Josef Feistl wurde von Bürgermeister Simon Frank im Aschauer Rathaus in sein neues Amt eingeführt. Der bisherige Amtsinhaber Günter Habl ist in den Ruhestand getreten. Bürgermeister Frank führte – zusammen mit den beiden Fachbereichsleitern Heinz Scheck und Florian Solfrank sowie Bauhofleiter Rudi Angermaier – eine ewig lange Liste an Aufgaben und Tätigkeiten an, die künftig auf den Stellvertreter zukommen. Josef Feistl ließ sich davon jedoch nicht schrecken, ist er doch schon seit mehreren Jahren im Bauhof beschäftigt. „Normalerweise hat jeder nur einen Chef“, so Rudi Angermaier, „als Bauhofmitarbeiter in Aschau hat man rund 6800 Leute, die einem Arbeiten auftragen und die einen mit Argusaugen bei der Arbeit beaufsichtigen, verteilt auf die 80 Quadratkilometer Gemeindegebiet mit seinen 43 Ortsteilen. Besonders beim Schneeräumen im Winter ist jeder der Wichtigste überhaupt und muss bevorzugt behandelt werden“. Dabei ist das Aufgabenspektrum der 14 Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs schon weit genug gefasst: 55 Kilometer Gemeindestraßen, 300 Kilometer Wanderwege, viele davon am Berg, 105 Brücken aller Art und viele Kilometer von Wildbächen und Gräben ohne Ende müssen gepflegt, geräumt und gewartet werden, 600 Bäume müssen zweimal im Jahr auf ihre Standfestigkeit geprüft werden, alle Papierkörbe mehrfach entleert und gereinigt und die Hundetoiletten immer mit Plastiktüten versorgt werden. Dazu kommendie vielen Erhaltungsmaßnahmen aller Art: Pflege der gemeindlichen Rasenflächen, der Spielplätze und des Sportplatzes, des Friedhofgeländes und der Freibäder, Unterhalt der gemeindlichen Gebäude vom Rathaus über die Feuerwehrhäuser, die Schulen, Kindergärten und Gebäude im Freibad, den Wertstoffhof und die Bauhöfe, Unterhalt, Pflege und Spülung des Kanalnetzes sowie der Sommerunterhalt der Skiabfahrt an der Kampenwand. Im Winter ist die Hauptaufgabe des Bauhofs das ständige Schneeräumen; ab drei Uhr beginnt der Räumdienst, damit die wichtigsten Straßen geräumt und gestreut sind, bis der Berufsverkehr beginnt. Bei länger anhaltenden Schneefällen müssen alle Straßen auch mehrmals täglich von der weißen Pracht befreit werden. Was den einen ärgert ist für den anderen das Höchste: das Spuren der Loipen im Priental und das Freimachen der Parkplätze vom Schnee gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Bauhofs. Für die Bewältigung dieser Arbeiten steht dem Bauhof eine Flotte von Fahrzeugen zur Verfügung, die das ganze Jahr über gepflegt und gewartet werden müssen. „Diese Aufzählung ist bestimmt noch nicht vollzählig“, soRudi Angermaier, „aber sie enthält die wesentlichsten Aufgaben unseres Bauhofes“.
Redaktion
Anton Hötzelsperger
Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.
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