Nationalpark-Führungsprogramm lädt zu besonderen Naturerlebnissen ein
Ende August bietet das Nationalpark-Führungsprogramm erneut vielfältige Möglichkeiten, das Schutzgebiet zu entdecken. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Besuch der historischen Schachten, eine Wanderung auf dem Goldsteig sowie zwei Wander- und Radtouren durch die grenzüberschreitende Wildnis.
Zu einer besonderen Verbindung von Natur- und Kulturgeschichte lädt die Führung „Zwischen Schachten und Stall“ am Mittwoch, 26. August, ein. Diese richtet sich in erster Linie an Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Treffpunkt ist um 9 Uhr das Bauernhaus-Museum in Lindberg. Von dort fahren die Teilnehmer in Begleitung des Rangers Thomas Drexler in Kleinbussen zum Hochschachten, danach geht es auf dem Rundweg zu Fuß weiter. Auf der rund zweistündigen Wanderung zeigt der Ranger seltene Tier- und Pflanzenarten, erläutert Hintergründe zur Philosophie „Natur Natur sein lassen“ und gibt spannende Einblicke in aktuelle Naturschutzthemen. Eine gewisse Geländegängigkeit ist für den Rundweg erforderlich, die Wanderung selber stellt aber keine besondere Herausforderung dar.
Direkt im Anschluss an die Schachtenexkursion wartet Josef Winter, der Vorsitzende des Fördervereins Bauernhausmuseum Lindberg, auf die Teilnehmer und bietet eine Führung durch das Museum an. Für den Museumsbesuch sind Eintrittsgebühren einzuplanen, im Café des Bauernhausmuseums besteht anschließend die Möglichkeit zur Einkehr.
Ebenfalls am Mittwoch, 26. August, führt eine Veranstaltung aus der Reihe „Nationalpark und Schöpfung“ durch den Wald bei Neuschönau. Von 14 bis 16:30 Uhr laden Förster Werner Kirchner und Kurseelsorger Sascha Albrecht zu einer leichten, meditativen Wanderung zum Thema „Wald im Wandel“ ein. Treffpunkt ist der Parkplatz Fredenbrücke bei Waldhäuser. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Einkehr in der Racheldiensthütte. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Kirche + Tourismus Bayerwald im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Passau statt.
Eine besonders eindrucksvolle Wanderung unter dem Motto „Auf dem Goldsteig von Mauth zum Lusen“ erwartet die Teilnehmer am Samstag, 29. August. Gemeinsam mit Goldsteig-Wegemanager Uwe Stanke und Nationalparkmitarbeiter Gregor Wolf führt die rund 13,5 Kilometer lange Strecke von Mauth über die Steinbachklause und den Tummelplatz hinauf zum 1373 Meter hohen Lusen. Nach einer Einkehr im Lusenschutzhaus geht es zur Waldhausreibe, von wo aus der Igelbus die Gruppe zurück zum Ausgangspunkt bringt. Die Tour beginnt um 10 Uhr und umfasst rund 620 Höhenmeter.
Mit dem Fahrrad über die Grenze geht es von Bayerisch Eisenstein aus am Sonntag, 30. August, um 10 Uhr. Waldführer Richard Gebhardt begleitet die Gruppe durch das Landschaftsschutzgebiet Kochanov und über die Hochebene der Ostružná. Über Hartmanice und das Tal der Otava führt die Strecke weiter nach Dobra Voda mit seiner sehenswerten Kapelle und dem bekannten Glasaltar.
Grenzüberschreitend gewandert wird am Sonntag, 30. August, ebenfalls um 10 Uhr von Finsterau aus. Waldführerin Jutta Pongratz begleitet die Gruppe durch das Finsterauer Filz zur Alten Klause und zur Reschbachklause. Dabei geht es unter anderem um die Bedeutung von Mooren, Wiedervernässung und frühere Formen des Holztransports. Über den Siebensteinkopf führt der Weg zum Grenzübergang und weiter zu den verlassenen Ortschaften Bučina und Knížecí Pláně. Über die Teufelsbachklause kehrt die Gruppe zum Ausgangspunkt zurück. Die mittelschwere Wanderung dauert voraussichtlich bis 16 Uhr.
Der genaue Treffpunkt zu den grenzüberschreitenden Touren wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. Mitzubringen sind jeweils dem Wetter angepasste Kleidung, festes Schuhwerk, ausreichend Verpflegung sowie bei Šumava-Touren der Ausweis. Bei Radtouren besteht Helmpflicht.
Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung beim Nationalpark Führungsservice via nationalpark@fuehrungsservice.de oder 0800 0776650 möglichst frühzeitig erforderlich, spätestens jedoch einen Tag vorher bis 17 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen bis 13 Uhr.


