Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem eröffnet ein Bildungszentrum mit Hauptstandort in München.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Was für eine Ehre! Yad Vashem kommt nach Bayern. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte eröffnet ein Bildungszentrum in München – es ist die erste internationale Außenstelle überhaupt. Wir haben uns als Freistaat sehr dafür eingesetzt. Jüdisches Leben gehört fest zu Bayern. Die Entscheidung zeigt unsere enge Beziehung zur jüdischen Gemeinde und zu Israel. ‚Nie wieder!‘ ist nicht nur ein Satz, sondern jeden Tag aufs Neue ein Auftrag zum Handeln. Wir stehen zu unserer geschichtlichen Verantwortung: Die Gräuel des Nationalsozialismus dürfen sich niemals wiederholen. Dazu braucht es Gedenk- und Bildungsstätten wie Yad Vashem, damit niemals vergessen wird, was passiert ist. Das ist ein klares Bekenntnis für Demokratie und gegen Antisemitismus. ‚Nie wieder!‘ muss für immer gelten. Dafür gebe ich als Ministerpräsident auch persönlich ein Schutzversprechen. Bayern wird für Yad Vashem ein gutes Zuhause sein. Auch die Außenstelle in Leipzig ist ein gutes Signal, da gerade auch im Osten Deutschlands viel für Demokratie getan wird. Danke für die intensive Vorbereitung insbesondere an Staatskanzleiminister Florian Herrmann, Kultusministerin Anna Stolz und unseren Antisemitismusbeauftragten Ludwig Spaenle.“
Yad Vashem hat in den vergangenen Monaten die Eröffnung eines „Educational Center“ in Deutschland intensiv vorbereitet. Als mögliche Standorte der Bildungseinrichtung zur Mahnung des Holocaust waren Standorte in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen in der Auswahl. Das geplante Bildungszentrum mit Hauptstandort in München und einer Außenstelle in Leipzig ist der erste Ableger der Jerusalemer Gedenkstätte außerhalb Israels.
Bericht und Foto: Bayerische Staatskanzlei / Jörg Koch
Stellungnahme von MdB Daniela Ludwig aus Rosenheim
Mit großer Freude hat die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, die zudem auch Mitglied im Freundeskreis Yad Vashem e.V. ist, auf die heutige Entscheidung reagiert, den Standort für das neue Yad Vashem Education Center in München zu errichten. Damit hat sich Bayern gegen Mitbewerber aus Nordrhein-Westfalen und Sachsen durchgesetzt.
„Das ist ein historischer Moment, ich bin überwältigt. Die Nachricht, dass der Standort für das neue Yad Vashem Education Center nun feststeht und nach Bayern geht, ist unbeschreiblich. Ich freue mich sehr, dass die Wahl auf München gefallen ist“, so Daniela Ludwig am Donnerstag. Erstmals wird die renommierte israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem ein Education Center außerhalb Jerusalems errichten. Für Daniela Ludwig ist dies ein bedeutendes Signal weit über Bayern hinaus. „Diese Entscheidung ist eine hohe Wertschätzung für Bayern, für jüdisches Leben und für unsere Erinnerungskultur“, betonte die CSU-Politikerin. „Das Yad Vashem Education Center wird in München ein würdevolles Zuhause finden, denn jüdisches Leben hat in Bayern einen hohen Stellenwert. Das wird auch dadurch untermauert, dass sich Ministerpräsident Markus Söder persönlich für den Standort eingesetzt hat“.
Das neue Zentrum soll künftig ein internationaler Ort des Erinnerns, Lernens und der Begegnung werden. Ziel ist es, insbesondere jungen Menschen die Geschichte der Shoah auf eindringliche und nachhaltige Weise zu vermitteln. „Das Yad Vashem Education Center wird so viel mehr sein als ein Gebäude“, so Ludwig weiter. „Menschen werden diesen Ort mit Leben erfüllen, mit Wissen, mit Austausch und mit angemessener Erinnerung. Geschichte wird hier nicht abstrakt erklärt werden, sondern spürbar und erlebbar gemacht“. Besonders wichtig sei ihr die Bildungsarbeit für junge Generationen. „Gerade junge Menschen werden hier verstehen können, warum Erinnerung Verantwortung bedeutet. Und warum wir diese Verantwortung nicht verdrängen oder wegwischen dürfen, sondern verinnerlichen müssen. Wir alle“.
Vor dem Hintergrund zunehmender antisemitischer Vorfälle in Deutschland und Europa sieht Daniela Ludwig in dem Projekt auch ein klares gesellschaftliches Signal: „Gerade in einer Zeit, in der jüdisches Leben wieder stärker bedroht wird, ist dieses Projekt von enormer Bedeutung. Wir setzen damit ein sichtbares Zeichen: Für Erinnerung, für Bildung und für unsere Demokratie“. Abschließend dankte Ludwig allen Beteiligten, die sich mit großem Engagement für die Realisierung eingesetzt haben: „Dass das Yad Vashem Education Center nun in München Realität werden soll, ist ein bedeutender Schritt für Bayern, für Deutschland und für die Erinnerungskultur insgesamt. Ich danke allen Unterstützerinnen und Unterstützern und bin sehr stolz darauf, dass der Freundeskreis Yad Vashem e.V. das Verfahren von Anfang an mit höchster Professionalität und Sorgfalt begleitet hat. Insbesondere dem Vorsitzenden, Kai Diekmann, gebührt große Anerkennung. Jetzt geht die Arbeit erst richtig los und ich freue mich auf die nächsten Schritte“.
Bericht und Foto: Wahlreisbüro MdB Daniela Ludwig





