Unsere Fotoreportage vom Festsonntag:
Im ersten Teil berichten wir vom traditionellen Aufwecken am frühen Morgen. Dieser zweite Teil zeigt den Kirchenzug und den Festgottesdienst im Nußdorfer Waldpark. Der große Festzug am Nachmittag folgt in einem weiteren Beitrag.
Noch bevor Nußdorf richtig erwachte, war die Musikkapelle bereits unterwegs: Der große Gaufest-Sonntag begann traditionsgemäß mit dem Aufwecken des Vereinsvorstands, des Festleiters und der Schirmherrin. Drei Kanonenschüsse, kräftige Blasmusik und ein gemeinsames Weißwurstfrühstück sorgten für einen ebenso eindrucksvollen wie geselligen Auftakt.

Früh am Morgen zieht die Musikkapelle Nußdorf gemeinsam mit den Trachtlerinnen und Trachtlern des GTEV „Alpenrose“ durch den noch stillen Ort – der traditionelle Weckruf markiert den Auftakt zum großen Gaufest-Sonntag.
Als sich über den Bergen gerade das erste Morgenlicht zeigte, erklangen in Nußdorf bereits die ersten Märsche. Schon um 6 Uhr setzte sich die Musikkapelle Nußdorf gemeinsam mit Mitgliedern des GTEV „Alpenrose“ in Bewegung. Der lange und ereignisreiche Gaufest-Sonntag sollte nicht still beginnen, sondern so, wie es sich für ein großes Trachtenfest gehört: mit Musik, Böllerschüssen und einer guten Portion bayerischer Lebensfreude.
Erste Station war das Wohnhaus des Vereinsvorstands Andreas Mayer. Drei weithin hörbare Kanonenschüsse kündigten den Besuch an, ehe die Musikkapelle vor dem Haus Aufstellung nahm und den Vorstand musikalisch aus dem Schlaf holte. Von Müdigkeit war bei den Beteiligten allerdings kaum etwas zu spüren. In Tracht und bester Stimmung wurde der frühe Start in den Festtag gemeinsam begangen.

Noch ist es still: Andreas Mayer, Erster Vorstand des GTEV „Alpenrose“ Nußdorf, erwartet vor seinem Wohnhaus gemeinsam mit seiner Familie den musikalischen Weckruf zum großen Gaufest-Sonntag.
Der Festleiter wird geweckt
Anschließend zog die Gruppe weiter zum Wohnhaus von Festleiter Peter Oberauer. Auch hier gehörten drei Kanonenschüsse zum festen Ablauf, bevor die Musikanten aufspielten. Für den Festleiter, der gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern über viele Monate hinweg auf diesen Tag hingearbeitet hatte, war das Aufwecken ein besonderer Moment.

Unüberhörbarer Weckruf zum Festsonntag: Mit drei Kanonenschüssen kündigte sich die Musikkapelle bei Vorstand, Festleiter und Schirmherrin an – hier wird die Kanone für den nächsten Schuss vorbereitet.
Die Bilder des frühen Morgens erzählten dabei ihre eigene Geschichte: die Musikkapelle auf den noch ruhigen Straßen, die aufgehende Sonne über den Bergen, Trachtlerinnen und Trachtler vor den Wohnhäusern und immer wieder herzliche Begegnungen. Noch lag der große Festzug einige Stunden entfernt – doch die Vorfreude war bereits überall zu spüren.

Mit einem musikalischen Weckruf begrüßte die Musikkapelle Nußdorf Festleiter Peter Oberauer und seine Familie vor ihrem Wohnhaus – ein stimmungsvoller Auftakt zum großen Festsonntag.
Musikalischer Gruß für die Schirmherrin
Dritte Station war das Haus von Bürgermeisterin und Schirmherrin Susanne Grandauer. Wieder kündigten drei Kanonenschüsse das Eintreffen der Musikkapelle an. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und den beiden Söhnen empfing sie die Trachtler und Musikanten vor dem Haus.

Im ersten Morgenlicht zog die Musikkapelle Nußdorf weiter zur Schirmherrin und Bürgermeisterin Susanne Grandauer – der nächste Halt beim traditionellen Aufwecken am Festsonntag.
Für die Schirmherrin war dieser frühe Besuch mehr als ein offizieller Programmpunkt. Als Bürgermeisterin, Wirtin und enge Begleiterin des Festes hatte sie die Vorbereitungen über lange Zeit miterlebt und unterstützt. Entsprechend herzlich fiel die Begrüßung aus. Im warmen Licht der Morgensonne entstanden dabei auch persönliche Familienbilder, die den besonderen Charakter dieses Festtages festhielten.

Nach dem traditionellen Aufwecken stärkte sich die Musikkapelle Nußdorf beim Weißwurstfrühstück im Biergarten des Schneiderwirts – eingeladen von Schirmherrin und Bürgermeisterin Susanne Grandauer und bestens gerüstet für den langen Festsonntag.
Weißwurstfrühstück beim Schneiderwirt
Nach dem Wecken lud Susanne Grandauer die Musikkapelle und die Begleiter in den Biergarten des Schneiderwirts ein. Bei Weißwürsten, Brezen und Getränken konnten sich die Musikerinnen und Musiker für den langen Tag stärken.
Unter den schattigen Kastanien entwickelte sich rasch eine gesellige Morgenrunde. Die Instrumente wurden für einen Moment zur Seite gelegt, an den Tischen wurde gelacht und erzählt. Zugleich war allen bewusst, dass der eigentliche Festtag erst noch bevorstand: der Empfang der Trachtenvereine, der Kirchenzug, der Festgottesdienst und am Nachmittag der große Festzug durch Nußdorf.
Nach der Stärkung nahm die Musikkapelle ihre Instrumente wieder auf. Gemeinsam zog die Gruppe weiter in Richtung Festzelt, wo bereits die ersten Vereine eintrafen und sich Nußdorf auf den Höhepunkt des Gaufestes vorbereitete.

Früh am Festsonntag bereits bestens aufgelegt: Wolfgang und Andreas Grandauer, die Söhne von Schirmherrin und Bürgermeisterin Susanne Grandauer, im Trachtengwand vor dem gemeinsamen Weißwurstfrühstück.
So begann der große Gaufest-Sonntag nicht mit einem nüchternen Programmpunkt, sondern mit einem lebendigen Brauch, der Gemeinschaft sichtbar machte. Noch vor dem offiziellen Festgeschehen wurde deutlich, was dieses Gaufest prägte: Zusammenhalt, persönliche Verbundenheit und die Freude daran, überlieferte Traditionen gemeinsam weiterzutragen.
Fotos: Rainer Nitzsche


