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Staatsmedaille für soziale Verdienste

Das Foto zeigt von links Sozialministerin Ulrike Scharf, Maria Riesch und Thomas Huber.
Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf hat in München die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste ausgehändigt. In der Allerheiligen-Hofkirche der Residenz wurden 15 verdiente Persönlichkeiten für ihren herausragenden Einsatz für das Gemeinwohl gewürdigt.

„Mit der Bayerischen Staatsmedaille für Soziale Verdienste würdigen wir, was Sie für andere bewegen, was Sie aufgebaut haben, und wie viele Leben Sie zum Besseren verändert haben. Dieser besondere Tag gehört Ihnen. Mit Ihrem außergewöhnlichen Engagement stärken Sie nicht nur Menschen und unser Miteinander – Sie stärken mit Ihrer Haltung Bayern! Unsere Demokratie lebt von Menschen wie Ihnen, die Ihre Freizeit nutzen, mitreden, mitentscheiden und mitgestalten. Diese Haltung brauchen wir gerade heute. Ihre Wege sind verschieden, aber Sie alle verbindet ein Ziel: Sie wollen das Leben Ihrer Mitmenschen besser machen. Jede und jeder von Ihnen bewegt Bayern!“

Nachfolgende Persönlichkeiten wurden heute geehrt:

Dr. Mathias Abbé, Heroldsbach Dr. Mathias Abbé zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Tatkraft aus. Er versteht es eindrucksvoll, seine langjährige Managementerfahrung gewinnbringend in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen. Seit der Mitbegründung der gemeinnützigen Seniorengenossenschaft „Wir für uns eG“ im Jahr 2011 setzt er sich unermüdlich für die Lebensqualität älterer Menschen in Heroldsbach und Hausen ein. Er beschränkt sich dabei nicht nur auf die strategische Leitung, sondern ist auch operativ als Disponent tätig, der Hilfsanträge koordiniert und sicherstellt, dass Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird, sowie als Helfer in verschiedenen Diensten.

Renate Ernst, Vöhringen Renate Ernst hat sich über fünf Jahrzehnte hinweg herausragende und richtungsweisende Verdienste um die Belange der Menschen mit Behinderung erworben. Durch ihr unermüdliches, vorbildliches Engagement hat sie seit 1973 die Lebenshilfe Donau-Iller maßgeblich mitgestaltet. Die Leitung des Vöhringer Arbeitskreises für Menschen mit Behinderung hat sie 1976 übernommen, initiierte zeitgleich den Eltern-Behindertenkreis Vöhringen und war von 1988 bis 2010 Vorsitzende des Angehörigenbeirats aller regionalen Werkstätten der Lebenshilfe Donau-Iller.

Claudia Grubmüller, Aholfing Claudia Grubmüller widmet sich seit Jahrzehnten mit außergewöhnlichem Einsatz den Belangen von Menschen mit Behinderung und deren Familien. Persönliche Betroffenheit und Erfahrung haben sie dazu befähigt, sich weit über das übliche Maß hinaus sozial und bildungspolitisch zu engagieren. Besonders hervorzuheben ist ihr langjähriges Wirken im „Landeselternbeirat (LEB) der Schulen und schulvorbereitenden Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung in Bayern“. In verschiedenen Funktionen – unter anderem als Vorsitzende und Schatzmeisterin – vertrat sie die Interessen von rund 20.000 Kindern und Jugendlichen gegenüber staatlichen Stellen.

Oswald Haun, Mömlingen Seit fast 50 Jahren setzt sich Oswald Haun mit außergewöhnlicher Ausdauer und Einsatzbereitschaft für die Integration und die Lebensqualität gehörloser und schwerhöriger Menschen ein. Sein Wirken ist geprägt von der tiefen Überzeugung, die Vereinsamung Betroffener zu verhindern und ihnen durch gezielte Angebote Teilhabe und Kommunikation zu ermöglichen.

Alexander Huber, Marktschellenberg Thomas Huber, Berchtesgaden Alexander und Thomas Huber, die „Huber-Buam“, zeichnen sich durch ein außergewöhnliches, über Jahrzehnte gewachsenes soziales Engagement aus, das weit über ihre weltweite Bekanntheit als Extrem-Bergsteiger hinausreicht. Mit großer Leidenschaft und Empathie setzten sie sich dort ein, wo gesellschaftliche Teilhabe, Wertevermittlung, Gesundheit und internationale Hilfe im Fokus stehen.

