Freizeit Natur & Umwelt

700 große und kleine Besucher werden zu Spechtfans

Veröffentlicht von Günther Freund

Gelungene Traditionsveranstaltung im Waldspielgelände mit Mitmachstationen und Trommelkonzert

Es ist für Familien der Höhepunkt im Veranstaltungskalender des Nationalparks Bayerischer Wald: das Spechtfest. Auch heuer sind über 700 kleine und große Besucher ins Waldspielgelände nach Spiegelau gekommen, um unter dem Motto „Wo der Specht lebt, lebt der Wald“ mehr über die Zimmermänner des Waldes zu erfahren.

Das Team des Nationalparks unter der Federführung von Martin Wagner, darunter auch Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr, Commerzbank-Umweltpraktikanten und Waldführer, die Gemeinde Spiegelau, die Junior-Ranger und der Verein WaldZeit hatten für die traditionsreiche Veranstaltung wieder viele Mitmachstationen vorbereitet. Kreativ sein konnten die Kinder beim Bemalen der Spechtophone sowie beim Erstellen einer Spechtmedaille aus Ton und einer Baumscheibe. Doch auch Wissen rund um Bunt-, Grün-, Schwarzspecht und Co war gefragt, um den Spechtpass mit genügend Stempeln zu füllen und abschließend ein Geschenk zu erhalten. Wer ebenso gut trommeln konnte wie der Specht, kam bei der Station von Musiker Stefan Spatz auf seine Kosten und konnte dort fleißig für das Abschlusskonzert üben. Außerdem war jeder an der Fotobox des Nationalparks dazu eingeladen, ein Erinnerungsbild mit verschiedenen Spechtmotiven mit nach Hause zu nehmen. Und auch beim Bücherflohmarkt der Gemeindebücherei Spiegelau wechselte das ein oder andere Werk seinen Besitzer.

Kreativ sein konnten die kleinen Besucher beim Gestalten der Spechtmedaille

Josef Wanninger, stellvertretender Nationalparkleiter, bedankte sich bei allen, die diesen Nachmittag geplant, organisiert und durchgeführt sowie in den verschiedenen Bereichen mit angepackt hatten – angefangen vom Tischaufbau bis hin zur Wissensvermittlung an den Ständen. Im Mittelpunkt standen dann letztendlich aber die kleinen Gäste. „Mich freut es sehr, dass ihr alle so toll bei den Stationen mitgemacht habt und ihr dabei viel lernen konntet“, richtete er sich an die Kinder. Wanninger ging nochmal auf das Motto des Tages ein. „Wenn man die Stationen gesehen hat, ist es super gelungen, den Kindern zu vermitteln, welche wichtige Aufgabe die Spechte bei uns im Wald haben und was sie für all die anderen Lebewesen leisten.“

Was Spechte fressen, lernten die Kinder bei einem Angelspiel.

Günther Nama, zweiter Bürgermeister der Gemeinde Spiegelau, erklärte, dass es jedes Jahr aufs Neue schön anzuschauen sei, welche Freude die Kinder beim Erkunden der Natur hätten. „Deshalb möchte ich mich herzlich beim Nationalpark für die Organisation und die sehr gute Zusammenarbeit bedanken.“ Nicht wegzudenken sei bei der Veranstaltung auch der EC Edelweiß Spiegelau, der Jahr für Jahr für das leibliche Wohl der Gäste sorgt, sowie die Bergwacht, die sich um die Sicherheit der Gäste kümmerte.

Wie die Spechte trommeln konnten die Kinder beim Konzert mit Musiker Stefan Spatz lernen.

Abschließend gab es für alle Kinder von Josef Wanninger und Günther Nama Geschenke, und zwar bunte Glasspechte an einem Halsband. Und wer nach dem offiziellen Teil dann noch immer nicht genug vom Nationalpark hatte und die Stimmung auf der Waldwiese weiter genießen wollte, hatte dazu noch Gelegenheit – entweder bei einem alkoholfreien Cocktail an der Spechtbar oder am Softeis-Stand.


Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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