Natur & Umwelt

Bayerns Streuobst-Wertschöpfung

Streuobstaktion in der Kantine der Regierung von Oberbayern
Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Der Bayerische Streuobstpakt soll die Streuobstwiesen im Freistaat als kostbares Natur- und Kulturerbe bewahren. Ziel ist es, den Bestand zu erhalten und darüber hinaus bis 2035 eine Million zusätzliche Streuobstbäume in Bayern zu pflanzen. Dank dieses Maßnahmenpakets werden zukünftig auch große Mengen an Streuobstäpfeln zur Verfügung stehen. Um alternative Absatzmöglichkeiten neben den herkömmlichen Verarbeitungsformen als Säfte oder Spirituosen zu erschließen, hat die Heimatagentur an der Regierung von Oberbayern ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, um Wertschöpfungsketten für die Produktion von Apfelmus aus Streuobst-Äpfeln aufzubauen. Die Vermarktung in Kantinen bildete einen Schwerpunkt des Pilotversuchs.

Projektpartner sind die Streuobstkoordination an der Regierung von Oberbayern und die Projektstelle „Vermarktungsförderung von Streuobstprodukten“ am Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. Im Zuge einer ersten Testphase wurden in handwerklicher Herstellung knapp 300 kg oberbayerische Äpfel zu rund 120 kg Apfelmus verarbeitet. Für die Testproduktion wurden alte Apfelsorten mit intensivem Geschmack verwendet, darunter Kardinal Bea, Danziger Kantapfel, Signe Tillisch oder Wachsrenette von Benediktbeuern, die alle von einem Streuobstbauern aus dem Landkreis Erding stammen. Bereits wenige Tage nach der Ernte hat sie eine Gemeinschaftsverpflegungseinrichtung in Sauerlach (Landkreis München) zu Streuobst-Apfelmus verarbeitet.

In den Genuss der fruchtigen Beilage kamen die Besucherinnen und Besucher von insgesamt vier staatlichen Kantinen: In der Kantine der Regierung von Oberbayern bildete das Apfelmus die passende Begleitung für Kaiserschmarrn und Reiberdatschi als Wohlfühl-Gerichte „wie von der Oma“. Über eine Kostprobe auf dem Speiseplan durften sich darüber hinaus auch die Kantinengäste im bayerischen Umwelt-, Sozial- und Finanzministerium freuen.

Ziel und Anspruch der Heimatagentur ist es, die Verwendung regionaler und bio-regionaler Lebensmittel zu erhöhen, deren Wertschätzung zu steigern und regionale Wertschöpfungsketten zu stärken. Als Ansprechpartnerin für regionale Lebensmittel bringt sie Angebot und Nachfrage zusammen und bildet Netzwerke zur regionalen Vermarktung.

Text und Bildmaterial: Regierung von Oberbayern


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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