Uhrwerk im Turm der Nationalparkverwaltung in Grafenau repariert
Jahrzehnte lang schwieg sie, jetzt konnte sie repariert werden und ist wieder in Betrieb. Die Rede ist von der Glocke im Turm der Nationalparkverwaltung in Grafenau. Seit Dienstag schlägt sie wieder die Zeit – und macht dabei im Viertelstundentakt auf sich aufmerksam.
„Nach vielen Jahren, in denen die Glocke nicht mehr funktionierte, ist ihr Klang nun wieder in Grafenau zu hören“, sagt Nationalparkleiterin Ursula Schuster. „Die Reparatur war uns ein Anliegen, schließlich kommt dem Gebäude auch historisch eine Bedeutung zu.“ Im Jahr 1845 wurde das Bauwerk errichtet und diente zunächst als Rathaus. Die Verbindung aus Turmuhr und Glocke war für Rathäuser dieser Zeit typisch: Sie diente dazu, die Bürgerinnen und Bürger über die vollen Stunden zu informieren, zu Stadtratssitzungen zu rufen oder vor Bränden zu warnen. Später war in dem dreigeschossigen Satteldachbau mit Zinnengiebel das Amtsgericht untergebracht, bevor es 1976 zum Sitz der Nationalparkverwaltung wurde.
Seit jeher prägt das Gebäude mit den beiden Türmen und der weithin sichtbaren Uhr mit dem historischen Ziffernplatt das Erscheinungsbild von Grafenau und ist für viele Bürgerinnen und Bürger ein vertrauter Bestandteil ihrer Stadt. „Mit dem erneuten Läuten wird diese Verbindung zwischen Gebäude, Ort und Zeit nun wieder hörbar“, so Schuster.


