Familie, Freunde, Mitarbeiter und Weggefährten erweisen dem „Bräu von Erding“ die letzte Ehre
Erding, 19. August 2026. Er war Brauer mit Leib und Seele, Vollblut-Unternehmer und einer der prägendsten Botschafter bayerischer Lebensfreude. Am heutigen Mittwoch verneigten sich rund 1.500 Trauergäste auf dem Gelände der Privatbrauerei ERDINGER Weißbräu vor Werner Brombach und seinem Lebenswerk. Familie, Freunde, Mitarbeiter, Kunden und langjährige Weggefährten kamen zusammen, um Werner Brombach die letzte Ehre zu erweisen.
Sein Pioniergeist, sein unternehmerischer Weitblick und seine unverwechselbare Persönlichkeit haben ERDINGER Weißbräu über Jahrzehnte geformt – und weit über seine Heimat hinaus Spuren hinterlassen. Unter den Trauergästen befanden sich zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Brauwirtschaft, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft sowie Menschen, die Werner Brombach über viele Jahre begleitet hatten. Zu ihnen zählten Magdalena Neuner, Franziska Preuß, Patrick Lange, Nicole und Lothar Leder, Simon Schempp und Michael Greis. Aus der Braubranche kamen unter anderem Dr. Heinrich Kiener, Eigentümer der Brauerei Stiegl, Stiegl-Geschäftsführer Herbert Bauer, Anders Krantz sowie Marc Kemper von Carlsberg Deutschland, Alexandra Schörghuber und Jörg Biebernick von der Paulaner Brauerei, die Augustiner-Geschäftsführer Martin Leibhard und Marc Kusche, Catharina Cramer von der Warsteiner Brauerei, Georg Schneider VI und Geschäftsführer Robert Schraml von der Brauerei G. Schneider & Sohn, Marisa und Sebastian Steegmüller von der Flötzinger Brauerei, Josef Sigl jun. von der Trumer Brauerei sowie Johannes Hauser vom Stanglwirt in Kitzbühel sowie Alexander Scarlet vom Mooserwirt St. Anton. Auch Thomas Mack vom Europa-Park Rust, Uwe Barth und Bernhard Markgraf von der Therme Erding erwiesen Werner Brombach die letzte Ehre. Die überwältigende Anteilnahme zeigte eindrucksvoll, wie weit Werner Brombachs Wirken reichte und welche Wertschätzung ihm zuteilwurde – als umsichtiger Unternehmer und Förderer, als verlässlicher Wegbegleiter und als jemand, der bei aller nationalen wie auch internationalen Strahlkraft stets fest in seiner Heimatstadt Erding verwurzelt blieb.
Tiefe Trauer und Dankbarkeit erfüllten das feierliche Requiem, durch die Pater Peter Dus, langjähriger Pfarrvikar in Erding, sowie Erdings Stadtpfarrer Martin Garmaier zusammen mit dem extra aus den USA angereisten Pater Vinzenz mit großem Einfühlungsvermögen führten. Das würdevoll geschmückte Brauereigelände – jener Ort, mit dem Werner Brombachs Leben und Wirken untrennbar verbunden waren – verlieh der Zeremonie eine besondere Symbolkraft. Im Mittelpunkt stand dabei nicht allein der erfolgreiche Brauer mit Leib und Seele. Im Mittelpunkt stand der Mensch Werner Brombach: seine tiefe Verwurzelung in der Heimat, seine Bodenständigkeit, seine Geradlinigkeit und jene Liebe zur bayerischen Braukunst, die für ihn Berufung war. Während zum Abschluss der Sarg schließlich zum Auto gebracht wurde, erklang als bewegende Hommage an Werner Brombachs tiefe Liebe zu Hawaii Israel Kamakawiwoʻoles „Over the Rainbow“. Anschließend wurde der „Bräu von Erding“ noch einmal durch seine Brauerei gefahren – ein letzter, persönlicher Weg durch den Ort seines Lebenswerks.
