Leidenschaft, Tatkraft und ein unermüdlicher Einsatz für Gartenbau, Heimat und Ehrenamt: das und vieles mehr zeichnet Wolfram Vaitl als Präsidenten des Bayerischen Landesverbands für Gartenbau und Landespflege aus. Nach 12 Jahren an der Spitze des Verbandes ehrte Staatsministerin Michaela Kaniber ihn bei seiner Verabschiedung für seine herausragenden Verdienste mit der Bayerischen Staatsmedaille in Gold.
„Wolfram Vaitl hat den Landesverband geprägt wie kaum ein anderer. Er hat Menschen zusammengebracht, Ideen vorangebracht und immer wieder gezeigt, was möglich ist, wenn jemand mit Herzblut, Überzeugung und einer gehörigen Portion Tatkraft ans Werk geht“, sagte Kaniber in ihrer Laudatio. „Er ist ein begnadeter Netzwerker, ein mutiger Entscheider und ein leidenschaftlicher Botschafter für das Ehrenamt und unsere Heimat.“ Ob Naturgarten, Streuobst, Landesgartenschauen, Jugendarbeit oder der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“: Vaitl setzte in vielen Bereichen wichtige Impulse. Während seiner Präsidentschaft wurden in Bayern mehr als 3.300 Gärten als Naturgärten ausgezeichnet. Damit stärkt der Landesverband das Bewusstsein dafür, wie viel jeder Einzelne unmittelbar vor der eigenen Haustüre für Artenvielfalt, Umweltbildung und eine lebenswerte Heimat tun kann. Denn gerade angesichts von Klimawandel, zunehmender Hitze und dem Verlust wertvoller Lebensräume gewinnt diese Arbeit weiter an Bedeutung.
Besonderes Anliegen war Vaitl das Streuobst. Als überzeugter Mitstreiter beim Bayerischen Streuobstpakt machte er immer wieder deutlich, welche Schlüsselrolle die Obst- und Gartenbauvereine bei der Pflanzung, der Pflege und dem Erhalt der Streuobstbestände spielen. „Der Streuobstpakt ist ein Generationenvertrag für unsere bayerische Kulturlandschaft“, sagte Kaniber. Bayern will bis 2035 zusätzlich eine Million Streuobstbäume pflanzen und die bestehenden Bestände erhalten. Seit dem Start des Pakts hat der Freistaat bereits Fördergelder für rund 250.000 neue Bäume sowie für die Pflege von mehr als 125.000 Streuobstbäumen bewilligt. „Wir kommen gut voran. Entscheidend ist aber, dass die Bäume nicht nur gepflanzt, sondern über Jahrzehnte gepflegt werden. Genau dafür brauchen wir Menschen, die Verantwortung übernehmen – und Vereine, die ihr Wissen weitergeben.“
Auch die junge Generation hatte Wolfram Vaitl stets im Blick. Mit der Gründung der Landesjugendorganisation „Jugend der bayerischen Gartenbauvereine“ stellte der Verband wichtige Weichen für die Zukunft der Vereinsarbeit. Für die Ministerin haben die Gartenbauvereine somit auch gesellschaftspolitisch eine wichtige Funktion. „Wolfram Vaitl hat nie nur verwaltet – er hat gestaltet. Und er hat andere dafür gewonnen, mitzumachen. Genau das macht gutes Ehrenamt aus: anpacken, Verantwortung übernehmen und möglichst viele Menschen mitnehmen“, unterstrich Kaniber. Zugleich gratulierte die Ministerin dem neuen Präsidenten des Landesverbands, Ulrich Pfanner. Der Gärtnermeister, Bürgermeister von Scheidegg und langjähriger Vizepräsident kenne sowohl die gärtnerische Praxis als auch die Themen des Landesverbandes und seiner Mitglieder aus eigener Erfahrung genau. „Mit Ulrich Pfanner übernimmt ein ausgewiesener Praktiker, der weiß, was die Menschen vor Ort bewegt. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“ Für seinen Start an der Spitze des Verbandes wünschte Kaniber ihm viel Erfolg.
Pfanner war seit 2018 Vizepräsident des Bayerischen Landesverbands für Gartenbau und Landespflege. Seit 2006 ist er Bürgermeister der Gemeinde Scheidegg. Der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege blickt auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurück. Mit rund 524.000 Mitgliedern in etwa 3.200 Mitgliedsvereinen ist er in ganz Bayern fest verwurzelt und ein wichtiger Partner für den ländlichen Raum. Rund 7.700 bayerische Betriebe erzeugen auf etwa 30.000 Hektar gärtnerische Kulturen.
Bericht: Bayerisches Landwirtschaftsminisgerium – Foto: Walter Glück/GLÜCK Communications – zeigt Staatsministerin Michaela Kaniber gemeinsam mit Wolfgang Vaitl bei der Verleihung der Staatsmedaille in Gold.




