Rosenheim – Ob komplexe Eingriffe an der Wirbelsäule, die roboterassistierte Chirurgie von Lungentumoren oder minimalinvasive Operationen am Verdauungstrakt – im Klinikverbund arbeiten spezialisierte Teams mit hoher Präzision und nach neuesten medizinischen Standards. Fünf Chefärzte wurden in insgesamt zwölf Fachgebieten von FOCUS Gesundheit als „Top-Mediziner 2026“ ausgezeichnet.
Dies unterstreicht sowohl die fachliche Bandbreite als auch die standortübergreifende Zusammenarbeit, wie im chirurgischen sowie orthopädisch-unfallchirurgischen Zentrum Bad Aibling-Rosenheim. „Diese Auszeichnung bestätigt unseren täglichen Anspruch. Mein besonderer Dank gilt allen Teams für ihren hervorragenden Einsatz“, sagt PD Dr. Andreas Bauer, Ärztlicher Direktor. Ein Blick in die Fachbereiche zeigt, wie differenziert das medizinische Spektrum des Verbunds aufgestellt ist.
Experte für Lungenkrebs, Asthma und COPD
Prof. Dr. Stephan Budweiser gehört zu den überregional anerkannten Spezialisten für Lungentumoren, Asthma bronchiale, COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und Lungenemphysem. In ärztlichen Befragungen ebenso wie anhand wissenschaftlicher Leistungen und Behandlungsergebnissen wird seine Expertise regelmäßig hervorgehoben. Als Leiter des Kooperativen Lungenkrebszentrums Oberbayern Süd, welches zur Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) ansteht, gestaltet er die onkologische Versorgung von Patienten mit Lungenkrebs maßgeblich. Gemeinsam mit den
zuweisenden Ärztinnen und Ärzten der Region treibt er das neue Präventionsangebot Lungenkrebs-Screening voran. Darüber hinaus nimmt er eine führende Rolle in zahlreichen klinischen Studien ein. Seine Behandlungsschwerpunkte reichen von der inhalativen Differenzialtherapie einschließlich Biologika bei Asthma und COPD bis zur Sauerstofflangzeittherapie, endoskopischen Lungenreduktion, nicht-invasiven Beatmung und nasalen high-flow Therapie. Ergänzt wird dies durch ein umfassendes Schulungs- und Beratungsangebot für Patienten.
Hightech für Hochpräzisions-Strahlentherapie
Die beiden Fachbereiche Strahlentherapie und Nuklearmedizin stehen unter der Leitung von Dr. Ertan Mergen, einem ausgewiesenen Spezialisten für PET-CT-gestützte Hochpräzisionsbestrahlung. Als eine der größten Strahlentherapien in Bayern werden über Rosenheim große Teile Südostbayerns bzw. etwa 700.000 Einwohner versorgt. Pro Jahr erfolgen etwa 60.000 Behandlungen, getragen von moderner Technik wie einem Strahlentherapie-eigenen PET-CT und einem 3-Tesla-MRT. Auch überregional und international wird die Expertise nachgefragt: Aufträge aus dem gesamten Bundesgebiet und
Ausland werden an mehreren Standorten umgesetzt.
Minimalinvasive Chirurgie mit roboterassistierter Expertise
Prof. Dr. Kai Nowak ist spezialisiert auf Erkrankungen des Verdauungstrakts – von Speiseröhre und Magen bis zu Bauchspeicheldrüse, Gallenblase und Gallenwegen – und bringt seine chirurgische Erfahrung regelmäßig auch bei komplexen Tumoroperationen ein. Am zertifizierten viszeralonkologischen Zentrum und Referenzzentrum für minimalinvasive Chirurgie und Chirurgie des oberen Gastrointestinaltraktes operiert er mit dem roboterassistierten System „Da Vinci“, etwa bei Darmkrebs, Lungenkrebs, Eingriffen an Bauchspeicheldrüse, Magen und Speiseröhre. Die Technik ermöglicht besonders präzise und gewebeschonende Operationen. Seine operative Praxis beruht auf langjähriger Erfahrung und wird sowohl von Fachkollegen als auch in Befragungen zur medizinischen Qualität sehr geschätzt.
