Tourismus

“Musik in Bayern” in Freyung eröffnet

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Bayerische Landesausstellung 2026 „Musik in Bayern“ vom 25. April bis 8. November 2026 im TonYversum in Freyung  –  Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Markus Blume und Freyungs Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich haben die Bayerische Landesausstellung 2026 im Kurhaus in Freyung feierlich eröffnet

Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Markus Blume und Freyungs Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich sowie der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Dr. Richard Loibl haben am Freitagmittag gemeinsam sprichwörtlich mit Pauken und Trompeten die Bayerische Landesausstellung 2026 im Kurhaus in Freyung eröffnet.

Dr. Markus Söder, MdL, Bayerischer Ministerpräsident:

„Hier ist alles versammelt, was Klang und Namen hat. Die Ausstellung im TonYversum zeigt die ganze musikalische Vielfalt Bayerns – vom Mittelalter bis zum Pop, von Stubnmusi bis zur Festivalbühne. Musik bewegt, verbindet und stiftet Identität. Sie begleitet uns durch alle Lebenslagen und ist Ausdruck unseres Lebensgefühls. Dabei gehört Blasmusik zur bayerischen Seele. Bayern ist wirtschaftlich stark und technologischer Taktgeber. Gleichzeitig sind wir tief in unserer kulturellen Identität verwurzelt. Bayern ist Musikland mit einer einzigartigen Szene von hochprofessionellen Orchestern bis zur lebendigen Laienmusik. Die Landesausstellung in Freyung ist auch ein klares Bekenntnis zum ländlichen Raum: Er ist die Seele Bayerns. Mit kluger Infrastrukturpolitik stärken wir die Regionen und machen sie fit für die Zukunft. Herzlichen Dank an Richard Loibl und das Team vom Haus der Bayerischen Geschichte für diese klangvolle Ausstellung und allen Besucherinnen und Besuchern viel Freude beim Anhören und Mitmachen.“

Kunstminister Markus Blume: „Bayern liebt seine Landesausstellungen! Sie sind so etwas wie eine eigene Jahreszeit und man kann sich in einer Region auf etwas ganz Besonderes freuen. So auch heuer mit ‚Musik in Bayern‘ in Freyung: eine klingende Liebeserklärung an unsere Heimat. Musik gehört zu Bayern, sie stiftet Identität und verbindet Generationen. Das Haus der Bayerischen Geschichte macht daraus ein mitreißendes Geschichtserlebnis mit Ohrwurmgarantie – und das erstmals begleitet von einem Live-Programm an allen 199 Ausstellungstagen. Freyung ist somit nicht nur das Herz des Bayerischen Waldes, sondern für die nächsten Monate unser musikalisches Herz im Freistaat – mit Bayerns längstem und genialsten Festival. Ein großes Dankeschön an Dr. Richard Loibl und das ganze Team vom Haus der Bayerischen Geschichte: Sie haben es mal wieder gerockt. Diese Landesausstellung ist ein Hit – unbedingte Besuchsempfehlung!“

Das Haus der Bayerischen Geschichte präsentiert ein Festival bayerischer Klänge, Rhythmen und Melodien und lädt die Besucherinnen und Besucher ein zu einer Reise durch die Jahrhunderte bis zu den Sounds von heute. Vom Klang eines Wassertropfens über Choräle, höfische Opern, den Traditionen der Volksmusik bis hin zu Schlager, Rock, Pop, Rap und Techno in der Jetztzeit. Wir gehen dabei auf Spurensuche: Was ist typisch bayerisch, und was trägt Bayern musikalisch in die Welt hinaus?

„Dabei wird Mitmachen großgeschrieben. Und das nicht nur im Freyunger TonYversum, sondern auch in der gesamten Region im Dreiländereck Bayern – Böhmen – Österreich“, stellt Dr. Richard Loibl, der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte in Aussicht. Wir freuen uns, wenn wir mit unserem Spektakel, der Ausstellung und den vielen Konzerten unsere Gäste von weit her dazu bewegen, gleich für mehrere Tage in dieser wunderbaren Region und dem großartigen Nationalpark zu bleiben.“

Im Schulterschluss mit den Partnern der Stadt Freyung präsentiert sich „Musik in Bayern“ als erste Bayerische Landesausstellung, die an den 199 Ausstellungstagen vom 25. April bis zum 8. November 2026 täglich ein musikalisches Live-Programm quer durch alle Sparten der Musik anbietet.

Freyungs Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich freute sich, dass sich das Haus der Bayerischen Geschichte mit der Stadt Freyung bei der Umsetzung für diese Landesausstellung auf viele neue Wege eingelassen hat. „Ein denkmalgeschütztes Haus wurde saniert, durch einen Anbau ergänzt, viele Synergien genutzt. Entstanden ist etwas Großartiges – eine Ausstellung, die begeistert. Musik wird an 199 Tagen erlebbar. Wir hoffen, dass die Begeisterung auf die Besucherinnen und Besucher überspringt, sie unsere Region und alles, was sie zu bieten hat kennenlernen und wiederkommen. Die Landesausstellung gibt einen Impuls für die regionale Entwicklung der nächsten Jahre.“

Familien mit Kindern können sich entlang eines eigenen Kinderpfades durch die Ausstellung auf eine musikalische Entdeckungsreise begeben und so den Reichtum der Musik in Bayern erfahren. Zusammen mit der Volksmusikakademie in Bayern wird außerdem ein vielfältiges Workshop-Programm angeboten, das den Besuch für Schulklassen ideal ergänzt und bereichert.

