Ein schneller Schnitt mit der Schere durch das blaue Band – schon ist die neue Surbrücke formal und offiziell an die Gemeinde Saaldorf-Surheim übergeben. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein hatte die bestehende Querung im Auwald auf Höhe von Kleingerstetten abreißen und anschließend neu bauen lassen. Die Kosten inklusive Planung betragen rund 480.000 Euro.
Enge Zusammenarbeit aller Beteiligten
Die neue Brücke ist rund 3,70 Meter breit und aus robustem Stahlbeton gebaut, der als weniger witterungsanfällig gilt. Die Bauzeit hatte sechs Monate betragen, Abriss und Neubau erfolgten in enger Abstimmung von Gemeinde und Wasserwirtschaftsamt. Bürgermeister Andreas Buchwinkler und Behördenleiter Bernhard Lederer lobten im Rahmen einer kleinen Feierstunde die gute, stets konstruktive Zusammenarbeit. Ein positives Miteinander, in das auch Anlieger und Grundstückseigentümer eingebunden gewesen sind. Gerade das große Einverständnis der Anlieger habe zum reibungslosen und zügigen Verlauf der Arbeiten beigetragen, waren sich Buchwinkler und Lederer einig.
Tobias Huber, Fachbereichsleiter für Wasserbau und Gewässerentwicklung am Amt, bestätigte vor Ort, dass sämtliche formellen und wasserrechtlichen Kriterien erfüllt sind, die Surbrücke vom Wasserwirtschaftsamt als Auftraggeber an die Gemeinde Saaldorf-Surheim als Eigentümer der Grundstücke übergeben werden kann. Sie ist damit auch offiziell für den Verkehr freigegeben.
Beton statt Holz sorgt für höhere Traglast
Die Brücke besteht unter anderem aus zwei rund 37 Tonnen schweren Betonfertigteilen. Der Neubau war notwendig geworden, weil die alte Holzbrücke bereits sehr baufällig gewesen war. In der Folge konnte sie nur sehr eingeschränkt genutzt werden: Angesichts einer Traglast von neun Tonnen durften schwere Fahrzeuge sie nicht mehr überqueren. Nun aber können sie auch Schwerlast-Lkw mit einer Traglast von bis zu 60 Tonnen befahren. Ein wichtiger Aspekt, denn die Querung soll als Zufahrt für Bagger, Lkw und Radlader dienen, wenn das Wasserwirtschaftsamt auf der bayerischen Seite der Salzach mit den Arbeiten zur Uferaufweitung beginnt: Im Freilassinger Becken wird in den kommenden Jahren die Uferversteinerung auf einer Länge von sieben Kilometern ausgebaut. Die Salzach soll mehr Raum bekommen, das Gewässerbett stabilisiert werden. Aber selbstverständlich können private sowie öffentliche Waldeigentümer die Brücke gleichermaßen nutzen und von der erhöhten Traglast profitieren.
Bericht: WWA Traunstein – Feierliche Übergabe: Andreas Buchwinkler, Bürgermeister der Gemeinde Saaldorf-Surheim (r.), und Bernhard Lederer, Leiter des Traunsteiner Wasserwirtschaftsamtes (l.), durchschneiden das blaue Band, gemeinsam mit dem ausführenden Planer Anton Graßl vom Büro „Hausmann & Fuchs“ (Zweiter v.l.) und Bauleiter Andreas Mathias Graßl von der Firma „Grassl-Bau“ (Dritter v.l.). Foto: Wannersdorfer Fotograf & Social Media Agentur



