Natur & Umwelt

Burghausen: Zwei neue FÖJlerinnen

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Zwei neue FÖJlerinnen packen im Umwelt- und Naturschutz mit an  –  Lena Meyer und Lea-Marie Marquardt absolvieren ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der Stadt Burghausen – Vielfältige Aufgaben von der Ziegenbetreuung bis zur Digitalisierung städtischer Grünflächen

Zwei neue Gesichter unterstützen seit September das Umweltamt der Stadt Burghausen: Lena Meyer aus Böblingen in Baden-Württemberg und Lea-Marie Marquardt aus Kirchberg in Sachsen absolvieren hier ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Die beiden jungen Frauen haben sich inzwischen gut in Burghausen eingelebt und freuen sich auf ein abwechslungsreiches Jahr mit vielen praktischen Aufgaben im Natur- und Umweltschutz. Für beide war nach dem Schulabschluss zunächst offen, wie es beruflich weitergehen soll. Statt direkt eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen, entschieden sie sich deshalb für ein Jahr zur Orientierung. „Ich wollte vor allem praktische Erfahrungen sammeln, draußen arbeiten und selbst mit anpacken“, sagt Lena Meyer. Das Freiwillige Ökologische Jahr bei der Stadt Burghausen bietet ihnen dafür zahlreiche Möglichkeiten.

Von den Ziegen am Burghang bis zur Arbeit mit den Stadtgärtnern

Eine ihrer bekanntesten Aufgaben ist die Betreuung der Tauernschecken-Ziegen am Burghang. Die seltenen Tiere sorgen dort durch die Beweidung für eine natürliche Landschaftspflege und halten den Blick auf die Burg frei. Doch die Ziegen sind längst nicht die einzige Aufgabe der beiden FÖJlerinnen. Jeden Dienstag unterstützen Lena und Lea-Marie die städtischen Gärtner und lernen dabei die vielfältigen Arbeiten rund um die Pflege der Grünanlagen und öffentlichen Flächen kennen. Immer donnerstags wird beim „Restl Festl“ im Haus der Familie gekocht. Auch eigene Projekte stehen auf dem Programm, wie die Instandhaltung der Naturlehrpfade.

Baumpflanzaktion und Umweltbildung mit Schulen

Zudem spielt die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen während des Freiwilligen Ökologischen Jahres eine wichtige Rolle. Bereits im November ist eine Baumpflanzaktion mit Burghauser Schulen im Reichenberger Forst geplant. Außerdem werden die beiden einen Stand beim diesjährigen Gallimarkt betreuen und dort zum gemeinsamen Kürbisschnitzen einladen. Weitere Einblicke in die praktische Naturschutzarbeit erhalten Lena und Lea-Marie durch die Zusammenarbeit mit der Burghauser Ortsgruppe des BUND mit Leiter Dr. Holger Lundt. So lernen sie unterschiedliche Bereiche des Umwelt- und Naturschutzes kennen und können zugleich eigene Ideen einbringen.

Neue Erfahrungen und Kontakte in ganz Bayern

Neben der Arbeit in Burghausen gehören auch mehrere einwöchige Seminare zum Freiwilligen Ökologischen Jahr. Dabei treffen sich die Teilnehmer aus ganz Bayern, beschäftigen sich mit Themen rund um Umwelt, Nachhaltigkeit und Naturschutz und tauschen ihre Erfahrungen aus. Für Lena und Lea-Marie ist das eine willkommene Gelegenheit, andere engagierte junge Menschen kennenzulernen und Kontakte über Burghausen hinaus zu knüpfen. Auch abseits ihrer Arbeit fühlen sich die beiden bereits wohl in ihrer neuen Heimat auf Zeit. In einer Dienstwohnung in der Burghauser Altstadt sind sie gut untergebracht. Besonders die freundliche Aufnahme im Umweltamt und das gute Miteinander haben ihnen den Einstieg erleichtert. „Es ist auch sehr interessant zu sehen, wie so eine Stadtverwaltung arbeitet und wie viele Aufgaben da tatsächlich dranhängen“, sagt Lea-Marie Marquardt. Das Umweltamt der Stadt Burghausen bietet jedes Jahr zwei jungen Menschen die Möglichkeit, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr zu absolvieren. Der Freiwilligendienst dauert zwölf Monate und verbindet praktische Naturschutzarbeit, Umweltbildung und persönliche Orientierung. Träger ist die Jugendorganisation des BUND Naturschutz in Bayern.

Weitere Informationen zum FÖJ bei der Stadt Burghausen gibt es unter www.burghausen.de/stadt/karriere/fsj/foej/.

Bericht: Stadt Burghausen / Foto: Stadt Burghausen/tg


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Toni Hötzelsperger

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