Erinnerungen an einen besonderen Menschen
Den Auftakt der persönlichen Würdigungen machte Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales. Als gebürtige Erdingerin und Freundin der Familie sprach sie über Werner Brombachs tiefe Verbundenheit mit seiner Heimat: „Werner Brombach war für sehr viele Freund, Begleiter und Geschäftspartner. Für Erding und für ganz Bayern nehmen wir Abschied von einem Patrioten, der so vielen Familien nicht nur Lohn und Brot, sondern sein ganzes Herzblut gegeben hat. Wir nehmen Abschied von einem Weltbürger mit tiefen Wurzeln und festen Halt in seiner bayerischen Heimat.“ Zu Beginn ihrer Rede würdigte sie das besondere Verhältnis von Tochter Claudia zu ihrem Vater. Martin Bayerstorfer, Landrat des Landkreises Erding, rückte Werner Brombachs Verantwortungsgefühl für seine Mitmenschen und sein vielfältiges gesellschaftliches Engagement in den Mittelpunkt: „Sein Einsatz für die Menschen in Erding und darüber hinaus zeugen von einer Persönlichkeit, die Verantwortung übernommen und gelebt hat. Sein Fokus lag immer auch auf die Menschen, die sonst nicht im Fokus der Gesellschaft stehen.“
Wie eng der „Bräu von Erding“ und seine Heimatstadt miteinander verbunden waren, brachte Max Gotz, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Erding, zum Ausdruck: „Die Stadt Erding verneigt sich vor einem großartigen Bürger. In der Geschichte der Stadt gab es wohl kaum einen Menschen, der so prägend gewirkt hat und dabei stets den Menschen im Blick hatte.“
Den Blick auf Werner Brombachs Lebenswerk und dessen Fortführung richtete anschließend der frühere Bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein. Als Mitglied des Stiftungsrats der „Werner-Brombach-Familien-Stiftung“ sagte er: „Die Familienstiftung bot ihm die Möglichkeit sicherzustellen, dass der Gedanken eines Familienunternehmens auch langfristig den Charakter von ERDINGER Weißbräu prägt. Die Brauerei war sein Leben. Wir blicken mit größter Anerkennung und Dankbarkeit auf dieses Brauerleben. Daher gilt es, dieses Unternehmen in seinem Sinne weiterzuführen.“
Für die bayerische Brauwirtschaft fand Dr. Stefan Kreisz, Präsident Bayerischer Brauerbund und Sprecher der Geschäftsführung von ERDINGER Weißbräu, eindringliche Worte. Er unterstrich den außergewöhnlichen Stellenwert Werner Brombachs für eine ganze Branche: „Mit Werner Brombach verlässt uns der letzte Bierpionier. Wir verlieren einen außergewöhnlichen, erfolgreichen Unternehmer, einen Weltenbürger, der das Ansehen von bayerischem Bier in die Welt getragen hat – aber vor allem einen Brauer mit Leib und Seele. Mit dem Bräu von Erding hat uns ein ganz Großer unserer Zunft verlassen.“
Den Abschluss der Reden bildete Wolfgang Kuffner, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb Deutschland und Österreich, für die Privatbrauerei ERDINGER Weißbräu. Seine sehr persönlichen Worte machten deutlich, welche Bedeutung Werner Brombach für das Unternehmen und Generationen von Mitarbeitern hatte: „Unser Bräu, unser Vorbild, unser Chef. Alles rund um ERDINGER trägt seine unverkennbare Handschrift. Seine Aura, die in jedem Kieselstein und jeder Fuge dieser Brauerei greifbar ist, wird uns immer begleiten. Werner Brombach wird für immer da sein und wir werden sein Lebenswerk verantwortungsvoll weiterführen.“
Ein letzter gemeinsamer Weg durch seine Heimat
Am frühen Nachmittag setzte sich, begleitet von zahlreichen Trauergästen und Bürgern, der Trauerzug durch Erding in Bewegung. Vom Kleinen Platz führte er unter sehr großer Anteilnahme der Bevölkerung zunächst in die Lange Zeile zum Stammsitz der Brauerei – zugleich Werner Brombachs Elternhaus. Jenem Ort also, der wie kein ein anderer für sein Leben stand: Hier wurde Werner Brombach geboren, hier wuchs er auf und entdeckte schon als Bub seine Liebe zur Braukunst. Später lenkte er von hier aus die Geschicke der Brauerei und formte ERDINGER Weißbräu über Jahrzehnte zu seinem Lebenswerk. Von dort ging es weiter zum Friedhof Sankt Paul, wo Werner Brombach im Familiengrab beigesetzt wurde. Für die geladenen Gäste schloss sich ein Trauermahl im Gasthaus zum ERDINGER Weißbräu an. Auch die Erdinger Bevölkerung war an diesem Tag Teil des Gedenkens. Ganz im Sinne des „Bräu von Erding“ lud ERDINGER Weißbräu die Bürger zu einem gemeinsamen Bier auf dem Schrannenplatz ein – als Geste für den „Bräu“ Werner Brombach, dessen Person untrennbar mit Erding, seiner Brauerei und der bayerischen Bierkultur verbunden bleiben wird.
Bericht: ERDINGER Weißbräu – Bilder: Jan Geune und Martin Brosig



