Wirtschaft

Salzburg: Leopold Kohr‑Summerschool

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

In der 8. Leopold Kohr‑Summerschool „Nachhaltige Innovation: Wie moderne Technologien regionale Wirtschaftskreisläufe stärken“ werden inspirierende Zukunftsthemen diskutiert. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 10. September 2026, von 16 bis 19 Uhr in der Stieglbrauerei Salzburg, Bräuhausstraße 9, 5020 Salzburg, statt. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich: Mail office@tauriska.at oder Mobil +43 (0)664 5205203.

Die Summerschool widmet sich der Frage, welche Technologien eine zukunftsfähige Regionalentwicklung unterstützen: Wo braucht es Tradition, wo Innovation? Wo sind Grenzen der Digitalisierung sinnvoll, und wo stärkt sie regionale Resilienz? Gemeinsam mit Expertinnen und Experten werden Beispiele für einen maßvollen, menschengerechten Umgang mit Technik gesucht.

Begrüßung und Grußworte übernehmen Susanna Vötter‑Dankl (Leopold Kohr®‑Akademie), Prof. Alfred Winter (Leopold Kohr®‑Akademie) und Bürgermeister Bernhard Auinger (Stadt Salzburg). Die Moderation und Einführung erfolgt durch apl. Prof. Dr. Niko Paech (Universität Siegen). Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Alexandra Seywald (Geige).

Vorträge und Themen:
– FH‑Prof. Arch. Dipl.‑Ing. Dr. Michael Grobbauer (Fachhochschule Salzburg GmbH): „LoftConcept“ – das Projekt zeigt, wie parametrische Holz‑Massivbausysteme eine nachhaltige Form der städtischen Nachverdichtung ermöglichen und dabei ressourcenschonendes Bauen mit flexiblen, zukunftsfähigen Wohnlösungen verbinden.
– FH‑Prof. Univ.‑Doz. Mag. Dr. Stefan Wegenkittl (Fachhochschule Salzburg GmbH): „KI im Gleichgewicht – Nachhaltige Innovation braucht Kompetenzen“. Er thematisiert, wie technologische Entwicklungen verantwortungsvoll gestaltet werden können und welche Fähigkeiten dafür nötig sind. Mit seinem Applied Data Science Lab arbeitet er an innovativen KI‑Methoden für Machine Learning, Deep Learning, Image & Signal Processing und Medical Imaging.
– Dr. Herbert Zlöbl (CEO von ZICON.Systems): „e Box“ – ein solarbetriebenes Kleinkraftwerk, das eine autonome, nachhaltige Energieversorgung für Gebäude ermöglicht.
– Dr. Martin Stefanec (Universität Graz): Biohybride Systeme zur Erforschung von Honigbienen; in den EU‑Projekten HIVEOPOLIS, RoboRoyale und SensorBees werden Robotik und Sensorik direkt im Bienenstock eingesetzt.

Diskussionsteilnehmer sind Niko Paech, Michael Grobbauer, Martin Stefanec, Stefan Wegenkittl und Herbert Zlöbl.

Kurzporträts der Referenten (Auszug):
FH‑Prof. Arch. Dipl.‑Ing. Dr. techn. Michael Grobbauer ist Architekt, promoviert in Baukonstruktion und angewandter Bauphysik und verfügt über langjährige Erfahrung als Projektleiter, Büroleiter, Universitätsassistent und Forschungsleiter in der Industrie. Seit 2017 ist er FH‑Professor für Baukonstruktion und Gebäudehüllen; seine Forschungsschwerpunkte umfassen Holzbausysteme zur Nachverdichtung, Gebäudehüllen und multifunktionale Bauteilsysteme.

FH‑Prof. Univ.‑Doz. Mag. Dr. Stefan Wegenkittl studierte Mathematik und Computerwissenschaften an der Universität Salzburg und promovierte 1998 mit Auszeichnung. An der FH Salzburg leitet er die Studiengänge AI for Sustainable Technologies und Applied Image and Signal Processing sowie den Fachbereich Data Science and Analytics.

Dr. Martin Stefanec untersucht am Artificial Life Lab der Karl‑Franzens‑Universität Graz, wie Honigbienen kommunizieren und sich als Kollektiv organisieren. In den genannten EU‑Projekten werden Robotik und Sensorik als Werkzeuge der Grundlagenforschung eingesetzt.

Dr. Herbert Zlöbl ist Gründer und CEO von ZICON:Systems. Nach dem Studium der Technischen Physik und des Exportmanagements arbeitete er für verschiedene Unternehmen und war als Consultant sowie als EU‑ und UN‑Experte tätig. Seine Schwerpunkte liegen in regionaler Wirtschaftsentwicklung, technischer Innovation und der Einführung von KI in Geschäftsprozessen. Die „e‑Box“ steht vor der Einführung in mehreren BRICS‑Ländern.

Apl. Prof. Dr. Niko Paech lehrt und forscht an der Universität Siegen im Bereich der Pluralen Ökonomik; seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in der Umweltökonomie, der Ökologischen Ökonomie und der Nachhaltigkeitsforschung.

In einem einleitenden Statement wird darauf verwiesen, dass technologische Innovationen Produktivität und Wohlstand steigerten, jedoch nie ohne Kosten. Die ökologischen Nebenwirkungen und soziale Spaltungen bleiben bestehen; zentrale Wertschöpfungsketten machen Regionen abhängig und krisenanfällig. Der vorgeschlagene Ausweg sei keine Technikfeindlichkeit, sondern eine Rückkehr zum „menschlichen Maß“: Technologien sollen kleinräumig, dezentral, verständlich und reparierbar sein. Entscheidend sei, dass Technologie den Menschen stärke statt ersetze und Arbeit als gemeinsames Schaffen erfahrbar bleibe.

Die Veranstalter würden sich über Interesse und Teilnahme freuen.

Text und Bilder: Leopold Kohr-Akademie


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Toni Hötzelsperger

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