Leitartikel

Bayern: Bundesverdienstkreuz-Verleihungen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf hat in München das Bundesverdienstkreuz am Bande ausgehändigt. Damit würdigte sie sieben verdiente Persönlichkeiten für ihren herausragenden Einsatz für das Gemeinwohl. Ministerin Scharf gratulierte allen Geehrten:

„Im Namen des Bundespräsidenten überreiche ich Ihnen das Bundesverdienstkreuz – die höchste Auszeichnung unseres Landes. Ich danke Ihnen für Ihr außergewöhnliches Engagement für Ihre Mitmenschen. Sie handeln aus Überzeugung und Verantwortung – oft im Stillen, aber stets wirkungs- und wertvoll. Was Sie leisten – teils seit Jahrzehnten – ist keineswegs selbstverständlich. Unser Land braucht Menschen wie Sie: Menschen, die Verantwortung leben und Solidarität sichtbar machen. Ihre Erfahrung ist ein Schatz, ihr Vorbild ein Leuchtturm. Sie sind Wegweiser für diejenigen, die nach Orientierung suchen. Ihr Wirken ist ein Geschenk an unser Land.“

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Er wird für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen. Das Bundesverdienstkreuz am Bande wird vom Bundespräsidenten verliehen und in Vertretung in den jeweiligen Bundesländern ausgehändigt.

Nachfolgende Persönlichkeiten wurden am 16. April geehrt. Einzelfotos und Kurzbegründungen der einzelnen Geehrten können gerne angefordert werden unter presse@stmas.bayern.de.

Frau Prof. Dr. Dr. Marianne Abele-Horn, München

Prof. Dr. Dr. Marianne Abele-Horn ist eine anerkannte Expertin in Pharmazie, Medizin und Infektiologie. Als Leiterin der Kommission „Antiinfektiva, Resistenz und Therapie“ beim Robert Koch-Institut von 2013 bis 2023 trug sie wesentlich zur Entwicklung unabhängiger Leitlinienfinanzierung und zur Einführung infektiologischer Zusatz- und Facharztbezeichnungen bei. Ihr Engagement hat maßgeblich zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen und zur Verbesserung des Infektionsschutzes in Deutschland beigetragen.

Frau Dr. Ruth Biller, Unterschleißheim

Dr. Ruth Biller gründete 2013 die „AVRC-Selbsthilfegruppe“, die 2018 in einen gemeinnützigen Verein überführt wurde, um von der seltenen genetischen Herzkrankheit Betroffene und deren Angehörige zu unterstützen sowie Prävention, Diagnostik, Forschung und neue Therapien beim plötzlichen Herztod zu fördern. Sie arbeitet national und international mit Fachleuten und Organisationen zusammen, um das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und die Aufklärung zu verbessern.

 Frau Dr. Petra Carqueville, Brannenburg

Dr. Petra Carqueville engagiert sich seit den 1990er-Jahren ehrenamtlich und ist seit über 15 Jahren in der Entwicklungsarbeit im indischen Distrikt Ahmednagar tätig. 2008 gründete sie den Verein „love-learn-live e.V.“. Ihr Einsatz hat die deutsch-indische Entwicklungshilfe nachhaltig gestärkt und vielen Menschen vor Ort neue Perspektiven eröffnet.

Herr Gerd Grüneisl, München

Gerd Grüneisl ist Architekt und Kunsterzieher, der sich seit über 40 Jahren für ästhetische Erziehung und kulturelle Bildung engagiert. Als Mitbegründer des Vereins „Kultur und Spielraum e.V.“ initiierte er zahlreiche Großprojekte. Besonders hervorzuheben ist das von ihm 1979 gestartete Projekt „Spielstadt Mini-München“, das international übernommen wurde und als bedeutendes Instrument der kulturellen und politischen Bildung gilt.

Frau Elisabeth Harbauer, Weilheim i. OB

Elisabeth Harbauer engagiert sich seit über 60 Jahren im Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes in Weilheim und prägte als Sanitätsdienstleiterin, stellvertretende Kreisvorsitzende und Mitglied im Führungskreis des Bezirksverbands Oberbayern die Rot-Kreuz-Arbeit maßgeblich. Mit ihrem langjährigen Einsatz gilt sie als Vorbild an Hilfsbereitschaft, Verlässlichkeit und Menschlichkeit im BRK.

Frau Rita Schulz, München

Rita Schulz ist seit 1998 Geschäftsführerin und seit 2024 geschäftsführende Vorstandsvorsitzende des Landesverbands „IN VIA Bayern e.V.“ und hat dessen Entwicklung maßgeblich geprägt. Sie stärkte besonders die Bahnhofsmissionen in Bayern, baute die Jugendmigrationsdienste aus und gründete 2000 die ökumenische gGmbH „STOP dem Frauenhandel“ als Fachstelle für von Ausbeutung und Zwang betroffene Frauen. Seit 2021 engagiert sie sich zudem gegen weibliche Genitalbeschneidung, organisiert Fachtagungen und fördert die Vernetzung von Fachkräften.

Frau Iris Trübswetter, Rosenheim

Iris Trübswetter ist seit 2008 Vorsitzende der „Bayerischen Ostgesellschaft“ und seit 2009 Vorstandsmitglied im „Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften e.V.“ (BDWO). Sie engagiert sich besonders für die Partnerschaftsarbeit mit der Ukraine. Sie war maßgeblich am Aufbau eines Netzwerks deutsch-ukrainischer Städtepartnerschaften beteiligt und setzt sich zudem für die Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in deutsch-russischen Städtepartnerschaften ein.

Bericht und Foto: Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf zusammen mit den Geehrten – StMAS /Schäffler / Nötel


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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