Wirtschaft

RO: Projekt “Leben am Fluss” am Innspitz

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die CSU-Fraktion der Stadt Rosenheim  will Innspitz zum neuen Stadtquartier entwickeln: „Leben am Fluss”  – Antrag auf Kaufverhandlungen mit dem Freistaat Bayern für das Grundstück der Straßenmeisterei. Städtebauliches Gesamtkonzept mit Wohnen, Gastronomie, Kultur und Naherholung am Wasser.

Die CSU-Stadtratsfraktion hat einen Antrag an Oberbürgermeister Abuzar Erdogan gestellt, unverzüglich Kaufverhandlungen mit dem Freistaat Bayern über das Grundstück der Straßenmeisterei an der Greidererstraße 10 am Innspitz aufzunehmen. Gleichzeitig soll die Stadtverwaltung ein städtebauliches Gesamtkonzept unter dem Leitbild „Leben am Fluss” erarbeiten, dass Wohnbebauung, Gastronomie, Kultur- und Veranstaltungsflächen sowie öffentliche Zugänge zum Wasser vorsieht.

Die Straßenmeisterei des Staatlichen Bauamtes Rosenheim wird in absehbarer Zeit an den neuen Standort nach Schechen verlagert. Damit wird eines der attraktivsten Grundstücke der Stadt frei, in unmittelbarer Lage an der Innspitze, dort wo Mangfall und Inn zusammenfließen.

„Ein echtes Filetstück – Rosenheim muss jetzt handeln”

CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Bergmüller unterstreicht die strategische Bedeutung des Antrags: „Der Innspitz ist ein großes Entwicklungsareal in dieser einzigartigen Lage am Wasser. Wenn die Straßenmeisterei nach Schechen geht, dürfen wir nicht tatenlos zusehen, wie dieses Filetstück anderweitig verwertet wird. Rosenheim muss als Erstes am Verhandlungstisch sitzen. Unser Ziel ist ein lebendiges neues Quartier, in dem Wohnen, Gastronomie, Kultur und Naherholung am Wasser zusammenkommen, ein echtes ‚Leben am Fluss’, wie es unsere Stadt bisher noch nicht kennt.” Bergmüller betont zudem die wohnungspolitische Dimension: „Rosenheim braucht dringend mehr Wohnraum, für junge Familien, für Seniorinnen und Senioren, für Menschen mit mittleren Einkommen. Der Innspitz bietet die seltene Chance, attraktives und gleichzeitig bezahlbares Wohnen in unmittelbarer Flusslage zu schaffen. Diese Gelegenheit kommt nicht wieder.”

„Die Chance ist da, jetzt müssen wir sie ergreifen”

Der 2. Bürgermeister Daniel Artmann, MdL, hat als Mitglied des Bayerischen Landtags bereits seit mehreren Monaten Vorgespräche mit der Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) geführt, mit ermutigenden Ergebnissen. „Ich stehe seit einigen Monaten in engem Austausch mit der IMBY und den zuständigen Stellen in München. Die Rückmeldungen stimmen mich sehr zuversichtlich, denn der Freistaat ist grundsätzlich bereit, über einen Verkauf an die Stadt Rosenheim zu sprechen. Diese Tür steht offen, und wir sollten sie jetzt entschlossen durchschreiten. Der Innspitz hat das Potenzial, ein echtes Leuchtturmprojekt zu werden, nicht nur für unsere Stadt, sondern für die gesamte Region.” Artmann ergänzt: „Wo Inn und Mangfall zusammenfließen, liegt einer der schönsten Orte Rosenheims, und bisher nutzen wir dieses Potenzial kaum. Mit dem Leitbild ‚Leben am Fluss’ können wir das ändern.

Ich stelle mir ein Quartier vor, das Rosenheim ein ganz neues Lebensgefühl schenkt: ein Biergarten direkt am Wasser, Konzerte unter freiem Himmel, Spazierwege entlang des Ufers und mittendrin Wohnraum für Menschen, die sich das Leben in unserer Stadt auch leisten können. Viele Städte in Bayern würden uns um eine solche Lage beneiden. Es liegt an uns, daraus etwas Besonderes zu machen.”

Das Konzept „Leben am Fluss” im Überblick

Der CSU-Antrag sieht vor, dass die Stadtverwaltung einen städtebaulichen Wettbewerb bzw. ein Rahmenplanverfahren für das gesamte Areal des Innspitz einleitet. Das integrierte Gesamtkonzept soll vier zentrale Bausteine umfassen:

  1. Wohnbebauung mit einem angemessenen Anteil an gefördertem und bezahlbarem Wohnraum.
  2. Gastronomie zur Belebung des Areals und Stärkung der Aufenthaltsqualität am Wasser.
  3. Kultur und Musik durch die Schaffung von Frei- und Veranstaltungsflächen für kulturelle Nutzungen, Live-Musik und Begegnung.
  4. Öffentliche Freiräume und Wasserzugänge zur Aufwertung des Inn-Uferbereichs als Naherholungsraum für alle Rosenheimerinnen und Rosenheimer.

Hintergrund

Die Straßenmeisterei des Staatlichen Bauamtes Rosenheim an der Greidererstraße 10 befindet sich auf einem strategisch bedeutsamen Grundstück direkt am Innspitz. Mit der geplanten Verlagerung nach Schechen wird das Areal für eine Neunutzung frei.

Bericht: CSU-Stadtratsfraktion Rosenheim – Fotos:  Christoph Leonhardt / Daniel Artmann 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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