Hereinspaziert in die Ausstellung mit großem Kino

Es ist großes bayerisches Kino, was die Besucherinnen und Besucher am Beginn des Ausstellungserlebnisses erwartet: Im Cineplex des Stadtplatzcenters erzählt eine klanggewaltige und emotionale Filmstory von Menschen aus dem Bayerischen Wald und aus Bayern, deren Schicksale über Musik und Musikinstrumente über Generationen hinweg miteinander verwoben sind. Filmmusik, Naturklänge, Bilder und die Geschichte verschmelzen zu einer Einheit und bereiten auf den Ausstellungsrundgang vor.

Über eine Klangbrücke hinein in die musikalische Zeitreise

Vom Kino hinüber ins Ausstellungsgebäude geht es über eine Klangbrücke und mitten hinein ins „Bayerische Spektakel“. Eine multimediale Bühnenshow samt eigens für die Ausstellung komponierter Musik präsentiert den theatralischen Festzug musizierender Menschen. Bayerns Musik quer durch alle Zeiten und Genres: Von Gregorianischen Chorälen aus Klöstern und Domkirchen über die Musik des Bürgertums der Reichsstädte bis hin zu höfischen Opern. Vom großen Sängerfest in Nürnberg über die Bayreuther Festspiele bis hin zu den Wirtshausbühnen in München, auf denen um 1900 Volkssängerinnen und Volkssänger für Furore sorgten. Ein Blick in die dunkle Zeit: Besonderes Augenmerk gilt jenen Musikerinnen und Musikern, die in der NS-Zeit verfolgt und zum Verstummen gebracht wurden. In der Nachkriegszeit bringen GIs Jazz und Swing über den großen Teich, Rock und Pop erobern Radio, TV und die großen Bühnen. Und wie wird der Ton transportiert? Das Grammophon bringt ihn erstmals ins Wohnzimmer, Radio, Fernsehen, Jukebox tun ihr Übriges – bis zu den Trends der Streamingformate von heute.

Musik kennt keine Grenzen: Einflüsse aus aller Welt bereichern die heimische Musiklandschaft. Zum Markenzeichen Bayerns entwickelte sich die moderne, auch politisch kritische Volksmusik. Und eine Medienlounge zeigt: So bunt und vielstimmig wie heute war Musik in Bayern noch nie. Eindrucksvoll belegen kann das ein Medienhaus wie der Bayerische Rundfunk. Als Kulturpartner der Bayerischen Landesausstellung steuert der BR aus allen seinen Sparten von Bayern 1 über Bayern 3 bis hin zu BR Heimat Zeit-, Bild- und Tondokumente in der Lounge bei. Auch die Vielfalt der privaten Hörfunklandschaft Bayerns wird präsentiert. Zum Beispiel durch Unser Radio, dem regionalen Sender für Niederbayern.

Dank an Förderer und Partner

„Musik in Bayern“ erfährt von Förderern und Partnern maßgebliche Unterstützung, ohne die ein solches Projekt nicht möglich wäre: Besonders großer Dank gebührt der Stadt Freyung als Mitveranstalter und für die Organisation von 199 Tagen Live-Programm, sowie dem Bayerischen Rundfunk als Kulturpartner der Landesausstellung. In bewährter Weise fördern das Energieunternehmen bayernwerk und der Freundeskreis des Hauses der Bayerischen Geschichte e.V. das Großprojekt, auch ihnen sei vielmals gedankt.

Katalog zur Bayerischen Landesausstellung

Zur Bayerischen Landesausstellung „Musik in Bayern“ wird ein reich bebildertes Katalogbuch zu verschiedenen Aspekten von Musik in Bayern erscheinen, das einen zeitlichen Rahmen vom Mittelalter bis in die Gegenwart umfasst. Kenntnisreich und fundiert werden die zahlreichen Originalexponate der Bayerischen Landesausstellung vorgestellt, Essays führen in die Thematik ein, Kurz-Essays setzen Schwerpunkte. Ein Ausstellungskatalog, der die Leserinnen und Leser für „Musik in Bayern“ begeistert.

Der Katalog ist an folgenden Stellen ab Ausstellungseröffnung erhältlich:

  • im HdBG-Online-Shop, Preis: 24,00 € + Versandkosten
  • an der Kasse der Landesausstellung in Freyung, Preis: 24,00 €
  • im Museumsladen im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg, Preis: 24,00 €
  • im Buchhandel

Bericht und Foto: Haus der Bayerischen Geschichte / Axel König-StMWK –  Nach der Eröffnung „Musik In Bayern“ in der Ausstellung (v.l.n.r.): Sebastian Gruber, Landrat von Freyung-Grafenau, Dr. Olaf Heinrich, Freyungs Bürgermeister, Kunstminister Markus Blume, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL und Dr. Richard Loibl, Direktor Haus der Bayerischen Geschichte

 


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Toni Hötzelsperger

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