Landwirtschaft ohne Landwirtinnen wäre wie Suppe ohne Salz: Es würde etwas Entscheidendes fehlen. Denn Frauen prägen Bayerns Höfe und Dörfer – als Betriebsleiterinnen, Mitunternehmerinnen, Ideengeberinnen, Familienmanagerinnen und starke Stimmen des ländlichen Raums.
Zum UN-Jahr der Landwirtin 2026 rückt das Bayerische Landwirtschaftsministerium deshalb Frauen ins Rampenlicht: In sieben Filmporträts zeigt das Ministerium die Vielfalt von Betriebsleiterinnen im Freistaat – Frauen, die landwirtschaftliche Betriebe mit Herzblut und Unternehmergeist leiten. Neun Frauen – sieben Höfe – eine Botschaft: Landwirtschaft braucht Frauen.
Dazu Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber: „Frauen bringen frische Perspektiven ein und stehen für Innovation, Nachhaltigkeit und unternehmerischen Mut in der Landwirtschaft. Ihre Bedeutung wollen wir sichtbar machen. Unsere sieben porträtierten Betriebsleiterinnen sind so unterschiedlich wie ihre Höfe und haben doch eines gemeinsam: Sie sind Vorbilder und Mutmacher für andere Frauen.“ Das Internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft sei eine große Chance, Geschlechtergerechtigkeit im Agrar- und Ernährungssektor weiter zu stärken, die Leistungen von Frauen herauszustellen und ihnen eine Stimme zu geben. Gerade in Bayern gebe es zahlreiche Erfolgsgeschichten, die zeigten, wie vielseitig, verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert Landwirtschaft heute sei. „Frauen sind das Rückgrat vieler landwirtschaftlicher Betriebe“, so Kaniber.
Die Bäuerinnenstudie des Freistaats Bayern hat deutlich gemacht: Viele Frauen führen Betriebe gemeinsam mit ihrem Partner, auch wenn sich diese Leistung nicht immer in Eigentumsverhältnissen oder in der Agrarstatistik widerspiegelt. Zwar werden im Freistaat nur neun Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe eigenverantwortlich von Frauen geführt. In der täglichen Praxis sind Frauen jedoch häufig die treibende Kraft auf den Höfen. Sie erledigen die Buchhaltung, betreuen Tiere, kümmern sich um Familie und Haushalt und stellen zugleich wichtige Weichen für die Zukunft des Betriebs. Viele von ihnen bauen zusätzliche Betriebszweige auf – etwa Direktvermarktung, Urlaub auf dem Bauernhof, erlebnisorientierte Angebote, soziale Landwirtschaft oder Bauernhofgastronomie. Diese Angebote schaffen häufig eine höhere Wertschöpfung pro Fläche, eröffnen neue Marktchancen und helfen, das Betriebsrisiko zu verringern. Gerade diese Diversifizierung wird vielfach von Frauen angestoßen, entwickelt und mit großem Engagement umgesetzt.
„Wir richten den Fokus auf eine tagtägliche Realität: Frauen gestalten die Landwirtschaft in Bayern entscheidend mit“, sagte Kaniber. Weitere Informationen zum UN-Jahr der Landwirtinnen und die sieben Filmportraits können Interessierte unter https://www.stmelf.bayern.de/landwirtschaft/jahr-der-frauen-in-der-landwirtschaft/ abrufen. Vertiefte Informationen liefert auch das Sonderheft „Frauen in der Landwirtschaft“ des Fachmagazins Schule und Beratung unter https://www.stmelf.bayern.de/service/publikationen/fachmagazin-schule-und-beratung/index.html.
Das Bild zeigt die neun portraitierten Betriebsleiterinnen.
Bericht und Foto: Bayerisches Landwirtschaftsministerium


