Im Juni 2026 erzielt das bayerische Bauhauptgewerbe einen baugewerblichen Umsatz von rund 2,14 Milliarden Euro und somit 11,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Einzig im öffentlichen Hochbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen geht der baugewerbliche Umsatz gegenüber dem Vorjahresmonat leicht zurück. Der Gesamtwert der Auftragseingänge im bayerischen Bauhauptgewerbe liegt im Juni 2026 bei 2,32 Milliarden Euro und damit gegenüber Juni 2025 um 25,0 Prozent höher.
Schweinfurt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, liegt der Umsatz des bayerischen Bauhauptgewerbes im Juni 2026 mit 2,14 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,7 Prozent höher.
Umsatzsteigerung in den meisten Bausparten
In sechs von sieben Bausparten werden im Juni 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat Umsatzzuwächse zwischen 1,3 Prozent im gewerblichen und industriellen Hochbau und
38,7 Prozent im gewerblichen und industriellen Tiefbau verzeichnet. Die größte absolute Steigerung entfällt mit rund 147 Millionen Euro ebenfalls auf den gewerblichen und industriellen Tiefbau.
Im öffentlichen Hochbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen (-0,9 Prozent) liegt der baugewerbliche Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau.
Auftragseingänge steigen ebenfalls
Bei den Auftragseingängen entfällt die größte absolute Steigerung mit rund 268 Millionen Euro auf den gewerblichen und industriellen Hochbau (+77,5 Prozent). Weitere fünf der insgesamt sieben Bausparten verbuchen zwischen 3,0 Prozent und 22,7 Prozent höhere Auftragseingänge als im Vorjahresmonat.
Rückläufige Auftragseingänge werden dagegen einzig im öffentlichen Hochbau für
Organisationen ohne Erwerbszweck verzeichnet. Hier gehen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresmonat um gut 5 Millionen Euro bzw. 24,5 Prozent zurück.
Konstanter Personalstand im Bauhauptgewerbe
Mit den Ende Juni 2026 insgesamt 107 470 Personen im bayerischen Bauhauptgewerbe tätigen Personen liegt der Beschäftigtenstand auf Vorjahresniveau. Die Beschäftigten leisten im Juni 2026 an 21 Arbeitstagen rund 10,7 Millionen Arbeitsstunden und damit 6,6 Prozent mehr als im Juni 2025 mit 19 Arbeitstagen. Das Entgelt steigt gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,3 Prozent auf rund 478 Millionen Euro.
Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Foto: Hötzelsperger
Preisbereinigt moderate Entwicklung im Wohnungsbau – Tiefbau bleibt robuster
Nominal liegen die Auftragseingänge um 47,1 Prozentpunkte über dem Niveau des Bezugsmonats des Basisjahres 2021, preisbereinigt fällt die Steigerung mit 8,6 Prozentpunkten geringer aus. (siehe Grafik 1). Beim Umsatz zeigt sich nominal ein Plus von 21,7 Prozentpunkten gegenüber
Juni 2021, real hingegen ein Minus von 13,5 Prozentpunkten.
Im Wohnungsbau (siehe Grafik 2) liegen die Aufträge im aktuellen Monat real 13,3 Prozentpunkte unter dem Niveau des Juni 2021. Die realen Umsätze unterschreiten den Vergleichswert von 2021 um 36,9 Prozent.
Im Vergleich der Bausparten übertrifft der Tiefbau die Entwicklung von Umsätzen und Auftragseingängen im Hoch- und Wohnungsbau seit März 2023 (siehe Grafik 3). Projekte für die Energie- und Verkehrsinfrastruktur stützen nun schon im vierten Jahr die Gesamtentwicklung des bayerischen Bauhauptgewerbes.
Hinweise:
Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen des Monatsberichts im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Erhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von rechtlichen Einheiten mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.


