Schon zum vierten Mal wurde das Ortsschild der Gemeinde Nußdorf am Inn von Unbekannten gestohlen. Dreimal, auch diesmal, verschwand das Schild am nördlichen Ortseingang von Neubeuern kommend. Zuvor war das Ortsschild am westlichen Ortseingang von Brannenburg kommend schon einmal Ziel von Diebstahl.
Da das Schild an einer Staatsstraße steht, entsteht der Aufwand in diesem Fall für die Straßenmeisterei des Staatlichen Bauamtes Rosenheim. Diese hatte das Schild nach dem letzten Diebstahl zusätzlich gesichert, mit Nieten statt Schrauben. Diese Nieten wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 5./6. September, mit dem nötigen Werkzeug aufgebohrt und das Schild gestohlen.
Die Straßenmeisterei muss das Schild nun bei einer Spezialfirma nachbestellen, die über das erforderliche StVO-Zertifikat zur Herstellung von Ortsschildern verfügt. Solche Schilder sind nicht auf Lager. Werden sie nicht mutwillig zerstört, halten die Ortstafeln Jahrzehnte. Bis zu sechs Wochen kann es dauern, bis das neue Schild geliefert wird. Anschließend muss es durch die Straßenmeisterei aufgestellt werden; zwei bis drei Stunden Arbeit und ein paar hundert Euro Materialkosten kommen dabei zusammen. Das fehlende Ortsschild wurde vorerst durch ein Tempo-50-Hinweisschild ersetzt. Damit sollen Autofahrerinnen und Autofahrer darauf hingewiesen werden, dass sie eine geschlossene Ortschaft erreicht haben und damit Tempo 50 gilt.
Die Straßenmeistereien sorgen dafür, dass die Straßen das ganze Jahr über befahrbar bleiben. Das Staatliche Bauamt Rosenheim appelliert: Schilderklau ist kein Kavaliersdelikt. Es handelt sich um eine Straftat und geht zu Lasten aller. Die Zeit, die in den Straßenmeistereien dafür aufgewendet werden muss, um geklaute Schilder zu ersetzen, fehlt für andere wichtige Aufgaben.
Text und Foto: Staatliches Bauamt Rosenheim


