Vertreter von Nationalpark-Schulen und -Kindergärten folgen Einladung ins Tier-Freigelände.
„Walk and talk“, „gehen und reden“ – unter diesem Motto stand das zweite Treffen von Vertretern der Nationalpark-Partner-Schulen und -Kindergärten mit Nationalparkleiterin Ursula Schuster. Nachdem es bei der ersten Veranstaltung vor zwei Jahren zum Rundweg Flusskrebs ging und es dort zahlreiche Informationen zur Waldentwicklung gab, machten sich die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Erzieherinnen heuer auf ins Tier-Freigelände vom Nationalparkzentrum Lusen bei Neuschönau.
„Es freut mich sehr, dass Sie mit uns ins Gespräch kommen wollen und Sie so die enge Verbundenheit zu unserem Schutzgebiet zeigen“, sagte Ursula Schuster zu Beginn der Wanderung. „Der enge Austausch mit unseren Partner-Schulen und -Kindergärten ist mir eine Herzensangelegenheit, denn Sie sind diejenigen, die tag täglich mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten und Multiplikatoren für die Nationalpark-Philosophie sind.“
Im Tier-Freigelände gab es jede Menge Neuigkeiten zu berichten. Ursula Schuster ging beim Wolfsgehege nicht nur auf die beiden Rüden ein, die dort zu sehen sind, sondern auch auf die in freier Wildbahn lebende Population. „Ziel der Nationalparkverwaltung ist es, mit Daten, die wir aus einem aktuellen Forschungsprojekt erhalten, Sachlichkeit in die derzeitige Diskussion zu bringen und über die Tierart aufzuklären“, sagte Schuster.
Dass die Nationalparkverwaltung derzeit bemüht ist, das Tier-Freigelände zu modernisieren, wurde bei den nächsten beiden Stationen sichtbar. „Viele der Gehege und Volieren sind mittlerweile 50 Jahre alt und müssen saniert oder ganz erneuert werden“, erklärte Schuster. Das Wildkatzengehege beispielsweise konnte um einen zusätzlichen Bereich erweitert werden. „Wenn die Bauarbeiten fertig sind, hat das darin lebenden Paar mehr als doppelt so viel Platz.“ Für die drei neuen Kauzvolieren wurde ein paar hundert Meter unterhalb des Wildkatzengeheges ein Standort ausgewählt. „Das Baufeld ist bereits vorbereitet, wenn alles nach Plan verläuft, wollen wir im Spätsommer mit der Maßnahme beginnen.“
Am Ende der kleinen Runde durch das Tier-Freigelände gab es schließlich noch lobende Worte der Teilnehmer – nicht nur für Ursula Schuster für das offene Ohr, sondern auch für das gesamte Team der Nationalparkverwaltung. Egal, ob es um die Ausgestaltung von Nationalpark-Ecken in den Schulen und Kindergärten gehe oder um Programme und Projekte in der Umweltbildung – „wir erhalten immer eine tolle Unterstützung“, lautete die einhellige Meinung. Darüber freute sich Nicole Graf-Kilger, im Nationalpark zuständig für Partner-Kindergärten und -Schulen, besonders. „Es ist toll, dass die Wanderungen mit unserer Nationalparkleiterin so gut ankommen. An so einem Format halten wir sehr gerne fest.“



