Noch am Montagabend feierten mehr als 2.000 Gäste gemeinsam im großen Festzelt, einen Tag später begann bereits der Abbau. Nach fünf ereignisreichen Tagen geht die Jubiläumswoche des GTEV „Hochries-Samerberg“ Grainbach zu Ende. Was bleibt, sind viele Erinnerungen – und die Erkenntnis, wie viel Arbeit hinter einem solchen Fest steckt.

Grainbach – Am Montagabend war davon noch nichts zu spüren. Noch einmal war das große Festzelt bis auf den letzten Platz gefüllt. Mehr als 2.000 Besucher waren zum traditionellen Kesselfleischessen gekommen und ließen gemeinsam die Jubiläumswoche zum 130-jährigen Bestehen des GTEV „Hochries-Samerberg“ Grainbach ausklingen.

Noch am Montagabend war das Grainbacher Festzelt mit mehr als 2.000 Gästen gefüllt.

Fünf Tage lang hatte Grainbach gefeiert. Mit Bieranstich und Tag der Vereine begann die Festwoche, es folgten Bier- und Weinfest, Kinderprogramm und Festabend, ehe der große Festsonntag mit Gottesdienst, Kirchenzug und Festzug zum Höhepunkt wurde. Am Montag gehörte das Festzelt schließlich noch einmal den Einheimischen, Freunden und Gästen des Vereins.
Dann ging alles plötzlich sehr schnell.

Noch am Montagabend war das Grainbacher Festzelt mit mehr als 2.000 Gästen gefüllt.

Wo am Abend zuvor noch Tausende Menschen an langen Tischreihen saßen, Musik erklang und miteinander gefeiert wurde, begann schon wenig später der Abbau. Bänke und Tische verschwanden, Planen wurden gelöst und zusammengelegt, Technik und Einrichtung abtransportiert. Stück für Stück kam unter dem großen weißen Zeltdach wieder das Metallgerüst zum Vorschein.
Auch dabei zeigte sich noch einmal genau das, was die gesamte Festwoche überhaupt erst möglich gemacht hatte: Viele Hände packten gemeinsam an.

Viele freiwillige Helfer sorgten auch nach dem offiziellen Ende der Festwoche dafür, dass aus dem Festplatz wieder eine Wiese wird.

Denn ein Fest dieser Größenordnung beginnt nicht mit dem ersten ausgeschenkten Bier und endet nicht mit dem letzten Musikstück. Lange zuvor waren Planungen notwendig gewesen, Helfer mussten eingeteilt, das Festzelt aufgebaut und geschmückt, Bühnenbild und Festplatz gestaltet, Festwagen vorbereitet, Verpflegung organisiert und unzählige große und kleine Aufgaben erledigt werden.


Während der Festtage ging die Arbeit weiter. In Küche und Ausschank, hinter den Theken, beim Bedienen, Einweisen, Aufräumen und Organisieren waren zahlreiche Helferinnen und Helfer im Einsatz. Vieles davon geschah nahezu unbemerkt von den Besuchern.
Gerade darin liegt die besondere Leistung eines solchen Festes: Was für die Gäste selbstverständlich und reibungslos erscheint, ist das Ergebnis vieler Stunden ehrenamtlicher Arbeit.

Fünf Tage, die bleiben
Für den Trachtenverein und für Grainbach waren es fünf besondere Tage. Tausende Besucher kamen zum Samerberg, Trachtenvereine aus der gesamten Region machten sich am Festsonntag auf den Weg nach Grainbach, Fahnenabordnungen, Musikkapellen, Gebirgsschützen, Pferdegespanne und zahlreiche Festwagen prägten das Bild.
Etwa 2.000 Trachtler versammelten sich allein am Sonntag zum Festgottesdienst und anschließend zum großen Festzug. Viele Zuschauer säumten die Straßen. Das Wetter spielte ebenfalls mit: Bewölkter Himmel sorgte gerade beim Gottesdienst und Festzug für angenehme Temperaturen und ideale Bedingungen.
Dass ein solches Fest friedlich, sicher und in dieser Größenordnung durchgeführt werden konnte, war keineswegs selbstverständlich.
Dazu trugen neben dem Trachtenverein und seinen Helfern viele weitere Beteiligte bei – Musikanten, Feuerwehren, Rettungsdienst, Gebirgsschützen, Gemeinden, Vereine, Unterstützer und zahlreiche Menschen, die an ganz unterschiedlichen Stellen Verantwortung übernahmen.

Wenn nach dem Fest wieder Alltag einkehrt
Nun verschwinden die letzten sichtbaren Zeichen dieser Tage.
Das große Festzelt, das für kurze Zeit Mittelpunkt des Dorflebens war, wird wieder zur grünen Wiese. Die Fahnen werden eingeholt, Wagen und Dekorationen kommen zurück in ihre Unterstände und Werkstätten. Nach Wochen der Vorbereitung und fünf intensiven Festtagen kehrt in Grainbach allmählich wieder Alltag ein.
Vielleicht gehört auch diese leise Phase zu einem großen Fest dazu.
Denn so schnell die Tage vorübergehen, so lange bleiben manche Bilder im Gedächtnis: das voll besetzte Festzelt, der Einzug der Kinder und Trachtler, die vielen Fahnen auf der Festwiese, der Gottesdienst unter freiem Himmel, Pferdegespanne und Samrösser beim Festzug – und vor allem die vielen Menschen, die gemeinsam etwas auf die Beine gestellt haben.

Nach fünf Festtagen wird es wieder still in Grainbach. Die Erinnerungen an das 130-jährige Jubiläum des GTEV „Hochries-Samerberg“ aber werden bleiben.

Beitrag & Fotos: Rainer Nitzsche


Redaktion

Rainer Nitzsche

Als Webseiten-Entwickler bin ich für die Gestaltung und den technischen Betrieb dieser Plattform verantwortlich und versuche, die Seite ständig aktuell und zeitgemäß zu halten.

Als Reportage-Fotograf möchte ich mit wenigen Bildern wiedergeben, was als geschriebener Text vielleicht Bände füllen würde. Es geht um Ereignisberichte in Bildern. Es gilt, schrittweise und in den richtigen Momenten Entwicklung und Ablauf von Ereignissen festzuhalten, die schließlich in einem Höhepunkt gipfeln. Das bedeutet, meine Fotografien sind sehr oft weniger formell und zeigen den Charakter der Menschen eher in einer pose-freien, authentischen Weise, die nicht inszeniert ist.
Mehr Fotos finden Sie auch auf meiner Webseite unter www.rainernitzsche.de

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!