Nach Angaben des Fachteams im Bayerischen Landesamt für Statistik werden in Bayern im Jahr 2026, laut den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung, 3 038 838 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche bewirtschaftet, darunter 1 995 282 Hektar Ackerland und 1 032 585 Hektar Dauergrünland. Auf der Hälfte des Ackerlands wird Getreide zur Körnergewinnung angebaut.
Durch die Umstellung der Bodennutzungshaupterhebung auf eine Sekundärstatistik, die ihre Ergebnisse komplett aus bestehenden Verwaltungsdaten ableitet und erstellt, werden die Landwirte entlastet. Der Aufwand, zusätzliche Auskünfte zu geben, entfällt. Ebenso können ab sofort jährlich Ergebnisse zur ökologischen Wirtschaftsweise vorgestellt werden.
Die Daten und Fakten zeigen: 419 511 Hektar der landwirtschaftlich genutzten Fläche werden nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet, das entspricht einem Anteil von 13,8 Prozent der Gesamtfläche.
Fürth. Wie das Fachteam des Bayerischen Landesamts für Statistik mitteilt, beträgt die landwirtschaftlich genutzte Fläche 2026 nach den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung 3 038 838 Hektar. Darunter entfallen 1 995 282 Hektar auf Ackerland (65,7 Prozent) und 1 032 585 Hektar auf Dauergrünland (34,0 Prozent).
Die Bodennutzungshaupterhebung wird im Zuge des Bürokratieabbaus seit dem Jahr 2025 komplett aus Verwaltungsdaten erstellt. Hierzu dienen die Angaben, die der Landwirt im sogenannten Mehrfachantrag gegenüber der bayerischen Agrarförderung gemacht hat. Seit dem Jahr 2026 handelt es sich auch nicht mehr wie bisher um eine Stichprobe, sondern um eine Vollerhebung, die aus den Daten aller landwirtschaftlichen Betriebe erstellt wird, die mindestens eine der Erfassungsgrenzen des Agrarstatistikgesetzes erreichen. Durch den Verzicht auf eine primärstatistische Erhebung werden in Bayern jährlich landwirtschaftliche Betriebe entlastet. Zusätzlich können ab dem endgültigen Ergebnis im Dezember 2026 Ergebnisse bis auf Kreisebene sowie zu den Dauerkulturen geliefert werden.
Getreide zur Körnergewinnung macht die Hälfte des Ackerlands aus
Auf 1 011 840 Hektar bewirtschaften Bayerns Landwirte Getreide zur Körnergewinnung einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix (CCM). Dies entspricht 50,7 Prozent der Ackerfläche. Wie in den Vorjahren sind die drei wichtigsten Fruchtarten dieser Kategorie: Weizen mit
484 878 Hektar (47,9 Prozent), Gerste mit 277 144 Hektar (27,4 Prozent) und Körnermais/Mais zum Ausreifen, einschließlich CCM mit 129 025 Hektar (12,8 Prozent).
Bedeutendste Kulturpflanze insgesamt bleibt der Mais
Auf 618 832 Hektar Anbaufläche werden Pflanzen zur Grünernte angebaut. Der größte Anteil entfällt hier mit 63,6 Prozent auf Silo-/Grünmais. Gemessen an der gesamten Anbaufläche Bayerns bleibt Mais (einschließlich Körnermais) mit insgesamt 522 442 Hektar und einem Anteil von 26,2 Prozent des Ackerlands weiter bedeutendste Kulturpflanze.
Die Anbaufläche für Hackfrüchte beträgt insgesamt 84 665 Hektar. Die wichtigsten Fruchtarten sind hier Kartoffeln mit 36 969 Hektar und Zuckerrüben mit 47 451 Hektar. Auf 43 524 Hektar werden Hülsenfrüchte zur Körnergewinnung angebaut. Am bedeutendsten sind hier Sojabohnen mit
27 295 Hektar.
Die bedeutendsten ökologisch angebauten Feldfrüchte sind Hanf, Ackerbohnen, Hafer, Leguminosen, Sonnenblumen und Dinkel
In Bayern werden 419 511 Hektar der landwirtschaftlich genutzten Fläche nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Das ist ein Anteil von 13,8 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche. Davon wiederum sind 212 102 Hektar Ackerland (10,6 Prozent des gesamten Ackerlands) und 205 189 Hektar Dauergrünland (19,9 Prozent des gesamten Dauergrünlands). Bei den folgenden Feldfrüchten überwiegt der ökologische Anbau den konventionellen Anbau: Hanf mit 76,5 Prozent, Ackerbohnen mit 63,4 Prozent und Hafer mit 58,5 Prozent. Weiterhin werden Leguminosen mit 42,8 Prozent, Sonnenblumen mit 36,9 Prozent und Dinkel mit 33,0 Prozent zu großen Teilen ökologisch angebaut.
Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Foto: Hötzelsperger


