Solidarität & Lichtblicke

Johanniter zum Tag der älteren Menschen

Hanna Krichbaumer, Leiterin der Johanniter-Rettungshundestaffel Rosenheim
Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Ein gutes Zusammenleben erfordert Offenheit von Jung und Alt. Das betonen die Johanniter zum Tag der älteren Menschen am 1. Oktober

Ende 2025 waren rund 18,9 Millionen Menschen in Deutschland 65 Jahre alt oder älter. Das sind mehr als 22 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung, Tendenz steigend. Fröhlich sind die Themen selten, wenn vom Altwerden die Rede ist. Häufig geht es um Dinge wie Rentenkrise und steigende Pflegekosten. „Eigentlich schade“, sagt Ralph Bernatzky, der für die Stadt und den Landkreis Rosenheim zuständige Ortsbeauftragte der Johanniter. „Wenn wir nur über die Herausforderungen reden, gehen die positiven Aspekte völlig unter. An sich ist es doch eine echte Errungenschaft, dass so viele Menschen wie nie zuvor ein hohes Alter erreichen. Noch dazu oft fit und bei guter Gesundheit.“

Zum Internationalen Tag der älteren Menschen am 1. Oktober ermutigen die Johanniter dazu, die vielfältigen Aspekte des Alterns offener zu betrachten. Verständlicherweise spielt die faire Verteilung von Ressourcen angesichts der altersbedingten Veränderungen unserer Gesellschaft eine Hauptrolle. Aber darauf, so die Johanniter, dürfe sich die Diskussion nicht beschränken. Unter anderem lohne es, sich zu fragen: Wie sieht für mich ein menschliches Miteinander der Generationen aus? „Das ist keine Einbahnstraße“, sagt Bernatzky. „Hier zählt auch, dass ältere Menschen sich für Belange und Bedürfnisse der Jungen interessieren. Und natürlich auch andersrum.“

Miteinander reden und gemeinsames Engagement weiten den Horizont

Begegnungen ermöglichen es, miteinander ins Gespräch zu kommen und einander besser zu verstehen. Besonders hilfreich, so die Johanniter, sind oft gemeinsame Aktionen, bei denen Menschen verschiedenen Alters zusammenkommen. Ob im Verein, in lokalen Initiativen oder in sozialen Einrichtungen: Zum Engagement gesellt sich dann oft die Freude am Zusammensein. „Wie wohltuend Begegnungen außerhalb der eigenen Altersgruppe sind, erleben wir unter anderem in unserem Ehrenamt bei der Rettungshundestaffel. Hier engagieren sich aktuell Menschen im Alter von 26 bis 64 Jahren gemeinsam für andere“, berichtet Hanna Krichbaumer, Leiterin der Johanniter-Rettungshundestaffel Rosenheim. „Sie trainieren wöchentlich gemeinsam, gehen gemeinsam zu jeder Tages- und Nachtzeit in den Einsatz und haben über die Generationen hinweg auch zwischen den Einsätzen genug Zeit für den Austausch zum gemeinsamen Hobby Hund.“

Text und Foto: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Ortsverband Oberbayern-Südost – Hanna Krichbaumer, Leiterin der Johanniter-Rettungshundestaffel Rosenheim


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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