe mit 500 bis 999 Schweinen, die einen Rückgang von 9,1 Prozent zu verzeichnen haben.

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Archiv-Foto: Hötzelsperger (Ausstellung Grüne Woche in Berlin)

Hier sehen Sie eine Tabelle mit endgültigen Ergebnissen der Schweinebestandserhebung in Bayern zum Stichtag 3. Mai 2026 nach Schweinearten. - Öffnet große Ansicht
Hier sehen sie endgültige Ergebnisse der Schweinebestandserhebung in Bayern zum Stichtag 3. Mai 2026 nach Betriebsgrößen. - Öffnet große Ansicht
Hier sehen sie eine Tabelle mit einem zeitlichen Entwicklung der Betriebe mit Haltung von Schweinen und Schweinebestand insgesamt in Bayern - Öffnet große Ansicht

Hinweise:
Aufgrund methodischer Anpassungen kommt es bei dieser Erhebung zu höheren Abweichungen zwischen vorläufigen und endgültigen Ergebnissen.

Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht, der vorrausichtlich in acht Wochen erscheint: „Viehbestände in Bayern 2026 – Viehzählung im Mai“ (Bestellnummer: C3122C 202600).


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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