Kirche

Fronleichnamsprozession in München

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Tausende Gläubige werden zum Fronleichnamsfest in München erwartet. Um 9 Uhr beginnt am Donnerstag, 4. Juni, auf dem Münchner Marienplatz ein Festgottesdienst mit Kardinal Reinhard Marx, dem Erzbischof von München und Freising. Die anschließende Prozession führt vom Marienplatz über die Diener- und Residenzstraße zum Segensaltar an der Ludwigskirche (Ludwigstraße 22) und über die Ludwig-, Theatiner- und Weinstraße zurück zum Marienplatz. Dort wird der eucharistische Segen gespendet. 

Traditionell wird die Prozession auf dem etwa drei Kilometer langen Weg von einem von Jugendlichen getragenen Kreuz angeführt. Im Zug, der das Allerheiligste begleitet, folgen unter anderem Priester, Diakone, Ordensangehörige, Vertreterinnen und Vertreter aus Staat, Stadt und Kirche, Mitarbeitende in pflegenden und pastoralen Berufen, Berufsinnungen, Studierende, Ministrantinnen und Ministranten, Ordensritter, Vertretende der katholischen Räte, von Verbänden, Trachtengruppen, Münchner Pfarrgemeinden und muttersprachlichen Gemeinden. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes und der Prozession übernehmen der Domchor, die Junge Domkantorei, die Dombläser sowie der Domorganist Ruben Sturm unter der Leitung von Domkantor Benedikt Celler mit Motetten und Liedsätzen zu Fronleichnam.

Fronleichnam wurde 1264 von Papst Urban IV. zum offiziellen kirchlichen Fest erklärt. Der Name stammt aus dem Mittelhochdeutschen: „fron“ bedeutet „Herr“ und „lichnam“ meint den lebendigen Leib. An Fronleichnam, dem „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, zeigen Katholiken öffentlich ihren Glauben an die Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie. Sie tragen dabei das Allerheiligste, Christus in Gestalt einer konsekrierten Hostie, in einer Monstranz, einem kunstvoll verzierten Schaugefäß, durch die Straßen und beten an mehreren Altären um Gottes Segen. (hor)

Bericht und Archiv-Foto: Erzbischöfliches Ordinariat / Thomas Klinger 

 

 

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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