Nach 24 Jahren als Erster Bürgermeister wurde Georg Huber auf dem Törwanger Dorfplatz verabschiedet – mit Musik, Fahnen, Feuerwehr, vielen Wegbegleitern und sichtbarer Dankbarkeit.
Es war ein Abschied, wie er zum Samerberg passt: nicht im Sitzungssaal, nicht hinter verschlossenen Türen, sondern draußen, mitten im Dorf. Vor dem Rathaus in Törwang, dort, wo Gemeindeleben, Vereinsleben und Alltag zusammenkommen, wurde Georg Huber nach 24 Jahren als Erster Bürgermeister der Gemeinde Samerberg verabschiedet.

Nach 24 Jahren als Erster Bürgermeister wurde Georg Huber auf dem Törwanger Dorfplatz verabschiedet – mit Musik, Fahnen, Feuerwehr, vielen Wegbegleitern und sichtbarer Dankbarkeit.
Der Dorfplatz füllte sich mit Bürgerinnen und Bürgern, Ehrengästen, Vereinen, Wegbegleitern, Feuerwehrleuten, Musikanten, Freunden und Nachbarn. Es war ein Abend, an dem deutlich wurde, was eine lange Amtszeit in einer kleinen Gemeinde bedeutet: Sie ist nicht nur Verwaltung und Kommunalpolitik. Sie ist Beziehung, Vertrauen, Auseinandersetzung, Nähe, Verantwortung – und am Ende auch Dankbarkeit.
Georg Huber selbst nannte diesen Abend bei seiner Begrüßung einen „super Feiertag“ für sich. Der Rahmen vor dem Rathaus, der beinahe schon frühsommerliche Abend am Vorabend des Mai, die vielen Menschen auf dem Dorfplatz – mehr könne man sich zu einem solchen Anlass kaum wünschen. Wenn er in die Runde schaue, sagte Huber, sehe er viele Menschen, mit denen ihn eine kürzere oder längere Geschichte verbinde: beruflich, privat, kommunalpolitisch, menschlich.

Ein feierlicher Auftakt zum Abschied: Die Musikkapelle Samerberg zieht mit den Fahnenabordnungen der Vereine auf den Törwanger Dorfplatz ein. Gemeinsam setzten sie ein sichtbares Zeichen des Dankes für Georg Huber, der nach 24 Jahren als Erster Bürgermeister verabschiedet wurde.
Diese Mischung machte den Abend besonders. Er war kein streng protokollarischer Festakt, sondern eine Verabschiedung, die aus dem Dorf heraus getragen wurde. Schon der Aufmarsch der Musikkapelle Samerberg und der Fahnenabordnungen aller Samerberger Vereine gab dem Abend einen feierlichen Rahmen. Die Fahnen standen für vieles, was Georg Hubers Amtszeit über Jahrzehnte begleitet hat: Ehrenamt, Tradition, Zusammenhalt, Vereinsleben und jene verlässlichen Strukturen, die eine Gemeinde im Innersten tragen.

Ein starkes Bild des Abschieds: Georg Huber sitzt auf dem Törwanger Dorfplatz vor den Fahnenabordnungen der Samerberger Vereine – jener Vereine, die über viele Jahre hinweg das Gemeindeleben mitgetragen und geprägt haben.
Nach 24 Jahren als Erster Bürgermeister und insgesamt 30 Jahren im Gemeinderat wurde Georg Huber vor dem Rathaus verabschiedet. Viele Samerbergerinnen und Samerberger, Wegbegleiter, Vereine und Ehrengäste kamen zusammen, um Danke zu sagen.
Die Fahnen im Hintergrund erzählen dabei mehr als viele Worte: Sie stehen für Gemeinschaft, Ehrenamt, Tradition und Zusammenhalt – und für eine Gemeinde, der Georg Huber über viele Jahre verbunden gedient hat.
Vergelt’s Gott für 24 Jahre Einsatz, Verantwortung und Heimatverbundenheit am Samerberg.
In seiner Ansprache hob Huber genau diese Rolle der Vereine besonders hervor. Das Rathaus könne unterstützen, sagte er, auch finanziell immer wieder helfen. Aber wenn es darauf ankomme, seien es die Vereine, die zusammenhelfen, Feste organisieren, Freizeit gestalten, Traditionen bewahren und im Ernstfall da sind – wie die Feuerwehren, wenn Hilfe gebraucht wird. Der Samerberg sei hier eine besondere Gemeinde, auf die man gemeinsam stolz sein könne. Nicht der Bürgermeister müsse im Mittelpunkt stehen, sondern die Gemeinschaft.
Ein besonderer Dank galt der Musikkapelle Samerberg, die bei weltlichen, kirchlichen und gemeindlichen Anlässen über viele Jahre hinweg präsent war und den Samerberg nach außen vertreten hat. Später dirigierte Georg Huber auf dem Dorfplatz noch einmal selbst die Musikkapelle – letztmalig als Bürgermeister. Für einen Augenblick wurde der Abschied heiter, persönlich und leicht – und zugleich sehr berührend. Da stand einer, der 24 Jahre lang im Rathaus Verantwortung getragen hatte, noch einmal vor der Musik. Nicht als offizieller Dirigent, sondern als einer, dem die Gemeinde zum Abschied noch einmal den Takt überließ.

Ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung: Die Samerberger Feuerwehren fuhren mit ihren Fahrzeugen auf dem Dorfplatz in Törwang vor, um Georg Huber zum Abschied aus dem Bürgermeisteramt zu ehren. 24 Jahre lang hatte er die Entwicklung der Gemeinde und ihrer Feuerwehren begleitet und unterstützt.
Auch die Samerberger Feuerwehren erwiesen dem scheidenden Bürgermeister mit der Vorfahrt ihrer Fahrzeuge die Ehre. Es war ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung für einen Mann, der über viele Jahre hinweg auch die Entwicklung der gemeindlichen Einrichtungen, der Feuerwehren und der Infrastruktur begleitet hat.
Ein weiteres starkes Bild des Abends zeigte Georg Huber sitzend auf einem Stein vor den Fahnenabordnungen der Samerberger Vereine. Fast sinnbildlich stand dieses Bild für eine Amtszeit, die vom Miteinander mit Vereinen, Ehrenamtlichen und Bürgern geprägt war. Nicht oben auf einer Bühne, nicht entrückt, sondern mitten in der Gemeinde.

Zum Abschied noch einmal der Taktstock: Georg Huber dirigiert auf dem Dorfplatz in Törwang letztmalig als Bürgermeister die Musikkapelle Samerberg. Es war einer jener Momente, in denen Dank, Wehmut und Samerberger Gemeinschaft sichtbar wurden.
24 Jahre als Erster Bürgermeister und insgesamt 30 Jahre im Gemeinderat sind mehr als eine politische Laufbahn. Es ist ein großes Stück Samerberger Geschichte. In diese Zeit fallen wichtige Projekte und Entscheidungen: der Erhalt der Hochriesbahn, das Naturbad, die Entwicklung der Dorfplätze, der Ausbau der Kinderbetreuung, Investitionen in Schule, Feuerwehr, Infrastruktur und viele kleinere Aufgaben, die im Alltag oft weniger sichtbar sind, aber das Leben in einer Gemeinde prägen.
Nicht alles davon war einfach. Manche Entscheidung war umstritten, manche Entwicklung brauchte Geduld, manche Aufgabe Standfestigkeit. Gerade die Hochriesbahn bleibt ein Beispiel dafür, dass Kommunalpolitik nicht nur aus angenehmen Entscheidungen besteht. Sie verlangt Mut, Verantwortung und den Willen, auch dort zu handeln, wo der Ausgang nicht sicher ist.

Ein Platz zum Ankommen nach 24 Jahren im Amt: Susanne Grandauer aus Nußdorf und Christoph Schneider aus Neubeuern überreichten Georg Huber zum Abschied eine Sitzbank mit den Wappen der Gemeinden. Das Geschenk steht für Verbundenheit, Nachbarschaft und Wertschätzung über den Samerberg hinaus.
Doch wer Georg Huber nur an Projekten misst, würde seiner Amtszeit nicht ganz gerecht. Ein Bürgermeister auf dem Samerberg ist nicht nur Verwaltungschef. Er ist Ansprechpartner, Vermittler, Repräsentant, Zuhörer, manchmal auch Blitzableiter. Er gratuliert zum 100. Geburtstag, steht bei Vereinsfesten und kirchlichen Feiern, begleitet freudige und schwierige Momente, ist bei den Menschen – und muss doch immer wieder Entscheidungen treffen, die nicht allen gefallen können.
Das wurde auch in seiner Ansprache deutlich. Huber dankte nicht nur den politischen Wegbegleitern wie Landrat, Abgeordneten und Bürgermeisterkollegen aus den Nachbargemeinden. Er dankte ebenso den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus und außerhalb des Rathauses – am Bauhof, Wertstoffhof, in der Wasserversorgung und überall dort, wo Gemeinde im Alltag funktioniert. Nur wenn die Mitarbeiter mitmachen, sagte er sinngemäß, könne eine solche Gemeinschaft funktionieren.

