Wirtschaft

Bayerns Einzelhandel aktuell

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Nach den vorläufigen Ergebnissen des Bayerischen Landesamts für Statistik zur „Monatsstatistik im Einzelhandel“* wächst der nominale Umsatz im bayerischen Einzelhandel (ohne Kraftfahrzeughandel) im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent und der reale Umsatz um 2,7 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten geht allerdings um 1,4 Prozent zurück.

Im Juni 2026 steigt der nominale Umsatz des Einzelhandels in Bayern gegenüber dem Juni 2025 um 11,4 Prozent und der reale Umsatz um 10,1 Prozent. Treiber des Wachstums ist der „Versand- und Internet-Einzelhandel“.

Schweinfurt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter berichtet, wächst der nominale Umsatz im „Einzelhandel mit Lebensmitteln“ im ersten Halbjahr 2026 um 1,8 Prozent und der reale Umsatz um 0,4 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten des „Einzelhandels mit Lebensmitteln“ sinkt um 0,5 Prozent.

Im „Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln“ nimmt der nominale Umsatz um 4,8 Prozent zu und der reale Umsatz um 3,5 Prozent, die Zahl der Beschäftigten des „Einzelhandels mit Nicht-Lebensmitteln“ geht um 2,0 Prozent zurück. Überdurchschnittlich steigt im ersten Halbjahr 2026 der nominale Umsatz des „Einzelhandels, nicht in Verkaufsräumen, an Verkaufsständen oder auf Märkten (nominal: +7,4 Prozent; real: +6,6 Prozent), darunter wächst der Umsatz des „Versand- und Internet-Einzelhandels“ nominal um fast acht Prozent und real um sieben Prozent.

Im stationären Einzelhandel („Einzelhandel in Verkaufsräumen“) nehmen im ersten Halbjahr 2026 nominaler und realer Umsatz ebenfalls zu: Der nominale Umsatz steigt um 1,6 Prozent und der reale Umsatz um 0,4 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten des stationären Einzelhandels geht um 1,3 Prozent zurück. Unter den Wirtschaftsgruppen des stationären Einzelhandels sinken nominaler und realer Umsatz im „Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren“ sowie im „Einzelhandel mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“.

Folgen des Iran-Krieg an bayerischen Tankstellen weiter spürbar
Der reale Umsatz der Tankstellen geht im ersten Halbjahr 2026 mit -3,2 Prozent zurück, während der nominale Umsatz der Tankstellen um 7,1 Prozent steigt. Im Juni 2026 wächst infolge der Preisentwicklung durch den Irankrieg der nominale Umsatz der Tankstellen mit einem Plus von 10,3 Prozent stark an, deren realer (preisbereinigter) Umsatz erhöht sich um 0,7 Prozent.

Im Juni 2026 steigt der nominale Umsatz des Einzelhandels in Bayern gegenüber dem Juni 2025 um 11,4 Prozent und der reale Umsatz um 10,1 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten des Einzelhandels sinkt im Juni 2026 um 1,6 Prozent. Verantwortlich für den hohen Umsatzanstieg ist der Zuwachs des nominalen und realen Umsatzes des „Versand- und Internet-Einzelhandels“ um jeweils rund ein Fünftel.

Tabelle mit Daten zu Umsatz und Beschäftigen von Geschäftsfeldern rechtlicher Einheiten im Einzelhandel in Bayern - Öffnet große Ansicht

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Foto: Hötzelsperger 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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