Neustart am Streichen: Markus Schmiedhuber übernimmt den Berggasthof – Anfang September soll der beliebte Berggasthof wieder seine Türen öffnen – der neue Wirt setzt auf regionale Küche, Herzblut und bayerische Wirtshauskultur.
Schleching – Endlich rückt die Wiedereröffnung des Berggasthofs Streichen in greifbare Nähe. Anfang September soll das traditionsreiche Haus wieder Gäste empfangen.
Der neue Wirt steht fest: Markus Schmiedhuber ist in der Gastronomieszene kein Unbekannter. Seit sechs Jahren führt der 39-Jährige erfolgreich ein Hotel mit Restaurant in Engelsberg, seit einem Jahr außerdem ein Landgasthaus in Amerang. Nun erhielt er symbolisch den Schlüssel für den Berggasthof Streichen.
„Es war Liebe auf den ersten Blick“ und „dieser Ort ist einfach magisch“, sagt Schmiedhuber. Dass er überhaupt von der Möglichkeit erfuhr, den Berggasthof zu übernehmen, war – wie schon beim Kauf des Anwesens durch die Stiftungen Kultur Erbe Bayern und die Familienstiftung Thomas und Yvonne Wilde – eher ein glücklicher Zufall. „Ich war bei den Dreharbeiten zur TV-Sendung Mein Lokal, Dein Lokal im Gasthaus Klobenstein, als mir jemand erzählte, dass Augustiner-Bräu einen Wirt für den Streichen sucht. In der Drehpause bin ich gleich hinaufgelaufen. Beim ersten Anblick dachte ich nur: Wahnsinn, so eine tolle Location – daraus muss man etwas machen.“
„Mitten in der Hauptsaison einen Wirt zu finden, ist schwierig – und geeignetes Personal zu gewinnen ebenso“, erklärte Martin Katz von Kultur Erbe Bayern. Umso glücklicher sei man jetzt über diese Lösung. „Das ist eine Win-win-Situation für alle Seiten. Gastronomie an so einem besonderen Ort muss man leben – 24 Stunden am Tag. Wir haben nur einen Schuss, deshalb muss es von Anfang an gut sein.“
Diesen Anspruch teilt auch Markus Schmiedhuber. Für ihn ist der Berggasthof längst zur Herzensangelegenheit geworden. Er möchte seine Gäste mit hochwertigen, traditionellen und saisonalen Gerichten verwöhnen – frisch zubereitet, regional und mit viel Herz. Die Voraussetzungen dafür bringt er mit. Geboren in Kuchl bei Salzburg und aufgewachsen im Raum Rosenheim, sammelte er schon als Kind im Wirtshaus seines Vaters in der Wildschönau erste Erfahrungen. Nach seiner Ausbildung im Landgasthof Gut Apfelkam arbeitete er unter anderem im Travel Charme Hotel Fürstenhaus am Achensee sowie als Chefpatissier in der Residenz Heinz Winkler in Aschau. Am Streichen möchte er die bayerische Wirtshauskultur mit regionalen Produkten und ehrlicher Küche pflegen.
Auch der Kaser ist bereits gefragt. Für Hochzeiten und Geburtstagsfeiern liegen schon erste Buchungen vor. Dort kann Schmiedhuber auf Wunsch auch gehobene Küche anbieten. Zunächst will er jedoch selbst am Herd stehen und herausfinden, was sich seine Gäste am meisten wünschen. Thomas Wilde kündigte außerdem eine weitere Attraktion für Familien an: Hinter dem Berggasthof wird in der kommenden Woche eine acht Meter lange Rutsche für Kinder aufgebaut. Zusammen mit dem neuen „Hutschen-Weg“, der auf romantischen Pfaden mit zwei Riesenschaukeln und mehreren Relax-Liegen zum Berggasthof führt, entsteht ein Ausflugsziel, das Natur, Genuss und Erlebnis miteinander verbindet.
Mit Markus Schmiedhuber beginnt am Berggasthof Streichen ein neues Kapitel. Nach langer Zeit des Wartens kehrt damit wieder Leben an einen Ort zurück, der für viele Menschen weit mehr ist als nur ein Ausflugslokal. Wenn Anfang September die Türen öffnen, dürfen sich Wanderer, Familien und Einheimische gleichermaßen auf gelebte Gastfreundschaft, regionale Küche und die besondere Atmosphäre dieses traditionsreichen Berggasthofs freuen. wun
Text und Fotos: Sybilla Wunderlich
-symbolisch übergibt Pilar Prinzessin zu Salm-Horstmar (Kulturerbe) den Schlüssel an Markus Schmiedhuber Flankiert von links Martin Katz (Kulturerbe) Thomas Wilde (Familienstiftung) und rechts von Ralf Schömig und Alfons Maier (Augustiner Bräu)
-Der neue Wirt und die Eigentümer v.l. Martin Katz, Pilar Prinzessin zu Salm-Horstmar, Thomas Wilde, Markus Schmiedhuber
-Markus Schmiedhuber in seiner neuen Küche
– Markus Schmiedhuber am Zapfhahn






