Naturbeobachtungen im Chiemgau –
An diesem sonnigen Tag ging es zur Kampenwand – und schon auf dem Weg gab es die erste große Überraschung: Weit oben in den Bergen entdeckte ich meine erste Sumpf-Ständelwurz. Diese Orchidee kenne ich sonst nur aus den Chiemsee-Gebieten, aber offenbar gibt es auch einzelne Bestände weiter oben in den Bergen.
Am Wegesrand tummelten sich zahlreiche Insekten wie der Kaisermantel oder die Kuckuckshummel, die an den Blüten Nektar saugten. Mein eigentliches Ziel waren jedoch die Murmeltiere – auf Oberbayerisch „Mankei“. Schon auf der ersten Wiese sah ich die aufmerksamen Tiere direkt am Wegesrand, wie sie die Wanderer beobachteten. Und dann hatte ich auch Glück: Ich konnte ein Jungtier beim Knabbern erwischen.
Wer auf das richtige Foto wartet, erlebt dabei immer eine Menge: vom silbergrünen Bläuling über einen Grashüpfer, der fleißig auf dem Erdaushub eines Murmeltierbaus schnarrt, bis hin zu einer wunderschönen Schwebfliege auf dem weißen Labkraut.
Zum Abschluss noch ein Bild von den fleißigen Helferinnen der Murmeltiere – den Kühen unserer Landwirte und Bergbauern, die mit ihrer Arbeit die Blütenpracht auf die Almen zaubern.
Text und Fotos: Johannes Almer













