Land- & Forstwirtschaft

GQ-Datenbank für bayerische Eier

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

 Regionale Herkunft, sorgfältige Erzeugung und verlässliche Kontrollen – vom Ursprung bis zum fertigen Lebensmittel: Dafür steht „Geprüfte Qualität – Bayern“. Nun bekommt das bewährte weiß-blaue Qualitätsprogramm digitalen Zuwachs: eine Herkunftsdatenbank für Eier. Diese wurde auf dem Betrieb Betzinger im Landkreis Miesbach der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nach der Präsentation teilte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber schriftlich mit: „Die Herkunftsdatenbank für GQ-Eier ist weit mehr als ein technisches Werkzeug. Sie macht den Weg bayerischer GQ-Eier transparent und führt Erzeuger, Packstellen, Handel und Verbraucher noch enger zusammen. Die Datenbank steht für verlässliche Herkunft und für Heimat. Wer zu einem GQ-Ei greift, kann sicher sein: Dieses Ei kommt aus Bayern. Und es kommt aus Betrieben, in denen Menschen mit viel Erfahrung und Wissen Verantwortung übernehmen für die Qualität der Eier.“

Seit 2002 steht das Qualitäts- und Herkunftsprogramm „Geprüfte Qualität – Bayern“ für Lebensmittel, deren Herkunft für die Verbraucher einfach nachvollziehbar ist und deren Erzeugung strenge Anforderungen erfüllt. Regelmäßige Kontrollen sichern diese Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dazu die Ministerin im Nachgang: „Wo GQ-Bayern draufsteht, sind höchste Qualität und bayerische Herkunft drin. Darauf können sich die Verbraucherinnen und Verbraucher verlassen. Das weiß-blaue Zeichen gibt Sicherheit im Einkaufsregal und stärkt zugleich die Betriebe, die in Bayern hochwertige Lebensmittel erzeugen.“

Das Bayerische Landwirtschaftsministerium hat die neue GQ-Eier-Datenbank gefördert. Entwickelt hat sie der Fleischprüfring Bayern e. V. und hebt damit die Rückverfolgbarkeit von GQ-Eiern auf ein neues Niveau. Zudem unterstützt die Datenbank Legehennenbetriebe dabei, gesetzlich vorgeschriebene Angaben zu erfassen. Das spart Zeit und verhindert, dass Betriebe dieselben Daten mehrfach eingeben müssen. Auch die Packstellen dokumentieren künftig, welche Eierpartien sie annehmen und weitergeben. So lässt sich einfach und schnell nachvollziehen, welche Mengen die Betriebe und der Handel vermarkten.

Kaniber: „Mit der GQ-Eierdatenbank schaffen wir eine Rückverfolgbarkeit, die Sicherheit gibt – vom Stall bis in den Eierbecher beim Verbraucher. Moderne Technik und bäuerliche Arbeit greifen hier sinnvoll ineinander. Das entlastet unsere Betriebe und gibt den Menschen Klarheit darüber, woher ihr Frühstücksei stammt.“ Die Ministerin begrüßte zudem in ihrer Mitteilung, dass EDEKA Südbayern und REWE Süd das Programm „Geprüfte Qualität – Bayern“ unterstützen und sich für regionale Wertschöpfungsketten einsetzen. „Regionalität darf kein schönes Wort bleiben. Sie muss sich im Alltag, in den Regalen und auf unseren Tellern wiederfinden. Das gelingt nur, wenn Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel gemeinsam an einem Strang ziehen. Wer bayerische Lebensmittel anbietet und kauft, hält Wertschöpfung in der Region und stärkt unsere heimischen Familienbetriebe“, so Kaniber.

Verbraucher können die Herkunft ihrer bayerischen GQ-Eier unter www.gq-ei.de nachvollziehen. Dazu geben sie die auf dem Ei aufgedruckte Nummer ein. Anschließend erhalten sie Informationen über den jeweiligen Erzeugerbetrieb. Derzeit nehmen 112 Eiererzeuger am GQ-System teil. Die Teilnehmerzahl ist stetig wachsend.

Bericht und Foto; StMELF/Lüdke 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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