Natur & Umwelt

Blütenwunder: „Die Königin der Nacht“

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Sie ist eine Königin, und sie zeigt sich nur selten: Die legendäre Pflanze „Königin der Nacht“ fasziniert seit Jahrzehnten Sebastian Hering und seine Frau Heidi. Wer das Glück hat, eine ihrer Blüten zu erleben, versteht sofort, warum dieser Kaktus weltweit als Naturwunder gilt.

Seit rund 40 Jahren begleitet die Pflanze die Eggstätter. „Zu meinem 30er, also vor 34 Jahren, blühte sie das erste Mal“, erinnert sich Sebastian Hering. Seither zeigt sie sich unregelmäßig – manchmal mit einer einzigen Blüte, manchmal mit mehreren, heuer das allererste mal mit sogar sechs Stück. Jede dieser Nächte ist ein Ereignis“. Seine Frau Heidi ergänzt nach der sechsten Blüte zur heurigen Besonderheit: „Die Blüten sind so groß wie ein Volleyball. Bei der sechsten Blüte just am Geburtstag von Sebastian wurden die rund 40 Gäste der Reihe nach auf den Balkon gelotst, um den unvergleichlich wunderbaren Duft genießen zu können, es war eine Mischung aus Vanille und Schokolade.“ – so Heidi Hering.  Auch botanisch ist die „Königin der Nacht“ ein Phänomen. Ihre Blüten öffnen sich nur für eine Nacht, vom frühen Abend bis in die Morgenstunden. In botanischen Gärten wird dieses Schauspiel oft regelrecht gefeiert – besonders, wenn sich viele Blüten gleichzeitig öffnen. Weniger bekannt ist, dass sich einzelne Knospen durchaus auch an verschiedenen Nächten eines Jahres entfalten können. Für Sebastian und Heidi Hering bleibt jede Blüte ein kleines Fest: ein stiller und faszinierender Moment, der zeigt, wie spektakulär und zugleich vergänglich Natur sein kann.

Fotos: Beispiele bisheriger Blüten der „Königin der Nacht“ bei Sebastian und Heidi Hering in Eggstätt.


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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