Natur & Umwelt

150 Meisterbriefe für Bayerns Gärtner

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Aus Leidenschaft wird Meisterschaft: 150 Gärtnerinnen und Gärtnern erhalten Meisterbriefe   –  Trebgast, Lkr. Kulmbach – Wer Verantwortung übernehmen, junge Menschen ausbilden und die Zukunft aktiv gestalten will, braucht Können, Leidenschaft und Durchhaltevermögen. Genau dafür steht der Meisterbrief, einer der begehrtesten und angesehensten beruflichen Abschlüsse – auch in den „Grünen Berufen“.

Nun haben 35 Gärtnerinnen und 115 Gärtnern ihre Meisterbriefe von Regierungspräsident Florian Luderschmid auf der Naturbühne in Trebgast erhalten. Die 26 Jahrgangsbesten, darunter zwei Fachagrarwirte Baumpflege, erhielten zudem den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung – sprich eine Urkunde nebst Medaille. Alle Absolventen mit Wohn- oder Betriebssitz in Bayern erhalten darüber hinaus den sogenannten Meisterbonus der Bayerischen Staatsregierung. Dieser Bonus – eine finanzielle Anerkennung für die bestandene Meister- oder eine vergleichbare Fortbildungsprüfung in Höhe von derzeit 3.000 €.

„Die Meisterbriefe, die die Absolventen der drei gartenbaulichen Fachschulen in Fürth, Landshut und Veitshöchheim heute bekommen haben, sind der verdiente Lohn für hohe Einsatzbereitschaft. Die frisch gebackenen Gärtnermeisterinnen und -meister haben sich damit optimale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben erarbeitet. Denn ein Meistertitel ist quasi der Ritterschlag am Ende einer anspruchsvollen Ausbildung. Er attestiert herausragende praktische Fertigkeiten, exzellentes Fachwissen und pädagogische Fähigkeiten“, erklärte Ministerin Kaniber, die krankheitsbedingt nicht an der Feierlichkeit teilnehmen konnte, schriftlich. Sie rief die Absolventen dazu auf, die Begeisterung für den Beruf weiterzugeben: „Geben Sie bitte neben Ihrem Fachwissen vor allem die Begeisterung für Ihren Beruf an die nächsten Generationen weiter. Nachwuchswerbung durch die Profis selbst ist für die Betriebe heute unabdingbar.“

In diesem Jahr kommen 105 der neuen Meisterinnen und Meister aus der Fachsparte Garten- und Landschaftsbau, 14 aus dem Zierpflanzenbau, 12 aus dem Bereich Baumschule, 17 aus dem Gemüsebau sowie zwei Staudengärtner. Und nachdem die gartenbaulichen Fachschulen des Freistaates auch jenseits der weiß-blauen Grenzen einen ausgezeichneten Ruf genießen, finden sich dort regelmäßig auch Studierende aus anderen Bundesländern; zum Beispiel dieses Jahr aus Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz und Thüringen.

Angesichts des Klimawandels gewinnen Gärten und Gartenanlagen enorm an Bedeutung: zum Beispiel als kühlende Oasen, die die Lebensqualität steigern. Gleichzeitig schaffen sie wichtige Rückzugsräume für Menschen und Tiere. Deshalb, so Kaniber in ihrer schriftlichen Mitteilung, seien fundierte gartenbauliche Kenntnisse heutzutage wichtiger denn je: „Meine herzliche Bitte an alle neuen Gärtnermeisterinnen und -meister: Engagieren Sie sich in unseren Städten und Gemeinden. Zeigen Sie den Bürgerinnen und Bürgern, wie sie ihre Umgebung trotz Klimawandels lebenswert gestalten können. Beim Anlegen neuer Gärten sollten immer Pflanzen im Vordergrund stehen, nicht Steine. Dadurch finden zum Beispiel Insekten und Vögel auch ein Zuhause.“ Dass das Interesse groß ist, zeige sich nicht zuletzt täglich an den hohen Besucherzahlen im Klimawandelgarten am Landwirtschaftsministerium in München, hieß es in der schriftlichen Erklärung der Ministern abschließend.

Bericht und Foto: Bayerisches Landwirtschaftsmininsterium – Foto Tobias Hase / StMELF –  Foto zeigt den Regierungspräsidenten von Oberfranken, Florian Luderschmid (1. Reihe, 3.v.l.) gemeinsam mit den neuen Meisterinnen und Meistern sowie weiteren Ehrengästen bei der feierlichen Veranstaltung.

Anlagen: Liste der Geehrten

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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