Hildegard Kugler, Fürth Hildegard Kugler hat sich über Jahrzehnte hinweg mutig und mit großer Fachlichkeit für ein Thema engagiert, das in der Gesellschaft lange Zeit als Tabu galt: die Unterstützung von Angehörigen von Straffälligen. Mit der Gründung im Jahr 1991 und der langjährigen Geschäftsführung bis zum Jahr 2024 des Vereins „Treffpunkt e. V.“ schuf sie eine wichtige Anlaufstelle für Frauen und Mütter, die durch die Inhaftierung ihrer Partner oft in soziale Isolation, Stigmatisierung und existenzielle Not gerieten.

Kristina Notz, München Kristina Notz gilt als Pionierin des Social Entrepreneurship und als eine der prägenden Gestalterinnen für gesellschaftliche Innovationen in Bayern und darüber hinaus. Ihr unermüdlicher Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ihre Fähigkeit, soziale Anliegen mit wirtschaftlicher Dynamik zu verknüpfen, machen sie zu einer herausragenden Botschafterin für eine zukunftsfähige, solidarische Gesellschaft.

Günter Pelkowski, Bad Füssing Günter Pelkowski hat über mehr als ein halbes Jahrhundert hinweg ein außergewöhnliches Maß an bürgerschaftlichem Engagement geleistet, das in seiner Beständigkeit und Intensität seinesgleichen sucht. Sein Wirken als ehrenamtlicher Richter ist ein herausragendes Beispiel für die gelebte Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Dabei zeigte er eine beispielhafte Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit, die weit über das übliche Maß hinausgeht.

Stefanie Praunsmändtl, Ingolstadt Stefanie Praunsmändtl hat mit ihrem unermüdlichen Wirken die soziale Landschaft in Ingolstadt nachhaltig bereichert. Seit 2007 engagiert sie sich auf außergewöhnliche Weise ehrenamtlich für „Goals for Kids e.V.“. Als Gründungsmitglied und seit 2010 als erste Vorsitzende ist sie gemeinsam mit einem engagierten Vierer-Frauenteam die treibende Kraft der Initiative für schwer erkrankte und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in der Region Ingolstadt.

Maria Riesch, Kitzbühel Maria Riesch blickt auf eine außergewöhnliche sportliche Karriere zurück – unter anderem mit drei Olympiasiegen, zwei Weltmeisterschaften und 27 Weltcupsiegen. Neben ihrem sportlichen Erfolg zeichnet sich Maria Riesch besonders durch ein tiefgreifendes und kontinuierliches soziales Engagement aus. Seit 2012 ist sie ein aktives und hochgeschätztes Mitglied des Kuratoriums der DFL Stiftung. Dabei bringt sie ihr Netzwerk ein und unterstützt Projekte wie die „MOVE-Kampagne“ oder die Förderung von Athleten aus dem paralympischen und deaflympischen Sport.

Michael Schmitt, Bamberg Seit über zwei Jahrzehnten ist Michael Schmitt mit seiner Einsatzbereitschaft eine der prägenden und treibenden Kräfte im Bereich der kulturellen Bildung und des bürgerschaftlichen Engagements in Bamberg.

Helma Sick, München Helma Sick ist eine herausragende Pionierin der Gleichstellung von Frauen, die es verstanden hat, soziale Gerechtigkeit mit wirtschaftlicher Selbstbestimmung zu verknüpfen. Ihr Lebenswerk ist ein eindrucksvolles Zeugnis für den Mut, gesellschaftliche Missstände anzugehen und durch praktisches, unternehmerisches Handeln echte Lösungen für die Lebensrealität von Frauen zu schaffen.

Petra Willner, Ingolstadt Petra Willner ist seit 25 Jahren eine tragende Säule der gelebten Solidarität in Ingolstadt. Ihr unermüdlicher Einsatz für die „Tafel Ingolstadt e. V.“ ist weit mehr als ein Ehrenamt: Er ist ein lebensveränderndes Engagement, das Menschen in Not Würde, Unterstützung und Teilhabe schenkt. Über viele Jahre hinweg hat Petra Willner die Tafel Ingolstadt in verschiedenen Schlüsselpositionen maßgeblich geprägt.

Martin Wunnike, Regensburg Martin Wunnike hat sich in Ostbayern als eine Persönlichkeit von außergewöhnlicher Tatkraft und tiefem sozialem Verantwortungsbewusstsein sowie als Brückenbauer zwischen Medien, Gesellschaft und Sozialem etabliert. Als Initiator und Organisator von groß angelegten Benefizgalas hat Herr Wunnike eine beeindruckende Spendensumme von insgesamt über 1,1 Millionen Euro für wohltätige Zwecke akquiriert. Er ist langjähriger Botschafter und Vorstand des „Vereins zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder Ostbayern e. V.“ (VKKK).

Das Foto zeigt von links Sozialministerin Ulrike Scharf, Maria Riesch und Thomas Huber.

Bericht: Bayerisches Sozialministerium (StMAS) – Bildquelle: StMAS/Nötel


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Toni Hötzelsperger

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