Solidarität & Lichtblicke

Grenzenlos-Camp in Burghausen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Grenzen überwinden, Gemeinschaft erleben: Gelebte Inklusion im Anna Schaffelhuber Grenzenlos Camp

Anna Schaffelhuber, Staatsminister Joachim Herrmann, Biathletin Selina Grotian sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft besuchen inklusives Bildungscamp in Burghausen –  Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam stark machen, Begegnungen schaffen und Barrieren abbauen: Dafür steht das Anna Schaffelhuber Grenzenlos Camp, das auch 2026 wieder in der Jugendherberge Burghausen stattfindet. Drei Campwochen bringen jeweils 24 Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren aus ganz Deutschland nach Burghausen.

Wie gelebte Inklusion aussehen kann, zeigte sich beim Besuchstag am vergangenen Donnerstag. Gemeinsam mit Camp-Initiatorin Anna Schaffelhuber kamen zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in die Salzachstadt, darunter Bayerns Innen-, Sport- und Integrationsminister Joachim Herrmann, der Erste Vizepräsident des Bayerischen Landtags Tobias Reiß, Dr. Andrea Niedzela Schmutte, stellvertretende Amtschefin im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Camp-Botschafterin und Biathletin Selina Grotian.

Bei einem interaktiven Parcours wechselten Gäste und Jugendliche gemeinsam die Perspektive. An verschiedenen Stationen wie etwa beim Rollstuhl-Basketball, beim Erraten von Gebärdensprache oder beim Blind-Ertasten von Gegenständen wurden Barrieren bei Wahrnehmung, Kommunikation und Mobilität unmittelbar erfahrbar. Im Mittelpunkt standen dabei nicht theoretische Fragen zur Inklusion, sondern Begegnung, gemeinsames Ausprobieren und der persönliche Austausch.

„Das Grenzenlos Camp zeigt auf beeindruckende Weise, wie selbstverständlich Gemeinschaft funktionieren kann, wenn junge Menschen mit und ohne Behinderung zusammenkommen, voneinander lernen und gemeinsam Neues erleben. Wir freuen uns sehr, dass dieses besondere Projekt in Burghausen stattfindet und unsere Stadt damit zum Ort gelebter Inklusion wird“, betonte Erster Bürgermeister Florian Schneider, der mit weiteren Vertretern der Stadt Burghausen ebenfalls beim Besuchstag war. Initiatorin Anna Schaffelhuber unterstrich ebenfalls den Gemeinschaftsgedanken: „Mir ist wichtig, dass Inklusion nicht abstrakt bleibt. Im Camp entstehen echte Begegnungen. Die Jugendlichen erleben, dass Unterschiede nicht trennen müssen, sondern neue Perspektiven eröffnen können.“

Auch Camp-Botschafterin Selina Grotian zeigte sich bei ihrem ersten Besuch beeindruckt: „Hier geht es nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, Neues auszuprobieren, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam über sich hinauszuwachsen.“ Während der fünftägigen Campwochen erwartet die Jugendlichen ein pädagogisch begleitetes Programm mit den Schwerpunkten Sport, Medien und Persönlichkeitsentwicklung. Jeweils zwölf Jugendliche mit und zwölf Jugendliche ohne Behinderung leben und lernen dabei gemeinsam. Ziel ist es, Selbstvertrauen, Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen zu stärken. Inklusion wird dabei nicht theoretisch vermittelt, sondern im gemeinsamen Camp-Alltag gelebt.

Veranstaltet werden die Camps von der Y.E.S. Sportmarketing GmbH. Hauptpartner sind 2026 die MSD Sharp & Dohme GmbH und Sonepar Deutschland GmbH.

Bericht und Foto:  Stadt Burghausen / tg – Beim Grenzenlos Camp kommen Jugendliche mit und ohne Behinderung zusammen, um gemeinsam die eigenen Grenzen zu überwinden. Beim Besuchstag konnten auch die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ihre eigenen Perspektiven in einem interaktiven Parcours wechseln.

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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