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Aschaus regionale Wärmeversorgung

Von links: Alexander Sextl (Ing.-Büro Sextl), Michael Andrelang (2. Bürgermeister), Martin Stuffer (Fachbereichsleitung Bauwesen), Hubert Zaiser (Geschäftsführer Priental Wärme GmbH), Simon Frank (1. Bürgermeister), Wolfgang Wimmer (Geschäftsführer Priental Wärme GmbH), Monika Schmid (3. Bürgermeisterin), Stefan Aberger (Kommunaler Energiewirt), Max Wüstinger (Wüstinger Rickert Architekten)
Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Aschau macht einen wichtigen Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen und regionalen Wärmeversorgung: Mit dem Bau einer neuen Linksabbiegespur an der Staatsstraße St 2093 zwischen dem nördlichen Ortseingang von Aschau und dem Ortsteil Fellerer beginnt die konkrete Umsetzung des Projekts „Priental Wärme“.

Was vor gerade einmal zwei Jahren mit einem Beschluss des Gemeinderats begann, nimmt nun sichtbar Gestalt an. Damals wurde die Zusammenarbeit der Gemeinde Aschau mit dem Biomassehof Achental auf den Weg gebracht, um eine zentrale und regionale Wärmeversorgung für Aschau zu entwickeln. Seitdem wurde intensiv geplant, organisiert und vorbereitet. Nun rollen die ersten Bagger.

Inzwischen ist die Priental Wärme GmbH gegründet, der notwendige Grunderwerb erfolgt und die Planungen für die Energiezentrale sowie das künftige Wärmenetz sind weitgehend abgeschlossen. Besonders deutlich zeigt sich das Interesse und die Unterstützung aus der Bevölkerung: Bereits 486 Haushalte haben einen Vorvertrag für einen Anschluss an das geplante Wärmenetz abgeschlossen.

Beim gemeinsamen Spatenstich mit den beteiligten Projektpartnern fiel jetzt der offizielle Startschuss für die ersten Bauarbeiten. Die neue Linksabbiegespur schafft die notwendige verkehrliche Erschließung für die geplante Energiezentrale – und damit einen wichtigen Baustein für das gesamte Wärmenetz.

Hinter „Priental Wärme“ steht dabei weit mehr als der Bau einer technischen Infrastruktur. Mit dem örtlichen Wärmenetz entsteht ein zukunftsweisendes Projekt, das Versorgungssicherheit und Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und kommunale Verantwortung miteinander verbindet.

Die Wärme soll aus regionaler Biomasse gewonnen werden. Dadurch können fossile Energieträger ersetzt und die Wärmeversorgung langfristig nachhaltiger gestaltet werden. Gleichzeitig bleibt ein großer Teil der Wertschöpfung in der Region: Die heimische Biomasse wird vor Ort genutzt, regionale Unternehmen werden in Planung, Bau und Betrieb eingebunden und die Wertschöpfungskette bleibt weitgehend in der Region.

Eine besondere Stärke des Projekts ist zudem seine kommunale und regionale Verankerung. Die Gemeinde Aschau ist an der Priental Wärme GmbH beteiligt und übernimmt damit aktiv Verantwortung für eine zukunftsfähige Energieversorgung vor Ort.

Die Bürgerinnen und Bürger werden nicht nur als Wärmekunden angesprochen, sondern erhalten mit der kommunalen Beteiligung auch die Möglichkeit, dass ein wesentlicher Teil der Infrastruktur in regionaler Hand bleibt.

„Wir wollen die Wärmeversorgung unserer Gemeinde nicht nur nachhaltig, sondern auch gemeinsam gestalten. Mit der Priental-Wärme schaffen wir eine Infrastruktur, von der Aschau langfristig profitieren kann – ökologisch, wirtschaftlich und als verlässliche Gemeinschaft”, so Bürgermeister Simon Frank.

Die vorbereitenden Arbeiten für die Linksabbiegespur haben bereits begonnen. Ab 12. Oktober 2026 ist die Staatsstraße St 2093 im Baustellenbereich deshalb nur noch halbseitig befahrbar. Der Verkehr wird während der Bauzeit mittels Ampelregelung geführt.

Die Firma Swietelsky plant, die Linksabbiegespur innerhalb von rund fünf Wochen fertigzustellen, sofern Witterung und Baustellenbedingungen dies zulassen.

„Mit dem Bau der Linksabbiegespur zur geordneten Erschließung der Energiezentrale gehen wir jetzt in die konkrete Umsetzungsphase unseres Wärmeversorgungsprojekts für Aschau. Die Maßnahme schafft die Voraussetzung für die weitere Erschließung des Kern-Siedlungsbereichs und ist damit ein wichtiger Schritt für das Gesamtvorhaben”, erklärt Bürgermeister Simon Frank.

Der nächste große Schritt folgt im kommenden Jahr: Dann sollen der Bau der Energiezentrale und der Leitungsbau im ersten Bauabschnitt beginnen. Meter für Meter soll so das künftige Wärmenetz wachsen und damit die Grundlage für eine regionale Wärmeversorgung geschaffen werden.

Das Ziel ist ambitioniert und zugleich klar: Mit Beginn der Heizperiode im Herbst 2027 soll der erste Bauabschnitt sukzessive ans Wärmenetz angeschlossen und mit regional erzeugter Wärme versorgt werden.

Für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich über einen Anschluss informieren möchten, findet am 24. November 2026 um 19:00 Uhr ein weiterer Informationsabend in der Priental-Halle statt.

Der erste sichtbare Schritt ist damit gemacht. Was heute mit einer Linksabbiegespur beginnt, soll in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Stück Zukunftsinfrastruktur für Aschau werden.

Für die bevorstehenden Bauarbeiten bittet die Gemeinde alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen sowie um besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme im Baustellenbereich.

Text: Gemeinde Aschau i.Chiemgau – Bildquelle: Biomassehof Achental GmbH & Co. KG

Bildunterschrift: Von links: Alexander Sextl (Ing.-Büro Sextl), Michael Andrelang (2. Bürgermeister), Martin Stuffer (Fachbereichsleitung Bauwesen), Hubert Zaiser (Geschäftsführer Priental Wärme GmbH), Simon Frank (1. Bürgermeister), Wolfgang Wimmer (Geschäftsführer Priental Wärme GmbH), Monika Schmid (3. Bürgermeisterin), Stefan Aberger (Kommunaler Energiewirt), Max Wüstinger (Wüstinger Rickert Architekten)


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Toni Hötzelsperger

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