Ein Abschied auch von Seiten der Kirche: Diakon Günter Schmitzberger, Gemeindereferentin Conny Gaiser und Luise Schudock (nicht auf dem Foto) sowie Kurat Tobias Pastötter dankten Georg Huber für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit während seiner Amtszeit als Bürgermeister.
Auch dem Gemeinderat galt sein Dank: alten und neuen Mitgliedern, politischen Wegbegleitern, Menschen, mit denen über Parteigrenzen hinweg ein gutes Miteinander entstanden sei. Genau dieses Zusammenhelfen, dieses Mitnehmen und dieses Vertrauen bezeichnete Huber als ein Rezept für die Zukunft.
Sichtbar wurde an diesem Abend auch die gute Verbindung zu den Nachbargemeinden. Nußdorfs Bürgermeisterin Susanne Grandauer und Neubeuerns Bürgermeister Christoph Schneider überreichten Georg Huber eine besondere Sitzbank mit den Wappen der Gemeinden. Huber nahm darauf gleich Platz – ein Geschenk mit Symbolkraft: ein Platz zum Ankommen nach 24 Jahren im Amt, aber auch ein Zeichen der Verbundenheit über Gemeindegrenzen hinweg.

Die Musikkapelle Samerberg mit Georg Huber auf dem Törwanger Dorfplatz vor der Kirche
Auch die Kirche war vertreten. Diakon Günter Schmitzberger, Gemeindereferentin Conny Gaiser und Luise Schudok sowie Kurat Tobias Pastötter standen für das Seelsorgeteam, mit dem Huber über viele Jahre hinweg vertrauensvoll verbunden war. In einer Gemeinde wie dem Samerberg gehört auch dieses Miteinander zum öffentlichen Leben: Rathaus, Kirche, Vereine und Ehrenamt sind keine getrennten Welten, sondern Teil desselben Gemeindelebens.
Besonders persönlich wurde Huber, als er seiner Familie dankte. Seine Frau Claudia, seine Kinder, seine Geschwister und die ganze Familie hätten diese Amtszeit mitgetragen – in guten und in weniger leichten Zeiten. Ein solches Amt brauche eine Grundlage, die trägt und unterstützt. Diese Grundlage sei für ihn die Familie gewesen. Gerade dieser Dank gehörte zu den bewegenden Momenten des Abends. Denn 24 Jahre Bürgermeisteramt sind nicht nur eine kommunalpolitische Zeitspanne, sondern auch ein Stück Familiengeschichte. Als Georg Huber 2002 Bürgermeister wurde, waren seine Kinder noch klein. Heute sind sie erwachsen.
In einem Gespräch zum Ende seiner Amtszeit sagte Georg Huber einen Satz, der gut zu ihm passt: Er brauche keine Straße, die nach ihm benannt werde. Wenn sich die Menschen positiv an diese Zeit erinnerten, sei das Genugtuung genug. Es ist kein lauter Satz, kein pathetisches Vermächtnis, sondern eine nüchterne und fast bescheidene Zusammenfassung eines langen Dienstes.
Für die Samerberger Nachrichten war diese lange Amtszeit immer auch journalistisch und fotografisch eng verbunden mit der Entwicklung der Gemeinde. Viele Begegnungen, Veranstaltungen, Projekte und Stimmungen wurden über die Jahre begleitet. Besonders in Erinnerung bleibt auch das gemeinsame Buchprojekt „Samerberg – Paradies im Chiemsee-Alpenland“: die Fotos von Rainer Nitzsche, die Texte von Georg Huber. Rückblickend war es ein gemeinsamer Blick auf das, was diese Gemeinde ausmacht – ihre Dörfer, ihre Landschaft, ihre Menschen und ihre Eigenart.
Am 1. Mai beginnt nun ein neuer Abschnitt. Im Rathaus hat der Amtswechsel stattgefunden, auf dem Dorfplatz wird wieder ein Maibaum aufgestellt. Auch das ist ein starkes Bild: Die Personen wechseln, die Aufgaben gehen weiter, die Gemeinde bleibt in Bewegung. Tradition und Veränderung stehen nebeneinander – so, wie es auf dem Samerberg immer wieder der Fall ist.
Georg Huber tritt aus dem Amt. Aber er verschwindet nicht aus dieser Gemeinde. Er bleibt Samerberger, Nachbar, Vereinsmensch, Gesprächspartner und Teil jener Heimat, für die er 24 Jahre lang Verantwortung getragen hat.
Am Tag nach dem Ende seiner Amtszeit bleibt deshalb vor allem eines zu sagen:
Vergelt’s Gott, Georg Huber – für 24 Jahre Dienst am Samerberg, für Verantwortung, Einsatz, Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit.
Beitrag & Fotos: Rainer Nitzsche









