Im Juli 2026 erzielt das bayerische Bauhauptgewerbe einen baugewerblichen Umsatz von 2,47 Milliarden Euro und somit 9,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Einzig im öffentlichen Hochbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen geht der baugewerbliche Umsatz gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Der Gesamtwert der Auftragseingänge im bayerischen Bauhauptgewerbe liegt im Juli 2026 bei 1,9 Milliarden Euro und damit nur knapp über Vorjahresniveau (+0,2 Prozent). Projekte für Energie- und Verkehrsinfrastruktur stützen nun schon im vierten Jahr die Gesamtentwicklung des Bauhauptgewerbes.
Schweinfurt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, liegt der baugewerbliche Umsatz des bayerischen Bauhauptgewerbes im Juli 2026 mit 2,47 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,6 Prozent höher.
Umsatzsteigerung in den meisten Bausparten
In sechs von sieben Bausparten werden im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat Umsatzzuwächse zwischen 3,5 Prozent im Wohnungsbau und 27,3 Prozent im gewerblichen und industriellen Tiefbau verzeichnet. Die größte absolute Steigerung entfällt mit rund 132 Millionen Euro ebenfalls auf den gewerblichen und industriellen Tiefbau. Im öffentlichen Hochbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen (- 6,0 Prozent) liegt der baugewerbliche Umsatz um 8,8 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres.
Gesamtwert der Auftragseingänge auf Vorjahresniveau
Bei den Auftragseingängen entfällt die größte absolute Steigerung mit rund 50 Millionen Euro auf den gewerblichen und industriellen Tiefbau (+10,7 Prozent). Weitere vier der insgesamt sieben Bausparten verbuchen zwischen 6,1 Prozent und 20,8 Prozent höhere Auftragseingänge als im Vorjahresmonat. Rückläufige Auftragseingänge werden dagegen im öffentlichen Hochbau für Gebietskörperschaften und Sozialverzicherungen und im Wohnungsbau verzeichnet. Hier gehen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 25,1 Prozent bzw. 8,2 Prozent zurück.
Konstanter Personalstand im Bauhauptgewerbe
Mit den Ende Juli 2026 insgesamt 107 862 tätigen Personen im bayerischen Bauhauptgewerbe liegt der Beschäftigtenstand auf Vorjahresniveau. Die Beschäftigten leisten im Juli 2026 an
23 Arbeitstagen rund 11,6 Millionen Arbeitsstunden und damit 3,2 Prozent weniger als im Juli 2025 mit ebenfalls 23 Arbeitstagen. Das Entgelt steigt gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,6 Prozent auf 490,6 Millionen Euro.
Preisbereinigt moderate Entwicklung im Wohnungsbau – Tiefbau bleibt robuster
Nominal liegen die Auftragseingänge um 10,2 Prozentpunkte über dem Niveau des Bezugsmonats des Basisjahres 2021, preisbereinigt jedoch um 17,9 Prozentpunkte darunter. (siehe Grafik 1). Beim Umsatz zeigt sich nominal ein Plus von 28,3 Prozentpunkten gegenüber Juli 2021, real hingegen ein Minus von 8,1 Prozentpunkten.
Im Wohnungsbau (siehe Grafik 2) liegen die Auftragseingänge im aktuellen Monat real
26,0 Prozentpunkte unter dem Niveau des Juli 2021. Die realen Umsätze unterschreiten den Vergleichswert von 2021 um 33,1 Prozentpunkte.
Im Vergleich der Bausparten übertrifft der Tiefbau die Entwicklung von Umsätzen und Auftragseingängen im Hoch- und Wohnungsbau seit März 2023 (siehe Grafik 3). Projekte für die Energie- und Verkehrsinfrastruktur stützen nun schon im vierten Jahr die Gesamtentwicklung des bayerischen Bauhauptgewerbes.
Hinweise:
Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen des Monatsberichts im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Erhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von rechtlichen Einheiten mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.
Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht, der voraussichtlich in KW 39 erscheint:„Bauhauptgewerbe in Bayern im Juli 2026“ (Bestellnummer: E2100C 202607).
Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Foto: Hötzelsperger


