Auch in diesem Jahr haben die Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) Rosenheim ein Wochenende auf der Alm verbracht, um die Bewirtschaftung der Oberwiesen tatkräftig zu unterstützen. Fünf erfahrene Leiter aus dem Bezirk Rosenheim waren von Freitag bis Sonntag auf der Fritzn-Hütte im Einsatz – gearbeitet wurde diesmal vor allem am Samstag.
Während im Vorjahr haufenweise Steine aus den Almwiesen entfernt wurden, stand heuer ein anderer, ebenso wichtiger Arbeitsschwerpunkt an: Totholz klauben und Kreuzkraut ausreißen. Das giftige Kreuzkraut stellt eine Gefahr für das Weidevieh dar und muss daher regelmäßig entfernt werden. Die Pfadfinder sammelten das herausgerissene Pflanzenmaterial in Säcken, die anschließend von den Bauern fachgerecht entsorgt wurden. Das Totholz wurde zur Seite geräumt für das nächstjährige Sonnenwendfeuer.
Unterstützt wurden die Pfadfinder diesmal von Almbauer Wolfgang Ull aus Weikersing sowie Pächter Helmuth Estermann, die die Arbeiten anleiteten, wertvolle Hinweise gaben und mit anpackten. Wie schon in den vergangenen Jahren sorgten die Bauern außerdem für die Getränkeversorgung der Helfer.
Kontinuität und Gemeinschaft
Der Ablauf des Wochenendes ähnelte dem bewährten Konzept der Vorjahre: gemeinsamer Aufstieg, Einteilung der Arbeiten, ein kameradschaftliches Miteinander und die Erfahrung, mit eigener Kraft einen Beitrag zur Pflege der Almflächen zu leisten.
Im Vorjahr hatten die Pfadfinder – gemeinsam mit Jugendlichen aus weiteren Ortsgruppen – große Mengen an Steinen aus den Almwiesen der Oberwiesen entfernt. Damals wurden die Steine teils zu Haufen aufgerichtet, teils mit einem Bergbulldog abtransportiert. Die Aktion verbesserte nicht nur die Weideflächen, sondern schuf auch neue Lebensräume für Reptilien und Amphibien. „Die Verbesserung des Almbodens ist sichtbar und erkennbar, das ist ein echtes Naturerlebnis für unsere Jugendlichen“, betonte damals Organisator Quirin Weber.
Auch heuer zeigte sich wieder, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen Pfadfindern und Almbauern ist. Die jungen Helfer erleben Natur und Tradition unmittelbar, während die Bauern Unterstützung bei Arbeiten erhalten, die allein kaum zu bewältigen wären.
Fotos: Maxi (li.) und Philipp beim Almputzen