Moderne Endoskopie im zertifizierten Darmkrebszentrum
Prof. Dr. Stefan von Delius ist Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 und zählt seit vielen Jahren zu den führenden Gastroenterologen Deutschlands. Er ist spezialisiert auf die interventionelle Endoskopie zur schonenden Behandlung von Erkrankungen von Speiseröhre, Magen und Darm sowie Gallenwege und Bauchspeicheldrüse. Sein Leistungsspektrum umfasst minimalinvasive Tumorentfernungen mit Endoskopen bis hin zu komplexen Eingriffen an
Bauchspeicheldrüse und Gallenwegen. Darüber hinaus wurde Prof. Dr. von Delius für herausragende Diagnostik und Behandlung von Tumoren des Verdauungssystems ausgezeichnet.
Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie auf internationalem Niveau
Prof. Dr. Christian Zeckey leitet das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie das zertifizierte überregionale Traumazentrum. Er verantwortet ein umfassendes operatives Spektrum: In der Unfallchirurgie stehen komplexe Frakturversorgungen von Becken, Wirbelsäule, großen Gelenken und langen Röhrenknochen im Mittelpunkt. Dabei kommen neben biologischen Lösungen auch Ersatzverfahren durch künstlichen Gelenkersatz und Revisionsprothesen zur Anwendung. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Kindertraumatologie sowie Korrektureingriffe, bspw. bei fehlverheilten oder nicht verheilten Frakturen. In der Wirbelsäulenchirurgie zählen minimalinvasive stabilisierende und dekomprimierende Verfahren an Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule auch unter Nutzung von 3D-Navigation ebenso zu seinen Kernkompetenzen wie die Implantation von Wirbelkörperersatzsystemen. Ergänzt wird das operative Angebot durch konservative stationäre Therapie. Prof. Dr. Zeckey ist durch Publikationen, Empfehlungen und Fachgesellschaftsarbeit international vernetzt und steht für höchste Behandlungsqualität.
Wie entstehen die Empfehlungen?
Ein unabhängiges Recherche-Institut spricht zunächst bundesweit Mediziner über das Fachkönnen ihrer Kollegen an. Eine zentrale Frage ist dabei: Von wem würde man sich selbst oder einen nahen Angehörigen bei einer bestimmten Erkrankung behandeln lassen? Im Weiteren wird überprüft wie viele wissenschaftliche Publikationen ein Arzt veröffentlicht und wie viele Zertifikate und Weiterbildungsbefugnisse er besitzt. Dann können die Ärzte selbst
Angaben zum Behandlungsspektrum in einem Fragebogen machen. Schließlich fließen Interviews mit Patientenverbänden und Recherchen in Foren und Bewertungsportalen in die Auswertung ein.
Hintergrundinformationen:
Jedes Jahr werden Primärdaten erhoben und Daten aus öffentlichen Quellen recherchiert. 42.000 Mediziner erhalten einen ausführlichen Fragebogen zur Selbstauskunft, beispielsweise zu ihren medizinischen Qualifikationen und ihrem Behandlungsangebot. Auch ihr Engagement in Wissenschaft, Lehre und Forschung wird abgefragt. Ein Kriterium ist auch die Reputation: Jeder Mediziner wird gefragt, von welchem Kollegen oder welcher Kollegin er sich selbst oder Angehörige behandeln lassen würde. Insgesamt 1,1 Millionen Datenpunkte hat das Rechercheinstitut FactField so erhoben. Das Team aus Research Analysten, Data Scientists und IT-Spezialisten hat zudem 2,3 Millionen wissenschaftliche Publikationen nach Arbeiten der entsprechenden Mediziner durchforstet. Am Ende der Recherche werden die Daten nach Fachgebieten und Indikationen sortiert und nach einem differenzierten System ausgewertet.
Bericht und Foto: RoMed Kliniken – Ausgezeichnete Fachkompetenz im RoMed-Verbund: (v.l.): Prof. Dr. Kai Nowak, Dr. Ertan Mergen, Prof., Dr. Stefan von Delius, Prof. Dr. Christian Zeckey, Prof. Dr. Stephan Budweiser



