Ein Tag der tiefen Freude und Dankbarkeit war die Nachprimizfeier von Dr. Christian Elsen in der Pfarrgemeinde „Darstellung des Herrn“ in Aschau i. Chiemgau. Dort absolvierte der Neupriester in den letzten beiden Jahren seinen Dienst am Herrn. „In seiner Zeit des Pastoralkurses hat Christian Elsen bei uns im Pfarrhof nicht nur gewohnt, er hat mit uns, mit der Schule und mit dem Ort mitgelebt. Hand in Hand haben wir den Glauben gespürt und das Leben geteilt“ – mit diesen Worten hieß Pfarrer Paul Janßen die große Zahl von Mitgliedern des Altardienstes, die rund zwei Dutzend Fahnenabordnungen der Vereine aus dem Oberen Priental sowie Gläubige aus nah und fern willkommen. Die musikalische Gestaltung übernahm der Kirchenchor Aschau zusammen mit der Singgemeinschaft Frasdorf.
Als Primzispruch und damit als Motto für das weitere Leben wählte der Nachprimiziant den Psalm „Preise den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, war er dir Gutes getan hat“. Und als Einstieg in seine Predigt erwählte er den Text-Vorspann der bekannten Fernsehserie „Königlich Bayerisches Amtsgericht“ von Georg Lohmaier, fragte gleich: „War früher alles besser?“ und fügte hinzu, dass Christus selbst der Sämann und dass je nach Beschaffenheit des Herzens sein Wort der Samen ist. „Gottes Stimme hören und geleitet von diesem das Leben prägen lassen ist nicht selbstverständlich“ – damit nannte er drei Säulen für christliche Leben. Erstens: Vertrauen haben für die Kirche Zukunft nahe dem Menschen mit dem Evangelium als Hoffnungsbotschaft. Zweitens: Die Kirche wird vielfältiger und dialogfähiger, auch Menschen mit nur punktuellem und losem Kontakt werden in verschiedenen Formen die Kirche und Gemeinschaft unterstützen. Damit soll Einheit in der Vielfalt gelebt werden. Und Drittens: Die Kirche braucht nicht in den Verteidigungsmodus rücken, das Evangelium verliert nicht an Bedeutung, auch heute gilt die frohe Botschaft mit Versöhnung, Gottvertrauen und Hoffnung. „Viele Veränderungen gibt es und wird es geben, die Kirche aus lebendigen Steinen aber wird bleiben“ – so der junge Pfarrer. Nach dem Primizsegen und vor der Verteilung der Erinnerungsbänder für die Fahnen der Ortsvereine gratulierte Aschaus Bürgermeister Frank Simom auch namens seines Kollegen Daniel Mair aus Frasdorf. Er bezeichnete den und die Geistlichen als Brückenbauer zwischen den Menschen auf Erden und dem Herrgott im Himmel und damit als Helfer bei der Suche nach dem rechten Glaubensweg. Auch Petronilla Keil vom Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Margaretha in Frasdorf dankte dem studierten Doktoranten der Kirchengeschichte für seine ruhige Art sowie für die Fähigkeit, junge Menschen zu begeistern, sie sagte zusammenfassend: „Bleib so wie Du bist!“. Als Geschenk und zur Erinnerung an den Oberen Pfarrverband übergab sie ein grünes Meßgewand aus der Stickerei vom Kloster Thyrnau.
Neupriester Christian Elsen war voll des Dankes für die Mitgestaltung seines Festtags, er bezeichnete das Priental als landschaftlichen Traum, der ihm für sein weiteres priesterliches Leben guten Schwung gegeben hat und seinen Lehrmeister der letzten beiden Jahre Pfarrer Paul Janßen charakterisierte er mit den Worten „aufrichtig“, „guter Hirte“, „ehrlich“ und „modern“.
In einem großen Festzug machten sich Aschauer Musikanten und Vereine mit dem gesamten kirchlichen Dienst auf den Weg zum Pfarrheim. Ehe es dort gutes Essen und viele Gelegenheiten zum persönlichen Gespräch gab, gratulierten der Aschauer Männerchor mit einem Lied und die Gebirgsschützenkompanie Aschau mit einem Ehrensalut.
Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke von der Nachprimiz von Dr. Christian Elsen in der Pfarrgemeinde „Darstellung des Herrn“ in Aschau i. Chiemgau.























































