Unter dem Motto „Moment mal“ stellen 13 Künstlerinnen und Künstler von Mittwoch, 19. August bis einschließlich Sonntag, 23. August, ihre neuesten Werke in der Alten Wache in Traunstein aus. Zum Kunstkreis Grassau gehören vor allem Kunstschaffende aus dem Achental, darunter Architekten, Kunsttherapeuten, Lehrer, Kunstschüler wie auch passionierte Autodidakten, mehr Damen als Herren. Gemeinsam ist allen, dass sie sich – trotz oft professioneller Ausbildung – weiterbilden und sowohl miteinander als auch voneinander lernen wollen. Die Künstlergemeinschaft besteht aus Leuten zwischen 16 und über 80 Jahren.
So verschieden naturgemäß die Persönlichkeiten sind so verschieden sind auch die Herangehens- und Sichtweisen der künstlerischen Gestaltung – langweilig wird es sicher nicht. Gemeinsam diskutieren sie über ein entstandenes Werk und entscheiden, welches der Öffentlichkeit präsentiert wird. Wegen des begrenzten Raums in der Alten Wache kann jeder maximal drei Kunstwerke zeigen. Heuer sind mit dabei Helmut Bielinsky, der auch als Sprecher des Kunstkreises fungiert, Ursula Hartlaub, Anne Herl, Peter Stetefeld, Bärbel Straub und Gaby Wettinger, alle aus Grassau, Philip Craubner und Bärbel Menzel aus Marquartstein, Manila Harder, Schleching, Andrea Klauck, Anja Lindecke und Mona Richter aus Unterwössen, sowie Inga Hansen, Prien.
Die ganze Gruppe hat seit fünf Jahren dank der Unterstützung von Bürgermeister Stefan Kattari und dem ganzen Gemeinderat in Grassau, das unschätzbare Privileg, die großzügigen Räume der ehemaligen Industriehallen auf dem Katek-Gelände in Grassau nutzen zu dürfen. Gegen einen relativ geringen monatlichen Beitrag hat jeder der Künstler einen Schlüssel, mit dem er zu jeder Tages- und Nachtzeit die Atelierräume nutzen und dort arbeiten kann. „Für viele ist es zu einer Art zweiter Heimat geworden“, sagt Helmut Bielinski. Denn jedes Mitglied des Kunstkreises hat auch einen genau abgesteckten Teil in den Atelierräumen, wo er seine Arbeitsmaterialien und (halb)fertigen Werke lagern kann.
Gearbeitet wird in den unterschiedlichsten Techniken, in Öl, Pastell, Aquarell, Kreide und Acryl, auch Ton, Holz oder Stoff, in allen Räumen bunt gemischt verteilt. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, mit denen die Künstler ihre Gefühle und Gedanken zum Ausdruck bringen können. In der Ausstellung wird auch Digitale Malerei zu sehen sein, Vieles in Mischtechnik, Objekte aus Holz und Metall sowie Schwemmholz und andere Fundstücke.
Wichtiges Anliegen des Kunstkreises ist die künstlerische Weiterentwicklung. Dafür wird in jedem Jahr ein renommierter Dozent eingeladen, der mit den Mitgliedern arbeitet und neue Impulse setzt. Wert wird auch auf die Begegnung mit der Bevölkerung gelegt: jeden ersten Mittwoch im Monat kann jeder Interessierte, sich im offenen Atelier ausprobieren und in Kontakt mit den Mitliedern des Kunstkreises kommen.
Bei der Ausstellung in der Alten Wache wird von abstrakter bis zu realistischer Kunst alles zu sehen und viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren sein. Die Ausstellung des Kunstkreises Grassau in der Alten Wache ist ab kommendem Mittwoch, 19. August, bis inschließlich Sonntag, 23. August, täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet, wobei jeweils einer oder zwei der Künstler/innen zum Gespräch bereitstehen. Es gibt keine Vernissage, aber eine Finissage am Sonntag um 16 Uhr.
Bericht und Bilder: Christiane Giesen
“Der Fußballgott nach dem Spiel“ von Peter Stetefeld, digital bearbeitete Fotografie.„Wohin geht es?“, Ölpastell von Anne Herl.
„Hängematte“ von Ursula Hartlaub.




